Mercedes C-Klasse beim Roadtrip zur NAIAS #mbrt2014

Mercedes S-Klasse vs Mercedes C-Klasse (rechts), Foto: Autogefühl

Die neue Mercedes C-Klasse wurde der Weltöffentlichkeit auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit vorgestellt. Die C-Klasse ist nach wie vor der Bestseller, in Deutschland wurden davon z.B. im Jahr 2013 über 52.000 Stück neu zugelassen, mehr als von jedem anderen Mercedes-Modell hierzulande. Wir haben den erneuerten Hoffnungsträger zur Auto Show begleitet und konnten dabei erste Live-Eindrücke sammeln. Wie sieht die C-Klasse aus, wenn Sie nicht auf Marketingbildern zurecht gerückt ist? Und wie schaut sie direkt neben der neuen S-Klasse aus? Von Sarah Sauer

Welcome to America! Foto: Autogefühl

Welcome to America! Foto: Autogefühl

Willkommen in Amerika. Wir stehen in der Tiefgarage eines Hotel, umgeben von Sternen: sieben verschiedene Mercedes-Benz-Modelle, vollbepackt mit unseren Koffern, warten darauf, von uns getreten zu werden. Liebevoll, aber wir müssen hier auf den Straßen aufpassen. Stichwort: Speed Limit.

Wer hätte nicht gerne solche Kennzeichen... Foto: Autogefühl

Wer hätte nicht gerne solche Kennzeichen… Foto: Autogefühl

Wer hätte nicht gerne solche Kennzeichen... Foto: Autogefühl

Wer hätte nicht gerne solche Kennzeichen… Foto: Autogefühl

Die, die heraussticht: Die neue Mercedes C-Klasse, Foto: Autogefühl

Die, die heraussticht: Die neue Mercedes C-Klasse, Foto: Autogefühl

Es ist der erste Tag des Mercedes-Benz Road Trips 2014, basierend auf dem Motto: „Guarding the new C-Class“. Fünf Tage werden es insgesamt, unser Ziel heißt Detroit. Dort, bei der North American International Auto Show (NAIAS), feiert die neue C-Klasse Weltpremiere. Wir aber können den Mercedes-Nachwuchs schon vorher kennenlernen. Bis es aber so weit ist, müssen wir erst mal einige Kilometer abspulen, zwei Tage Highway-Feeling durch Texas bis nach „Sweet Home, Alabama“.

Auf Roadtrip mit Mercedes, Foto: Autogefühl

Auf Roadtrip mit Mercedes, Foto: Autogefühl

Tatsächlich hat dort die neue C-Klasse ihr Zuhause – wenn auch nur solange, bis sie vollkommen zusammengebaut ist. Denn im Örtchen Tuscaloosa steht eines von weltweit insgesamt vier Mercedes-Benz-Werken, neben denen in Deutschland, Südafrika und China. Die neue C-Klasse wird übrigens auch an allen vier Standorten produziert werden.

Die neue Mercedes C-Klasse, Foto: Autogefühl

Die neue Mercedes C-Klasse, Foto: Autogefühl

Von der Produktion hier in USA sehen wir aber nichts, denn die hat noch nicht begonnen. Und selbst wenn die Amerikaner schon so weit wären, hätten wir die heiligen Hallen der Produktion nicht besichtigen dürfen. Dennoch bekommen wir sie zu Gesicht, die neue Mercedes C-Klasse. Noch bevor sie offiziell der Weltöffentlichkeit in Detroit vorgestellt wird. Extra für uns aus Deutschland eingeschifft. Eine 220 BlueTEC-Version hat man uns gebracht, mit 170 PS und 400 Newtonmetern. In der Halle für Feinkorrekturen steht sie und setzt sich geduldig den zig Blitzlichtern und Berührungen aus.

S-Klasse vs C-Klasse - wer ist wer? Rechts unsere braune C-Klasse. Foto: Autogefühl

S-Klasse vs C-Klasse – wer ist wer? Rechts unsere braune C-Klasse. Foto: Autogefühl

Mercedes C-Klasse vs S-Klasse (rechts), Foto: Autogefühl

Mercedes C-Klasse vs S-Klasse (rechts), Foto: Autogefühl

Sie wird uns die nächsten Tage bis hoch nach Detroit begleiten – oder wir sie. Ihre Farbe, ein Braun mit dem klangvollen Namen Citrinbraun Metallic mutet unter dem grellen Neonlicht ehrlich gesagt erst einmal nicht sehr schön an. Doch das ändert sich glücklicherweise bei Tageslicht. Abgesehen von der Farbe ist der erste Eindruck: harmonisch. Glatt. Glänzend. Aufgeräumt. Man kann sich bildlich vorstellen, wie sich der Fahrtwind zärtlich an ihr entlang schmiegt.

