Fahrbericht KIA cee’d GT

Die KIA cee'd GT. Foto: Autogefühl

Nach einer Qualitätsoffensive mit 7 Jahren Garantie will KIA nun seine Emotionalität steigern. Der KIA cee’d GT bietet ein sportliches Design mit vielen liebevollen Details – ohne seine Alltagstauglichkeit zu verlieren. Von Thomas Majchrzak

Der cee’d GT ist kein reiner Sportwagen, sein Fahrwerk ist auf Komfort abgestimmt. “Er soll alltagstauglich sein”, so Silke Rosskothen von KIA. Das erreicht er unter anderem auch durch den 2,56 m langen Radstand, der für Platz im Innenraum sorgt. Sowohl hinten als auch vorne kann man gut sitzen, auch mit vier Personen lässt es sich gut fahren. Der Stauraum hinten liegt bei 380 Litern, mit umgeklappten Sitzen bei über 1.300 Litern.

KIA cee'd GT hinten, Foto: Autogefühl

KIA cee’d GT hinten, Foto: Autogefühl

Wir fahren den KIA cee’d GT raus aus der Frankfurter City auf den Feldberg, den Hausberg der Frankfurter. Hoch geht es enge Waldkehren, da kann man ein Fahrwerk optimal testen. Was stark auffällt: Es gibt niemals Komforteinbußen, wir spüren kein einziges Schlagloch. Aber dementsprechend kommt der cee’d GT ein wenig ins Schwimmen, wenn man ihn allzu stark durch die Kurven jagt. Zielgruppe sind also klar Komfortliebhaber.

Das Fahrwerk testen wir auch im Video:

Der Weg zum Großen Feldberg im Taunus, Foto: Autogefühl

Der Weg zum Großen Feldberg im Taunus, Foto: Autogefühl

In dieselbe Richtung gehen die Sitze, die schön sportlich aussehen und gleichzeitig sehr komfortabel sind. In unserem Testwagen sind wie serienmäßig bei allen cee’d GT die Sitz- und Rückenflächen der Recaro-Sitze in Velours gehalten und die Sitzaußenflächen in Leder – eine perfekte Kombination. Im Sommer schwitzt man nicht darauf, im Winter friert man nicht und trotzdem hat man außen den edlen Leder-Look. Gerade die vielen liebevollen Details fallen ins Auge, wie die roten Kontrastnähte an der Innenseite des Lenkrads.

KIA cee'd GT Innenraum, Foto: Autogefühl

KIA cee’d GT Innenraum, Foto: Autogefühl

KIA cee'd GT Rücksitzbank, Foto: Autogefühl

KIA cee’d GT Rücksitzbank, Foto: Autogefühl

Auch das Außendesign lebt von außergewöhnlichen Elementen. Da sind die zweifarbigen Felgen im Schwarz-Silber-Industrial-Look oder die so genannten Ice Cubes, vier angeordnete LED-Elemente, die endlich mal nicht nur in einer LED-Leiste sind, sondern eben mal anders angeordnet. Immer wieder schön, wenn sich ein Hersteller traut, mal etwas anderes zu machen.

Felgen in schwarz/silber beim cee'd GT, Foto: Autogefühl

Felgen in schwarz/silber beim cee’d GT, Foto: Autogefühl

KIA cee'd GT Ice Cubes, Foto: Autogefühl

KIA cee’d GT Ice Cubes, Foto: Autogefühl

Den KIA cee’d GT gibt es ab ab 24.490 Euro. Viel muss man zur Basisvariante “GT-Challange” nicht mehr dazu ordern, die höhere Ausstattungsvariante “GT-Track” hat zum Beispiel noch einen Spurhalteassistenten, ein Abbiegelicht und eine beheizbare Frontscheibe. Lediglich die 1.000 zusätzlichen Euro für das Navi muss man in den meisten Fällen noch investieren.

Das Navigationssystem lässt sich gut bedienen, je nach Gewohnheit hat man die Auswahl zwischen Touchscreen und Bedienung über die Knöpfe, es ist sozusagen eine Mischung daraus. Die Visualisierung ist sehr klar und besonders gut, wenn man auf der Autobahn ist (Großanzeige der Autobahnschilder).

KIA cee'd GT Kofferraum, Foto: Autogefühl

KIA cee’d GT Kofferraum, Foto: Autogefühl

Das Alleinstellungsmerkmal des Angebots von KIA ist die siebenjährige Garantie – inklusive Mobilitätsgarantie und als Angebot bis zum 30.09.2013 auch inklusive der Wartungen – sogar das Öl muss man nicht selber bezahlen, nur die Verschleißteile (Bremsen, Reifen…). Ein Angebot, das einem eine Sicherheit vor unkalkulierbaren Kosten bietet.

Marktlage und KIA-Neuzulassungen

Während die Neuzulassungen in Europa von 2008 bis 2012 um 15 Prozent zurückgingen, konnte KIA im selben Zeitraum plus 41 Prozent Neuzulassungen verzeichnen. Nur Nissan und Hyundai konnten ähnliche Wachstumsraten in Europa melden.

In Deutschland ist der Automarkt relativ konstant, wobei das Jahr 2013 bekanntlich etwas kriselt bei den Fahrzeugverkäufen. Die Neuzulassungen bei KIA sind zwischen 2008 und 2012 in Deutschland um 60 Prozent gestiegen, jetzt im schwierigen Jahr 2013 liegt man mit 4,1 Prozent im Plus, die meisten anderen Marken liegen im Minus. Ziel für KIA in Deutschland: 63.000 Fahrzeuge in 2013 verkaufen.

Mit dem KIA cee'd GT auf dem Großen Feldberg. Foto: Autogefühl

Mit dem KIA cee’d GT auf dem Großen Feldberg. Foto: Autogefühl

Vom cee’d GT inklusive dem kleineren Bruder pro_cee’d GT mit drei Türen will KIA in diesem Jahr noch 400 verkaufen, im nächsten Jahr 600.

Text, Fotos, Video: Autogefühl, Thomas Majchrzak

Weitere Artikel zum KIA cee’d GT bzw. KIA pro_cee’d GT:

newcarz
Der Auto Blogger
motoreport.de
passion driving
automobil-blog


5 Responses to Fahrbericht KIA cee’d GT

  1. […] Meinungen: Auch autophorie.de, der-auto-blogger.de, trendlupe.de und autogefuehl.de (Video) waren mit den neuen GT Modellen des cee’d und pro_cee’d […]

  2. NewCarz says:

    Fahrbericht: KIA cee’d GT und KIA pro_cee’d GT – die Wiedergeburt einer Marke?…

    Einer Studie zufolge liegt KIA bei den rationalen Beweggründen, einen KIA zu kaufen, durchaus gut. Nun will KIA nun auch die emotionalen Beweggründe stärken. An diesem Punkt setzen die zwei neue Speerspitzen an, bzw. die ersten beiden Speerspitzen bei …

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