Volkswagen setzt auf umweltfreundliche Produkte

Der neue Golf GTE, Foto: VW

Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Prof. Dr. Martin Winterkorn, hat gestern vor der Eröffnung des Genfer Automobilsalons die künftige Ausrichtung des Volkswagen-Konzerns präsentiert: VW will sich eine grüne Flotte schaffen, meint sogar, jetzt schon eine zu haben. Abgesehen vom üblichen grünen Image, das jeder Autohersteller haben möchte, ist das Bekenntnis zu Umwelttechnologien bemerkenswert, weil es in jüngster Zeit doch immer häufiger “höher, schneller, weiter” hieß. Von Thomas Majchrzak

Martin Winterkorn wirkte im gleißenden Scheinwerferlicht bei der Präsentation leicht gestresst, waren die Teleprompter doch offensichtlich etwas zu hoch platziert, was den suchenden Blick erklärte. Doch er ließ sich nicht davon abbringen, einmal nicht nur wie so viele Hersteller letzter Zeit auf die PS-Tour zu kommen, sondern den Fokus der Volkswagen AG auf die “grünen Produkte” zu lenken.

v.l.n.r. Dr. Heinz-Jakob Neußer, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen, Geschäftsbereich ‘Entwicklung‘, und Leiter Aggregateentwicklung des Volkswagen Konzerns, Klaus Bischoff, Leiter Volkswagen Design, Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG, und Walter de Silva, Leiter Konzern Design, Foto: VW

v.l.n.r. Dr. Heinz-Jakob Neußer, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen, Geschäftsbereich ‘Entwicklung‘, und Leiter Aggregateentwicklung des Volkswagen Konzerns, Klaus Bischoff, Leiter Volkswagen Design, Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG, und Walter de Silva, Leiter Konzern Design, Foto: VW

Am kommenden Wochenende wird in Berlin der neue e-Golf im Rahmen einer ganzen Elektromobilitäts-Woche präsentiert; gestern in Genf hatte der neue Golf GTE den ersten Auftritt, der sportlich ausgerichtete Elektro-Hybrid-Golf. Bereits 54 Modellvarianten aus dem Konzern kommen auf unter 100 Gramm CO2 Ausstoß pro km. Daher sagt Martin Winterkorn: „Wir haben die größte CO2-Sparflotte der Welt”.

Die neuen Volkswagen Polo Modelle, Foto: VW

Die neuen Volkswagen Polo Modelle, Foto: VW

Im Jahr 2013 waren die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 15 Prozent auf gut 10 Milliarden Euro gestiegen, ein Großteil davon sei auf Umwelttechnologien gefallen, so Winterkorn. Bis 2018 gilt nun das Ziel, ein Viertel weniger Energie- und Wasserverbrauch bei der Produktion zu haben.

Weitere Synergien soll zum Beispiel der erfolgreiche modulare Querbaukasten bringen. Neben Spritsparmodellen wie den Golf TDI BlueMotion oder den Audi A3 TDI ultra oder den eco up! sollen bald noch mehr Plug-in-Hybride hinzukommen, etwa beim Audi A8, Audi A6 und Audi Q7 sowie beim VW Passat. “Diese Technologie hat Zukunft”, so Winterkorn.

Text: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Fotos: Volkswagen


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