Seat Altea Freetrack Testfahrt

Seat Altea Freetrack, Foto: Autogefühl

Der Seat Altea Freetrack kommt mit Allradantrieb, erhöhter Bodenfreiheit und einer umfangreichen Serienausstattung, bei der man eigentlich nichts mehr extra bestellen muss. Ein nettes Paket, das Seat da geschnürt hat – nur wie fährt sich der Crossover, gerade auf den derzeit Blätter verschmierten Straßen? Von Thomas Majchrzak

So viele Automodelle gibt es mit tausend Motorisierungen und noch mehr Ausstattungs-Optionen. Da weiß man manchmal gar nicht, was man wählen soll – und hinterher hat man dann das Feature vergessen, das man doch eigentlich so häufig braucht. Beim Seat Altea Freetrack ist das alles ziemlich einfach. Es gibt genau eine Motorisierung: den 2.0 Turbodiesel mit 140 PS.

Seat Altea Freetrack, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack 2.0 D – 140 PS

Allrad-Antrieb: vorne + hinten (bei Bedarf)
Höchstgeschwindigkeit: 193 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 10,2 Sek.
Verbrauch kombiniert (angegeben): 5,9 l / 100 km
Testverbrauch: 7,4 l / 100 km

Seat Altea Freetrack, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack, Foto: Autogefühl

Basispreis: 29.290 Euro

Im Basispreis ist dann direkt ziemlich alles mit drin, was man so braucht.

Seat Altea Freetrack Cockpit, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack Cockpit, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack Ausstattung

– 2-Zonen-Klimaautomatik
– Multifunktionslenkrad
– Acht Lautsprecher
– USB-Schnittstelle
– Tempomat
– beheizbare Frontscheibe

Was man da noch an Ausstattung hinzunehmen könnte? Etwa das Leder-Paket für 1.835 Euro oder 235 Euro zusätzlich, um die Vordersitze beheizbar zu machen.

Seat Altea Freetrack Sitze mit viel Seitenhalt, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack Sitze mit viel Seitenhalt, Foto: Autogefühl

Schon die normalen Stoff-Sitze bieten eine Besonderheit: Sie haben erstaunlich guten Seitenhalt. Da fühlt man sich fast wie in einem Sportwagen. Dieser Eindruck schwindet jedoch sehr schnell, wenn man nach vorne blickt: Im Cockpit herrscht Van-Atmosphäre. Viel Luft, viel Raum, viel Licht. Die riesige Frontscheibe bietet Panorama-Blicke auf die Straße und wird daher auch besonders gewischt: von oben nach unten, ähnlich wie bei einem Bus. Leider bleibt das Wischer-System im Intervall-Modus seitlich oben ein kleines Stückchen vor der Endposition stehen, um dann ein paar Sekunden später noch ein kleines Stückchen nachzurücken. Da fehlt noch ein kleines Stückchen zur Perfektion, aber das beeinträchtigt beim Fahren nicht.

Seat Altea Freetrack Cockpit, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack Cockpit, Foto: Autogefühl

Das Navigationssystem könnte einen etwas größeren Bildschirm vertragen, lässt sich dafür aber trotzdem sehr gut bedienen. In der Regel ertappt man sich dabei, dass man Touchbedienung mit Drehradbedienung mischt. Mal auf OK auf den Bildschirm klicken und dabei dann den Straßennamen mit dem Drehknopf auswählen zum Beispiel.

Sehr lobenswert ist auch der Radioempfang über DAB, da kann man auch seine Lieblingssender hören, die vielleicht nicht klassisch über FM bundesweit ausgestrahlt werden.

Seat Altea Freetrack Dreieckfenster an der A-Säule, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack Dreieckfenster an der A-Säule, Foto: Autogefühl

Die allgemeine Sitzposition ist genau die Crossover-Sitzposition. Nicht Pkw, aber noch nicht ganz SUV, sondern dazwischen. Etwas erhöht, aber nicht immens. Vorne sorgt das für mehr Raumgefühl, noch mehr macht es sich im Fond bemerkbar. Denn weil alle Passagiere etwas aufrechter sitzen, finden auf der Rückbank auch große Erwachsene Platz, haben genügend Freiraum für die Beine und auch bei über 1,80 m ausreichend Kopfraum. Genau dort spielt der Seat Altea Freetrack seine ganze Stärke aus: Optimal für den Ausflug mit der Familie, auch wenn die Kinder schon etwas größer sind.