Die neue Mercedes C-Klasse, Foto: Autogefühl

Die neue Mercedes C-Klasse, Foto: Autogefühl

Die Fakten geben dem Gefühl Recht. Der Luftwiderstandswert liegt beim 220 BlueTEC bei gerade einmal 0,24 Cw. Dazu tragen nicht nur feine Kerben an den Innenseiten der Außenspiegel und sanfte Abrundungen an den Heckleuchten bei: Während die sportliche Variante ein Gesicht mit Zentralstern zur Schau trägt, ist die Exclusive Line mit dem klassischen Limousinen-Kühlergrill mit Stern auf der Motorhaube ausgestattet.

Dieser Grill wiederum hat Lamellen, die sich komplett schließen lassen können. Positiver Nebeneffekt: Verminderter Co2-Ausstoß und ein um 0,1 Liter reduzierter Spritverbrauch. Auch das Windgeräusch-Niveau konnte laut Hersteller noch einmal abgesenkt werden. Gleich 20 Prozent weniger Verbrauch ohne Leistungsverlust sollen dem reduzierten Gewicht der C-Klasse geschuldet sein. Dank Leichtbau und einem von knapp 10 auf 50 Prozent (gegenüber Vorgänger) gestiegenen Verbau von Aluminium sinkt das Gewicht und steigt die Steifigkeit des Autos.

Die neue Mercedes C-Klasse, Heckleuchten, Foto: Autogefühl

Die neue Mercedes C-Klasse, Heckleuchten, Foto: Autogefühl

Gut sehen lassen können sich auch die Scheinwerfer. Serienmäßig mit H7-Halogen-Scheinwerfern ausgestattet, sind auch zwei energiesparende LED-Varianten zu haben: statisch oder dynamisch. Das dynamische „LED Intelligent Light System“ ist in der Lage, automatisch abzublenden. Schluss- und Bremslicht in den Heckleuchten sind bei allen Scheinwerferversionen in LED-Technik ausgeführt. Talking about facts: Die neue C-Klasse ist ein bisschen länger und breiter als ihr Vorgänger geworden, in Zahlen ausgedrückt um 95 und 40 Millimeter. Das soll vor allem den Passagieren auf den hinteren Plätzen zugute kommen. Mercedes-Benz begründet das leicht größere Platzangebot damit, dass ja auch die Durchschnittsgröße des Menschen steige. Naja. Jedenfalls kann ein 1.80 Meter großer Insasse bequem auf der Rückbank sitzen, wenn der Fahrersitz auf eine Körperlänge von 1,85 Metern eingestellt ist.

Die neue Mercedes C-Klasse, Kühlergrill mit Stern, Foto: Autogefühl

Die neue Mercedes C-Klasse, Kühlergrill mit Stern, Foto: Autogefühl

Wo wir uns nun schon im Innenraum befinden: Hier gibt es einiges Neues. Die Designer haben die Mittelkonsole völlig neu gestaltet. Bei Automatikfahrzeugen handelt es sich um eine Konsole aus einem Guss, von den Mitteldüsen bis hin zur Armauflage. Die Luftdüsen übrigens sind rund und metallisch und erinnern leicht an Flugzeugdüsen.

Beim Schaltgetriebe – so wie bei unserem Fahrzeug – steht die Konsole etwas steiler und besitzt zwei voneinander getrennte Zierteile, die Platz für den Gangwahlhebel schaffen. Als weiteren Evolutionsschritt bezeichnet Mercedes-Benz das Touchpad in der Handauflage im Mitteltunnel. Der „Handschmeichler“ ist in der Lage, mittels Handschrift eingegebene Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen in jeder Sprache zu verarbeiten.

