Der neue Skoda Rapid Spaceback

Škoda Rapid Spaceback Foto: autogefühl.deŠkoda Rapid Spaceback Foto: autogefühl.de

Halt! Um es gleich vorweg zu nehmen. Der Škoda Rapid Spaceback ist KEIN Kombi, sondern Škodas erstes Kurzheckmodell im Kompaktsegment. Ein Auto (nicht nur) für junge, preisbewusste Familien, die Funktionalität, nettes Design, aber vor allem eines suchen: Platz! Von Thomas Blachetzki

Škoda Rapid Spaceback Foto: autogefühl.deŠkoda Rapid Spaceback Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Foto: autogefühl.de

Und davon gibt es genug. Man mag es kaum glauben, was Škoda da auf rund 4,30 m Länge (immerhin 18 cm weniger, als die Limousine) zusammen zaubert. Reichlich Raum auf allen Plätzen, außerdem ein geräumiges Gepäckabteil (415 Liter – 1380 Liter), das durchaus einen Baumarktgroßeinkauf verkraftet.

Škoda Rapid Spaceback Kofferraum  Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Kofferraum Foto: autogefühl.de

 

Der Motor

Wir dürfen den neuentwickelten 1.6 TDI Commonrail-Diesel mit 66 kw/90 PS in der Elegance-Ausstattung testen. Durchaus wahrnehmbar, aber nie zu lästig, hören wir den Diesel nageln und erfreuen uns am satten Drehmoment von 230 NM, das bereits bei 1500 U/Min. anliegt. Das gut abgestimmte 5-Gang-Getriebe lässt sich leicht schalten, ist präzise geführt und sorgt dafür, dass Gangwechsel Spaß machen. Von 0-100 km/h beschleunigt der Škoda Rapid Spaceback 1.6 TDI in guten 11,9 Sekunden und auch mit der Höchstgeschwindigkeit von 182 km/h lässt es sich leben. Einzig der Blick auf den Motor, bei dem auf sämtliche Abdeckungen verzichtet wurde, ernüchtert ein wenig. Das sieht schon ein wenig ärmlich aus.

Škoda Rapid Spaceback Motor  Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Motor Foto: autogefühl.de

Immerhin haben wir den Tag mit 4,9 l/100 km abgeschlossen. Diesen Wert noch einmal zu unterbieten dürfte bei zurückhaltender Fahrweise kein Problem sein, so dass Reichweiten von über 1000 km durchaus realistisch sind.

Škoda Rapid Spaceback Instrumente  Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Instrumente Foto: autogefühl.de

 

Der Innenraum

Da ist es. Das „Kommen-Sie-rein-Gefühl“. Luftig, mit viel Platz nach allen Seiten, mit einem respektablen Fußraum hinten, aber auch mit dem Gefühl, man müsse die (Armaturenbrett-)Welt nicht immer neu erfinden, begrüßt uns der Škoda Rapid Spaceback. Kein Schalter wirft Fragen auf, alle Instrumente liegen im Blick, unnütze, oder gar versteckte Funktionen gibt es nicht. Dieses Auto erklärt sich, wie jeder Volkswa.., pardon Škoda, von selbst. Die Sitze sind bequem, haben ausreichend Seitenhalt und dürften Normalgewachsenen auch auf langen Autobahn-Etappen keine Blessuren zufügen.

Škoda Rapid Spaceback Instrumente  Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Instrumente Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Mittelkonsole  Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Mittelkonsole Foto: autogefühl.de

Wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gibt, dann ist es das etwas betagte Navigationssystem „Amundsen+“ mit der „rustikalen“ Grafik, der etwas schwachen Empfangsleistung trotz DAB+, aber vor allem ob der vielen Hartkunststoffe. Keine Frage, alles ist sauber verarbeitet, nichts knirscht, aber Softlacke oder ein aufgeschäumtes Armaturenbrett sucht man hier vergebens. Finden tut man stattdessen eine ganze Reihe Dinge, die einfach „Simply Clever“ sind. Steckbare Abfalleimer, einen Parktickethalter an der Frontscheibe oder aber auch einen Halter für einen MP3-Player oder ein Telefon. Genau so, wie der im Tankdeckel platzierte Eiskratzer für die Wintertage. Kostet wenig, bringt aber Freude.

Škoda Rapid Spaceback Abfalleimer  Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Abfalleimer Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Parktickethalter  Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Parktickethalter Foto: autogefühl.de

 

Design

Chefdesigner Josef Kabaň führt das neue typische Škoda-Design konsequent fort. Dynamische Konturen, präzise Linien und kein Schnick-Schnack. Die Seitenansicht erinnert entfernt an den A3 Sportsback. Keine schlechte Verwandtschaft. Zusammen mit dem ab Dezember optional erhältlichen Panoramaglas-Dach und der „langen“ Heckscheibe, die 10 cm tiefer in die Heckklappe rein reicht sieht der Škoda Rapid Spaceback dann noch schicker aus und lässt die Insassen aus über einem Quadratmeter Dachfläche zusätzlich rausschauen.

Škoda Rapid Spaceback Heckansicht  Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Heckansicht Foto: autogefühl.de

 

Komfort

Škoda hat die vielen Klagen der ersten Rapid-Limousinen-Besitzer über mangelnden Fahrkomfort Ernst genommen und Federung und Dämpfung verfeinert. Mit Erfolg.

