Gebrauchtwagentipp: Mercedes SLK R171

Foto: Mercedes Benz

Ein schönes Cabrio fahren für ca. 15.000 Euro und dann noch einen Mercedes? Der „alte“ Mercedes SLK macht es möglich. Einen mit Baujahr 2006 und 60.000 km gelaufen gibt es beim Gebrauchtwagenhändler um die Ecke eben für knapp 15.000 Euro. Selbst beim Mercedes-Händler, der noch die Junge Sterne Garantie drauf gibt, muss man häufig nicht viel mehr bezahlen.

Der Mercedes SLK zeichnet sich dadurch aus, dass er das etablierte Cabrio-Modell mit Hardtop auf dem Markt ist. Bei keinem anderen Fahrzeug ist das Hardtop so stabil und etabliert. Beim ersten Modell (1996 – 2004) wurde das Faltdach erstmals eingeführt und schlug ein wie eine Bombe. Seitdem befindet sich der Mercedes SLK immer in der Hitliste der 10 beliebtesten/meistverkauften Cabriolets in Deutschland.

Die Modellreihe 2004 bis 2011 (intern R171) zeichnet sich durch ein zeitlos schönes Exterieur-Design aus. Schnittig, aber nicht zu übertrieben. Teilweise rundliche Züge. Das Auto kommt besonders bei Frauen gut an, aber im Grunde genommen sieht jeder darin schick aus.

Bei anderen Cabrios leckt das Dach beim Regen, das Dach beim SLK bleibt dicht. Und auch beim Dekra-Gebrauchtwagenreport schneidet der SLK ausgezeichnet ab: Er liegt immer über dem Durchschnitt der Klasse (Roadster). Nach 0 bis 50 Tausend Kilometer sind noch 91,4 Prozent der Fahrzeuge ohne relevante Mängel, nach 50 – 100 tkm 81,8 Prozent. Ausgezeichnete Werte. Das Auto hält. Daher ist der SLK auch sehr wertstabil.

Die Mercedes SLK R171-Reihe zeichnet sich dadurch aus, dass sie noch ein klassisches Autogefühl der 2000er-Autos bietet. Durchaus schon mit elektronischen Hilfs-Systemen, aber im Grunde genommen ein klassisches Auto ohne viel Schnickschnack. Wer sich von den ganz neuen Autos überfordert fühlt (Touchscreen, elektronische Helfer hier und da, zu viele Knöpfe, Kameras etc.), der fühlt sich im SLK wohl. Lenkrad, Gas, Bremse – und Faltdach. Los geht’s.

Häufig findet man den SLK in der Automatik-Version; und auch wenn sich manche über zu lange Schaltzeiten beschweren – für den sommerlichen Ausflug ist das Fahrzeug wirklich ideal. Aufpasst: Wind ist inklusive. Wer offen und mit Scheiben runter fährt, dem bläst der typische Roadster-Wind um die Nase. Wer also windempfindlich ist, wird eher mit Scheiben oben fahren.

Wer gerne sportlich fährt, wird in der Basis-Motorisierung vielleicht ein wenig Gas vermissen, aber wenn man den SLK um die Kurve schleudert und ins Pedal tritt, der darf sich über ein sportliches Übersteuern freuen, bevor das Stabilitätsprogramm greift und den Wagen wieder einfängt.

Im Winter wird es durch den Windzug ein bisschen zu kalt, und wenn man allzu riesig ist, dann guckt man etwas zu hoch an der Windschutzscheibe. Gerade der Beifahrer hat nicht allzu viel Beinfreiheit. Aber als Fazit bleibt: ein optimaler Sommer-Roadster.

Autogefühl: * * * *

Fotos: Mercedes
Bericht: Autogefühl