Ford F-150 Pick-up

Ford F-150 Modelljahr 2015 - Foto: Ford

Die Zeit macht vor keinem Halt: Auch Amerikas seit einer gefühlten Ewigkeit meistverkauftes Auto wird nun zu mehr Sparsamkeit erzogen. Dank einer Ladepritsche aus Aluminium und eines neuen 3,7-Liter-V6-Motors wird der Ford F-150 Pick-up auf einen Schlag leichter und sparsamer. Modelle mit V8-Bollermann und die hintere Starrachse bleiben dem Liebling aller Farmer und Gewerbetreibenden allerdings auch weiter erhalten. Von Thomas Imhof

Der F-150 gilt als der Edelstein in der legendären und nun schon über 60 Jahre laufenden F-Serie von Ford. Er ist der Inbegriff des amerikanischen Pick-ups, seit 37 Jahren der meistverkaufte Pritschenwagen Nordamerikas und seit 32 Jahren sogar das meistverkaufte Auto überhaupt in den USA und Kanada.

Ford F-150 MY 2015 - Foto: Ford

Ford F-150 MY 2015 – Foto: Ford

Zum Modelljahr 2015 hat Ford seiner Truck-Ikone nun eine radikale Gewichtsdiät verordnet. Wog selbst der leichteste bisherige F-150 Pick-up noch 2,2 Tonnen, drückt der erstmalige Einsatz von Aluminium für Pritsche und Karosserie sowie ein erhöhter Anteil hochfester Stähle für den als Gerüst dienenden Leiterrahmen das Gewicht um rund 340 Kilogramm.

Der abgespeckte Leiterrahmen - Foto: Ford

Der abgespeckte Leiterrahmen – Foto: Ford

Schon allein durch diese Maßnahme will Ford den Verbrauch um zehn Prozent senken; zusätzliche sechs bis sieben Prozent Einsparpotenzial sieht man zudem in Form effizienterer Benzin-Motoren (Diesel sind – warum eigentlich? – bislang noch nicht salonfähig). Allen voran ein neuer 2,7 Liter großer V6-“EcoBoost” mit automatischem Start-Stopp-System, Direkteinspritzung und Turboaufladung. Ebenfalls neu im Programm: ein 3,5-Liter-V6 mit doppelter unabhängiger Nockenwellenverstellung (Ti-VCT) in Saugerversion. Darüber angesiedelt sind dann die unvermeidlichen Schluckspechte: ein aufgeladener 3,5-Liter-V6 und der obligatorische 5,0-Liter-V8.

Seine Lademöglichkeiten sind fast unbegrenzt - Foto: Ford

Seine Lademöglichkeiten sind fast unbegrenzt – Foto: Ford

Trotzdem will Ford beim neuen F-150 Pick-up den Flotten-Durchschnittsverbrauch von heute 18 mpg (13 Liter/100 km) auf 20 mpg (11,7 Liter/100 km) senken; der Highway-Konsum soll sogar auf 7,8 Liter/100 km (30 mpg) fallen.

Martialische Frontpartie - Foto: Ford

Martialische Frontpartie – Foto: Ford

In den nächsten drei Jahren sollen auch weitere Pick-ups und schwere SUVs wie der Ford Expedition und der Lincoln Navigator der Leichtbaukur unterzogen werden. Denn die Mühlen der US-Umweltbehörden laufen langsam, aber stetig: Bis 2020 müssen Hersteller in den USA einen Flottenverbrauch (CAFE) von 54,5 mpg (4,3 Liter/100 km) erreichen. Ein F-150 mit Dieselmotor und Hybridantrieb dürfte bis dahin dann wohl kaum noch zu vermeiden sein. Die hintere Starrachse an Blattfedern dürfte dagegen getrost bleiben…..

Text: Autogefuehl, Thomas Imhof
Foto: Ford


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