Der Škoda Rapid Spaceback wirkt ruhig, deutlich besser abgestimmt und trotzdem direkt, was ganz sicher auch an der neuen elektromechanischen Lenkung liegt, die die elektrohydraulische Version der ersten Rapid-Modelle abgelöst hat und die sehr präzise arbeitet. Ansonsten zieht er, leicht untersteuernd, seine Bahnen. Das Fahrwerk vermittelt ein sicheres Fahrverhalten und die Sicherheitsausstattung mit ABS, ASR, ESC, sowie Front-, Seiten und Kopfairbags ist standardmäßig immer dabei. Dass sich Škoda den Einklemmschutz an den Fenstern spart und man nun den Schalter dauerhaft betätigen muss, bis das Fenster zu ist, nervt hingegen.

 

Škoda Rapid Spaceback Heckansicht  Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Heckansicht Foto: autogefühl.de

 

Škoda Rapid Spaceback Innenraum  Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Innenraum Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Basispreis, Motoren und Ausstattung

Für das Einstiegsmodell Škoda Rapid Spaceback „active“ mit dem 1.2 TSI-Motor und 86 PS muss man mindestens 14.990 Euro mitbringen. Serienmäßig sind hier schon ABS, ASR, ESC, 6 Airbags, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, CD-Musiksystem „Blues“, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel. Das Top-Modell mit 1.4 TSI-Motor und 122 PS, incl. DSG und Elegance-Ausstattung beginnt bei 23.090 Euro

Ambition gegenüber Basis-Ausstattung zusätzlich u.a. mit:

  • Klimaanlage

  • Bordcomputer mit Maxi-Dot-Display

  • Geschwindigkeitsregelanlage

  • Musiksystem „Swing“ mit USB-Schnittstelle und Line-in

  • Parksensoren hinten

  • Nebelscheinwerfer

Elegance zusätzlich u.a. mit:

  • Multifunktions-Lederlenkrad

  • beheizbaren Vordersitze

  • 16 Zoll Alufelgen

  • Nebelscheinwerfer mit integriertem Abbiegelicht

  • Mittelarmlehne inkl. Ablagefach

 

Škoda Rapid Spaceback Abmessungen

Länge: 4.304 mm
Breite 1.706 mm
Höhe: 1.459 mm
Leergewicht: 1.105 – 1.260 kg

Übersicht über die Wettbewerber

Kia cee’d (12.990 Euro)
Ford Focus (ab 14.990 Euro)
Opel Astra (14.990 Euro)
Chevrolet Cruze (14.990 Euro)
Hyundai i30 (16.100 Euro)

Škoda geht konsequent den eingeschlagenen Weg. Die Tschechen legen, entgegen dem Trend, bei den Zulassungszahlen zu und sind Importmarke Nummer 1 in Deutschland. Mit dem neuen Rapid Spaceback betritt man nun erstmals die wichtige Kompaktklasse und füllt die Lücke geschickt, die der entwachsene Octavia zwischen sich und dem Fabia hinterlässt.

Škoda Rapid Spaceback Logo  Foto: autogefühl.de

Škoda Rapid Spaceback Logo Foto: autogefühl.de

Fazit:

Schön viel Platz und ein kompaktes Format. Kein ausufernder Luxus, dafür ein zeitloses Design, ein tolles, gutmütiges Fahrwerk und sparsame, kultivierte Motoren – das, was den Golf berühmt gemacht hat, übernimmt nun der Škoda Rapid Spaceback und wird der Konkurrenz von Kia, Hyundai und Chrysler sicherlich Kopfschmerzen bereiten. Ab dem 19. Oktober steht der kompakte Tscheche ab 14.990 Euro (1,2 TSI active, 86 PS) Euro bei den Händlern. Das Neuland „Kompaktklasse“, das Škoda mit dem Rapid Spaceback betritt, scheint keines mehr zu sein…

Autogefühl: ****
Text & Foto: Autogefühl, Thomas Blachetzki


6 Responses to Der neue Skoda Rapid Spaceback

  1. […] AutogefühlDer neue Skoda Rapid Spaceback – Hereinspaziert!Autogefühl – das Auto Blog! http://www.autogefuehl.de Halt! Um es gleich vorweg zu nehmen. Der Škoda Rapid S… […]

  2. Christian says:

    Hallo,
    im Blog hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Die fahrleistungen sind die des 105ps Diesel.
    Gruß

    • Autogefühl says:

      Hallo Christian,

      völlig richtig, da sind wir beim Datenblatt in einer Zeile verrutscht. Danke fürs aufmerksame lesen, jetzt sind korrekt die Daten für den 90 PS Diesel drin, den wir gefahren sind.

      Liebe Grüße

      die Redaktion

  3. […] Er basiert auf der gleichen Plattform wie der VW Polo. Die erste Generation lief von 1999 bis 2007, die zweite eben ab 2007; 2010 gab es ein kleine Facelift. Zuletzt konzentrierte man sich auf den neuen Ableger Skoda Rapid Spaceback. […]

  4. […] und Verwandter des Seat Altea. Seit Frühjahr 2013 gibt es den neuen Seat Toledo, der auf dem Skoda Rapid basiert und auch in Tschechien bei Skoda gebaut wird. Nun ist die Form gar nicht mehr wie beim […]

  5. […] doch so bekannt, und zum Glück gibt es diese nach wie vor: So wird im neuen Fabia wie z.B. auch im Skoda Rapid ein Eiskratzer unter der Tankklappe versteckt – für Notfälle. Des Weiteren hat man an den […]

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