Citroen C4 Aircross Fahrbericht – kleiner SUV-Franzose aus Asien

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Der Citroen C4 Aircross bewegt sich unter seinen weitgehend baugleichen Schwestern Peugeot 4008 und Mitsubishi ASX genau in der Mitte. Preislich liegt er also unter dem Peugeot, aber über dem ASX. Ein französisches Kompakt-SUV mit japanischen Wurzeln. Schauen wir uns an, was dahinter steckt und wie zeitgemäß er noch ist. Von Thomas Majchrzak

Den Mitsubishi ASX gibt es seit 2010, der Citroen C4 Aircross wird seit 2012 gebaut. Also ist das Modell noch vergleichsweise jung. Citroen hatte da bisher wenig Erfahrungen mit SUVs, so hat man das Modell sozusagen bei Mitsubishi bestellt. Dennoch versucht man, einige eigene Akzente zu setzen.

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Exterieur

Die auffälligen Felgen stellen den ersten Design-Höhepunkt dar und werten das gesamte Auto auf. Vorne auf der Motorhaube fallen die zwei längs verlaufenden hochgestellten Finnen auf, die eine bullige Optik schaffen. Seitlich fließt ein Teil der hinteren Seitenscheiben schwarz in die Heckscheibe über. Darunter ist edel und gelungen ein Aircross-Logo montiert. Am Heck dominieren die beiden außergewöhnlichen Rückleuchten, die wie zwei spitze Segel geformt sind. Und in der Draufsicht sorgt das große Panoramaglasdach für eine imposante Optik. Von innen ist dieses übrigens sanft beleuchtet, was zum Erlebnis bei einer Nachtfahrt wird.

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Interieur

Während sich Citroen im Außendesign etwas unterscheiden konnte, herrscht im Innern nahezu völlige Gleichheit zum Peugeot 4008. Der Mitsubishi ASX fällt durch das andere Lenkrad auf. Im Citroen hat es eine Hochglanz-Intarsie und trägt den Namen „Black cosmos“ – es soll aussehen wie eine glänzende schwarze Felge.

Leider ist der Innenraum nicht so, wie man es von Citroen gewohnt ist, insbesondere von der emotionalen DS-Linie. Das Interieur ist klar aus asiatischer Produktion und wird den Franzosen nicht gerecht. Die Sitze machen einen guten Eindruck, auch die weiße Umrandung der Fußmatte wirkt hochwertig. Ansonsten blicken wir auf viel schwarzes Plastik, einen staksigen Schalthebel, dessen Gänge ebenso ungeschmeidig einrasten und wackelige Knöpfe, etwa zum Verstellen der Temperatur. Immerhin ist die Klimaanlage sehr kräftig. Die Bedienung des Multimediasystems bedarf einiger Lernprozesse, denn es gibt viele Knöpfe, von denen einige unnötig sind. Positiv fällt die angenehme Sitzposition auf, die auch schon in diesem kleinen SUV angenehmes Reisen verspricht.

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Die Ausstattungsniveaus beginnen bei Attraction, wo z.B. eine Klimaanlage und beheizbare Außenspiegel enthalten sind. Weiter geht es mit Tendance, dabei kommen etwa Tempomat und elektrisch anklappbare Außenspiegel hinzu. Im Top-Niveau Exclusive sind Keyless entry, Einparkhilfe vorne und hinten sowie 18-Zoll-Felgen enthalten.

Fahrverhalten

Grundsätzlich stehen an Motoren ein Benziner und zwei Diesel zur Auswahl.
Benziner: 1.6i mit 117 PS
Diesel: HDi 115 mit 115 PS und HDi 150 mit eben 150 PS.

Wir fahren den „kleinen“ Diesel HDi 115 in der Top-Ausstattung Exclusive. Der Motor stellt eine gute Wahl dar, weil er für den Alltag in der Regel genügend Kraft bietet, aber vergleichsweise zu den anderen Motoren niedrig im Verbrauch liegt (offizielle Angabe: 4,6 Liter / 100 km). Nur vergleichsweise niedrig, denn im Testverbrauch landeten wir bei gut 6,8 Liter, bei schnellen Autobahnfahrten kann der Wert auch schon mal über 7 klettern.

Aus dem ersten Gang möchte man beim Beschleunigen schnell raus, der ist etwas träge. Danach geht es aber mit einem guten Drehmoment weiter. Auch auf der Autobahn kommt man zügig voran. Der größere Diesel ist für dieses kleine SUV nicht unbedingt nötig.

Der Allradantrieb hat drei Modi: In 4WD werden die Vorderräder bevorzugt und bei Schlupf wird die Verteilung maximal auf 50:50 Vorderachse/Hinterachse verschoben. In „Lock“ ist die Verteilung von 50:50 fix, also gut fürs Gelände. 2WD nimmt man schließlich zum Spritsparen fürs normale Fahren auf der trockenen Straße.

Citroen betont übrigens die Sicherheitseigenschaften des Autos: Die Karosserie verfolgt das Konzept einer geplanten Verformung, d.h. bei einem Crash verformt sich der Stahl so, dass er die Insassen gut schützt und Energie absorbiert. Insgesamt sieben Airbags stehen zudem zur Verfügung: für Fahrer und Beifahrer, zwei Seitenairbags, jeweils zwei Kopfairbags vorne und hinten sowie ein Knieairbag für den Fahrer.

Das Fahrgefühl ist SUV-typisch entspannt, auch größere Personen können sich auf lange Reisen freuen, oder einfach die Bequemlichkeit im Alltag genießen. Dabei wirkt das Fahrwerk keineswegs in Kurven instabil, auch wenn der Citroen C4 Aircross natürlich kein Kurvenräuber ist.

Abmessungen

Länge: 4,34 m
Breite: 1,80 m
Höhe: 1,63 m
Wendekreis: 10,6 (unter 11 m heißt: gut)

Kofferraumvolumen: 442 l

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Preise

Der Benziner in Basisausstattung beginnt bei 23.990 Euro. Der Preis für den von uns getesteten HDI 115 mit Exclusive-Ausstattung liegt bei 32.090 Euro. Mit Navi, Leder und Panoramadach sind die 37.000 Euro schnell erreicht. Und das ist für ein Auto mit dieser asiatischen Note einfach zu teuer.

Fazit: Als kleines SUV macht der Citroen C4 Aircross im Grunde durchaus eine gute Figur, im Detail kann die Qualität aber nicht mithalten. Hausintern bekommt der Citroen C4 Aircross nun Konkurrenz vom neuen Citroen C4 Cactus. Eine Eigenentwicklung von Citroen, die wieder mehr des eigenen kreativen Charmes enthält. Da dort der Preis bei 13.990 Euro beginnt, ist man ab sofort (nicht nur deswegen) besser beraten, dort zuzuschlagen.

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Autogefühl: **

Text: Autogefühl, Thomas Majchrzak


2 Responses to Citroen C4 Aircross Fahrbericht – kleiner SUV-Franzose aus Asien

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  2. […] hat er es echt drauf. Und die Preise sind in der Regel unschlagbar. Von den Schwestermodellen Citroen (C4 Aircross) und Peugeot (4008) muss man eigentlich keines anrühren, da bleibt man lieber bei der günstigen […]

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