Fiat 500 S Testfahrt

Fiat 500 S in Rot, Foto: Autogefühl

Die Verkaufszahlen des Fiat 500 sprechen Bände: Über 2.600 Neuzulassungen in Deutschland pro Monat im Jahr 2013 bisher, das ist zahlenmäßig das Niveau eines Audi A1. Kein anderer Fiat ist so erfolgreich. Kein Wunder, dass man den Fiat 500 dann auch in verschiedenen Varianten anbietet. Wir haben den Fiat 500 S unter die Lupe genommen, die Top-Ausstattung mit Sport-Design. Von Thomas Majchrzak

Was sich zuerst als eher eigenständige Version des Fiat 500 anhört, ist tatsächlich “nur” eine Ausstattungs-Variante, die aber markentingtechnisch gerne etwas eigenständiger präsentiert wird. Schauen wir uns zuerst an, was der Fiat 500 S so zusätzlich an Ausstattung bietet:

Fiat 500 S in Rot, Foto: Autogefühl

Fiat 500 S in Rot, Foto: Autogefühl

Klimaanlage
Sportsitze vorn mit roter Naht
16-Zoll-Leichtmetallfelgen in Schwarz

Fiat 500 S schwarze Felgen, Foto: Autogefühl

Fiat 500 S schwarze Felgen, Foto: Autogefühl

Nebelscheinwerfer
Heckspoiler und sportlicher Seitenschweller
Getönte hintere Fensterscheiben
Bluetooth-Freisprecheinrichtung
Sport-Lederlenkrad
Höhenverstellbarer Fahrersitz

Fiat 500 S Heck, Foto: Autogefühl

Fiat 500 S Heck, Foto: Autogefühl

Wir fahren den 0.9 Liter TwinAir Benziner mit 85 PS. Der Name TwinAir stammt vom Zweizylinder (Twin) in Verbindung mit variabler Ventilsteuerung (davon das Air). Er äußert sich im Fiat 500 S vor allem über den Sound. Denn obwohl hier ein Mini-Motor arbeitet, röhrt er ganz schön, wenn man ihm die Sporen gibt. Gerade wenn man den ersten Gang so richtig hochzieht, traut man seinen Ohren nicht.

Fiat 500 S Innenraum, Foto: Autogefühl

Fiat 500 S Innenraum, Foto: Autogefühl

Die Stärke des Fiat 500 S ist ganz klar das Design. Einerseits spricht die Knutschkugelform eine weibliche Zielgruppe an, andererseits finden Männer sicher auch Gefallen an den sportlichen Designdetails wie den Felgen, oder den roten Kontrastnähten im Innenraum.

Fiat 500 S rote Kontrastnähte am Lenkrad, Foto: Autogefühl

Fiat 500 S rote Kontrastnähte am Lenkrad, Foto: Autogefühl

Der Fiat 500 S ist ein gutes Einsteigerauto, etwa wenn man das erste Auto kauft (oder bekommt) und gleich einen kleinen schicken Renner haben möchte. Durch den kurzen Radstand und die durchaus hohe Sitzposition fühlt es sich irgendwie auch immer schnell an, wenn man mit dem Fiat 500 S fährt. Wenn man durch die City braust, fühlt man sich ein bisschen wie Alberto im Pizzawagen, nur dass man auch sehr stilvoll unterwegs ist.

Fiat 500 S in Rot, Foto: Autogefühl

Fiat 500 S in Rot, Foto: Autogefühl

Für Langstrecken ist der Fiat 500 S eher nicht geeignet, zumindest für größere Personen. Dafür ist die Beinauflage des Sitzes zu kurz und die allgemeine Sitzergonomie nicht darauf eingestellt. Wichtig ist beim Fiat 500 S, dass man eine Probefahrt macht und prüft, ob einem die Sitzposition passt und dies für einen persönlich komfortabel ist. Überraschend viel Platz bieten jedoch die hinteren Sitze. Was zuerst nach einer Taschenablage aussieht, fasst durchaus zwei Erwachsene für eine kurze Strecke, ohne dass die Köpfe eingedrückt werden.

Der Innenraum glänzt wie das Außendesign mit schönen Elementen wie den roten Kontrastnähten innen am Lenkrad, der Alu-Hochglanz-Oberfläche des Armaturenbereichs oder dem rot unterlegten Schaltknüppel. Das unterstreicht das sportliche Flitzen durch die Stadt. Die Gänge rasten gut ein, da wird das Schalten nicht zur Belastung.

Fiat 500 S Innenraum, Foto: Autogefühl

Fiat 500 S Innenraum, Foto: Autogefühl

Wenn man ihn schön bei Drehzahl hält, macht es wirklich Freude, von Ampel zu Ampel zu düsen – am besten im Sommer, wenn man die Fenster noch runter machen kann und dann irgendwelches italienisches Halbwissen nach draußen schreit.

König ist der Fiat 500 S beim Einparken: Im Stillstand ist die Lenkung so leichtgängig, dass es fast reichen würde, laut zu Husten, um die Drehbewegung einzuleiten. Wer sich davor grollt, einen BMW ohne Servotronic einzuparken, der ist hier genau richtig. Weniger Kraftaufwand geht nicht.

Fiat 500 S Rückbank, Foto: Autogefühl

Fiat 500 S Rückbank, Foto: Autogefühl

Auch der kleine Kofferraum ist gut nutzbar, insgesamt ist es erstaunlich, dass Fiat trotz des Designanspruches ein gut nutzbares Innenraumkonzept hinbekommen hat.

Kofferraumvolumen

185 l “normal”
610 l (bei umgeklappter Rücksitzbank)

Fiat 500 S Kofferraum, Foto: Autogefühl

Fiat 500 S Kofferraum, Foto: Autogefühl

Fiat 500 S Kofferraum mit umgeklappten Rücksitzen, Foto: Autogefühl

Fiat 500 S Kofferraum mit umgeklappten Rücksitzen, Foto: Autogefühl

Folgende Motorvarianten stehen zur Verfügung:

Technische Daten Fiat 500 S

1.2 Liter Benziner mit 69 PS
ab 14.000 Euro
12,9 Sek. von 0 auf 100 km/h

0.9 Liter TwinAir Benziner mit 85 PS
ab 15.300 Euro
11,0 Sek. von 0 auf 100 km/h

1.4 Liter Benziner mit 100 PS
ab 15.700 Euro
10,5 Sek. von 0 auf 100 km/h

1.3 Liter Diesel mit 95 PS
an 17.000 Euro
10,7 Sek. von 0 auf 100 km/h

Abmessungen Fiat 500 S

Länge: 3,54 m
Breite: 1,62 m
Höhe: 1,48 m

Fiat 500 S in Rot, Foto: Autogefühl

Fiat 500 S in Rot, Foto: Autogefühl

Ungewohnt einfach sind die Bedienungen während der Fahrt: Wer bewusst noch analoge Temperatur-Einstellungen per Drehschalter sucht, wird hier fündig. Im Grunde genommen geht der Fiat 500 S da ein bisschen “back to the basics” – was nicht unbedingt ein Nachteil sein muss.

Fazit: Mit dem Fiat 500 S bekommt man einen sehr schicken Cityflitzer mit einem gut nutzbaren Innenraumkonzept. Styling und Praktikabilität lassen sich gut miteinander verbinden. Nur die Sitzposition muss Fahrer und Beifahrer zusagen. Alle über 1,75 m sollten beim Händler ausprobieren, ob sie auf längeren Strecken damit klar kommen.

Text und Fotos: Autogefühl, Thomas Majchrzak


One Response to Fiat 500 S Testfahrt

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