Neues TouchPad auf dem Mitteltunnel in der C-Klasse, Foto: Autogefühl

Neues TouchPad auf dem Mitteltunnel in der C-Klasse, Foto: Autogefühl

Wirklicher Blickfang aber ist das zentral über der Mittelkonsole platzierte, frei stehende Infotainment-Display mit 7 Zoll- oder 8,4 Zoll-Bilddiagonale. Zugleich scheiden sich daran die (geschmacklichen) Geister. Ist das nun gelungen oder nicht? Wirkt es fehlplatziert oder schick?

Mercedes C-Klasse in Detroit, Foto: Autogefühl

Mercedes C-Klasse in Detroit, Foto: Autogefühl

Ebenfalls neu in der C-Klasse ist ein Head-Up-Display, das in unserem Modell jedoch nicht verbaut wurde. Der puristisch-anmutenden Eindruck, den man vom Exterieur des Autos gewinnen konnte, lässt sich in jedem Fall auch im Interieur wiederfinden. Das Design wirkt ebenfalls ruhig, harmonisch, ohne viel Tam-Tam – aber exklusiv zugleich.

Die neue Mercedes C-Klasse auf der NAIAS, Foto: Autogefühl

Die neue Mercedes C-Klasse auf der NAIAS, Foto: Autogefühl

Während die Kollegen unser neues Konvoi-Mitglied knipsen und filmen, fallen immer wieder Sätze aus denen, egal in welcher Sprache formuliert, das Wort „S-Klasse“ eindeutig herauszuhören ist. Ja, sie ist da, die Ähnlichkeit. Es ist, als müsse der, der „C“ sagt, auch „S“ sagen. Als Schrumpf-Version oder kleiner Bruder der S-Klasse wird die C-Klasse tituliert.

Daimler-Chef Dieter Zetsche in Detroit, Foto: Autogefühl

Daimler-Chef Dieter Zetsche in Detroit, Foto: Autogefühl

Diese Worte fallen auch in Detroit drei Tage später immer wieder, nachdem Daimler-Chef Dieter Zetsche die neue C-Klasse (neben neuem Concept S-Klasse-Coupé, S 600 und GLA 45 AMG) auf der NAIAS offiziell eingeführt hat. Natürlich zog nicht er diesen Vergleich, sondern das Publikum. Zetsche selbst hingegen betonte, nachdem er Star-Gast Kelly Rowland nach ihrem Auftritt mit Küsschen und Blumenstrauß begrüßt hatte, den weltweiten Erfolg der Marke und das Ziel des Unternehmens, nach wie vor das beste Auto der Welt bauen zu wollen.

Neben dem Glanz der Messe: Auch das ist Detroit, eine Stadt in der Krise. Foto: Autogefühl

Neben dem Glanz der Messe: Auch das ist Detroit, eine Stadt in der Krise. Foto: Autogefühl

Neben dem Glanz der Messe: Auch das ist Detroit, eine Stadt in der Krise. Foto: Autogefühl

Neben dem Glanz der Messe: Auch das ist Detroit, eine Stadt in der Krise. Foto: Autogefühl

In Sachen Mercedes C-Klasse wurde er nicht müde, auf den Multitouch Controller einzugehen – „das System gibt es in keinem anderen Auto der oberen Mittelklasse“ – auf die Assistenzsysteme der neuen C-Klasse, weil sie fast alle aus S- und E-Klasse übernommen hat und auf die erste Luftfederung in dieser Klasse. Serienmäßig ist die neue C-Klasse mit einer Stahlfederung ausgerüstet, kann aber optional mit der Luftfederung AIRMATIC an Vorder- und Hinterachse ausgerüstet werden.

Mercedes Messe-Stand in Detroit, Foto: Autogefühl

Mercedes Messe-Stand in Detroit, Foto: Autogefühl

Spätestens jetzt wäre es schön, etwas über das Fahrgefühl schreiben zu können. Doch das muss warten. Mitfahren, geschweige denn selber fahren, war uns nicht gestattet. Die offiziellen Fahrveranstaltungen laufen erst im März. Bis dahin heißt es also: Abwarten.

Daimler-Chef Zetsche mit der neuen Mercedes C-Klasse, Foto: Autogefühl

Daimler-Chef Zetsche mit der neuen Mercedes C-Klasse, Foto: Autogefühl

Text: Sarah Sauer
Fotos: Sarah Sauer, Mikhail Bievetskiy


2 Responses to Mercedes C-Klasse beim Roadtrip zur NAIAS #mbrt2014

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