Seat Altea Freetrack Fond, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack Fond, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack Kofferraum, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack Kofferraum, Foto: Autogefühl

Genügend Raum ist zudem im Kofferraum, der schlichtweg praktische Abmessungen bietet, auch für Sperrgut. Unter der Abdeckung befindet sich übrigens, selten noch zu finden, ein Ersatzrad. Ganz klein ist dagegen der Wendekreis: Obwohl der Seat Altea Freetrack wahrhaftig nicht kurz ist, bekommt man ihn auf der kleinsten Straße gewendet. Sehr angenehm. Dazu spielen die Gänge, die spielend einrasten und dadurch einen hochwertigen Eindruck vermitteln. Die allgemeine Anmutung des Cockpits dagegen hätte noch einen Schuss mehr Pfiffigkeit vertragen können, Konzernschwester Skoda macht es vor, dass man trotz eines günstigen Preises gegenüber den höherpreisigen Konzernschwestern das Cockpit sehr attraktiv gestalten kann.

Seat Altea Freetrack Abmessungen

Länge: 4.493 mm
Breite: 1.788 mm (exkl. Außenspiegel)
Höhe: 1.622 mm

Damit ist der Seat Altea Freetrack also 2,4 cm länger, 2 cm breiter und 4,1 cm höher als der Bruder Seat Altea XL (der ohne Offroad-Anspruch).

Kofferraumvolumen: max. 1.521 Liter
Leergewicht: 1.615 kg

Seat Altea Freetrack, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack, Foto: Autogefühl

Bei normalen Bedingungen geht die gesamte Kraft des Antriebs über die Vorderräder, bei Bedarf regelt die Haldex-Kupplung bis zu 50 Prozent auf die Hinterachse. Das kommt uns zum Beispiel bei den mit Laub bedeckten nassen Straßen zugute. Selbst wenn wir hier mal kräftiger aufs Gas treten, brauchen wir uns über Schlupf keine Gedanken zu machen. Und für den Skiurlaub ist damit dann auch alles vorbereitet. Der bedarfsmäßige Allradantrieb sorgt eigentlich auch dafür, dass man nicht unnötig Sprit verbraucht. Vom Realverbrauch von 7,4 l / 100 km sind wir allerdings ein klein wenig enttäuscht. Immerhin liegt er “nur” 1,5 Liter über der offiziellen Angabe, das haben wir häufig auch schon anders erlebt. Aber ein kleiner Diesel darf heutzutage auch schon weniger verbrauchen.

Seat Altea Freetrack, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack, Foto: Autogefühl

Seat Altea, Altea XL und Altea Freetrack haben bei den Kundenzufriedensheits-Messungen von J.D. Power in diesem Jahr übrigens den Spitzenplatz in der Van-Klasse geholt: Besitzer der “Alteas” in Deutschland sind demnach die zufriedensten Kunden unter den Van-Käufern. Viel lässt er ja auch nicht zum Meckern. Auch der Dekra-Gebrauchtwagenreport beschert dem Seat Altea Bestnoten, in allen Kilometerlaufleistungen liegt man besser als der Klassendurchschnitt. Der Seat Altea Freetrack beruht übrigens auf der VW-A5-Plattform, die für den Golf V entwickelt wurde.

Seat Altea Freetrack, Foto: Autogefühl

Seat Altea Freetrack, Foto: Autogefühl

Mit dem Seat Altea Freetrack ist man immer entspannt unterwegs. Der Innenraum ist sogar so leise, dass wir aufpassen mussten, nicht zu schnell zu fahren. Denn wenn es so entspannt zugeht, das Fahrwerk alles ausbügelt und man kaum Windgeräusche hört, dann steigt die Tachonadel gerne mal höher.

Fazit: Der Seat Altea Freetrack ist ein praktisches Fahrzeug und mit dem Allradantrieb auch praktisch für die derzeit schmierigen Straßen. Und insbesondere passend für die Familie, die gerne mit Sack und Pack fährt und auch gerne auf Autoreise geht. Wie wäre es mit einer Tour über Schotter-Straßen in den spanischen Bergen – mit Ziel in Altea an der Costa Blanca?

Seat badge, Foto: Autogefühl

Seat badge, Foto: Autogefühl

Autogefühl: ***

Text & Fotos: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Video: Autogefühl, Katharina Kruppa & Thomas Majchrzak


3 Responses to Seat Altea Freetrack Testfahrt

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  2. […] den Vans verzeichnete Seat 3.600 Neuzulassungen (- 18 Prozent) beim Seat Altea und 11.800 (+ 16 Prozent) beim Seat Alhambra. Damit befindet sich der Seat Altea bei den Verkäufen […]

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