Mercedes B-Klasse Electric Drive Produktion

Mercedes B-Klasse Electric Drive, Foto: Mercedes

Es ist noch nicht so lange her, da standen bei Daimler alle Zeichen auf Brennstoffzelle, und man hörte “Elektroautos werden sich nicht durchsetzen”. Mit der gestärkten Kooperation mit Tesla Motors und der nun angelaufenen Produktion der Mercedes B-Klasse Electric Drive ist das jetzt spätestens Geschichte. Von Thomas Majchrzak

Schon 2009 kaufte Daimler gut zehn Prozent Anteile an Tesla Motors für einen zweistelligen Millionenbetrag. Zwar verwässerte der Anteil nach einigen Kapitalerhöhungen auf knapp vier Prozent, doch zum Jahreswechsel sicherte Daimler mit einer Investition seinen Anteil gegen Kursverluste ab und signalisierte damit eine Bereitschaft zur weiterhin langfristigen Zusammenarbeit.

Daimler hat erkannt, dass Tesla bei der Entwicklung von Elektroautos führend ist und dass man dagegen nicht so schnell ankommt – und sich besser verbündet. So bezog Daimler schon die Batterien für den Elektro-smart bei Tesla. Nun kommt der Antriebsstrang für die Elektro-B-Klasse dort her.

Mercedes B-Klasse Electric Drive, Foto: Mercedes

Mercedes B-Klasse Electric Drive, Foto: Mercedes

Der Elektromotor in der Mercedes B-Klasse Electric Drive leistet 340 Nm Drehmoment, was ungefähr einem drei Liter Benziner entsprechen würde. Dementsprechend fix geht es in 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160 km/h begrenzt. Die Reichweite soll gut 200 km betragen, womit man mit BMW und Volkswagen konkurrenzfähig ist. Auch hier kann man das Auto an einer handelsüblichen Steckdose aufladen, wobei dies sehr lange dauert. Mit einer installierten Wallbox soll es dagegen nur 1,5 Stunden dauern, bis man Energie für 100 km Reichweite aufgeladen hat.

Mitte 2014 kommt die Mercedes B-Klasse Electric Drive zunächst in den USA auf den Markt – was zeigt, wie wichtig der Elektroautomarkt mittlerweile in den USA ist – auch im Vergleich zu anderen Ländern. Ende 2014 folgt dann die Markteinführung in Deutschland und damit auch der Start in Europa.

Mercedes B-Klasse Electric Drive, Foto: Mercedes

Mercedes B-Klasse Electric Drive, Foto: Mercedes

Die B-Klasse mit Elektro läuft in Rastatt übrigens vom selben Band in selber Taktzeit wie alle anderen B-Klasse-Modelle – dazu sind speziell geschulte Mitarbeiter im Einsatz. 6.600 Menschen arbeiten insgesamt im Mercedes-Kompaktwagenwerk Rastatt. 2013 konnte Mercedes weltweit übrigens schon 371.399 Kompaktwagen absetzen (A-Klasse, B-Klasse, CLA, GLA) – das war eine Steigerung von 64 Prozent.

Da geht die Reise für Mercedes also volumenmäßig hin: Kompaktmodelle, und jetzt auch mit Elektroantrieb.

Text: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Fotos: Mercedes


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