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Mitsubishi Pajero Testbericht Edition 30

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Für viele Autotypen kommt schon nach wenigen Jahren und manchmal auch zu Recht das Ende. Der Mitsubishi Pajero – in einigen Ländern heißt er Montero – hingegen erlebt seinen 30. Geburtstag. Auch wenn er rein mengenmäßig bei Mitsubishi in Deutschland keine große Rolle mehr spielt, ist er doch umso wichtiger für das Image und für die besonders treuen Pajero-Fans. Der Mitsubishi Pajero ist ein Kultobjekt und bietet die einmalige Möglichkeit, noch einen echten großen Geländewagen zu fahren, der wahlweise nur ganz kurz ist. Von Holger Majchrzak

Mit manch einem modernen SUV mag man kaum – und sollte es auch nicht – durch eine Pfütze fahren, der Mitsubishi Pajero schreit geradezu nach der sumpfigen Wiese, lechzt nach dem tonnenschweren Hängern, bettelt um Schotter und Schlamm. Er ist eben ein echter Traditionalist. Modern geht anders, von außen wie von innen, aber genau das macht für uns den Reiz dieses rollenden Dinos aus. Wobei das auf das Design gemünzt ist, technisch geht das Auto mit der Zeit.

Mitsubishi Pajero Wasserdurchfahrt, Foto: Autogefühl

Wir hatten das Auto bereits einmal offroad getestet und gezeigt, wie leicht und locker das 2,2 Tonnen Gefährt alle Anforderungen meistert. Steigfähigkeit 70 %, Wattiefe 70 Zentimeter, um nur mal zwei Kennzahlen zu nennen.

Diesmal befassen wir uns mit Mitsubishi Pajero Edition 30, einem Sondermodell zum Geburtstag. Wir fahren den Wagen in der Farbe Grönlandweiß-Perleffekt; die gibt es exklusiv für das Sondermodell, ebenso wie jede Menge Chrom an Spiegeln, Griffen, Zierleisten und am Heck. Zum Jubiläum wurde das Auto also richtig schick gekleidet, ein Geländewagen im Sonntags-Ausgeh-Look. Bullig, aber fein.

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Mitsubishi bezeichnet den Pajero als Fullsize-Offroader. Gemeint ist, dass die fünftürige Langversion Platz für alle Lebenslagen bietet – für die Passagiere und auch das Gepäck im riesigen Lade- statt Kofferraum, muss man hier schon sagen. Als Fünftürer ist der Mitsubishi Pajero 4,90 m lang, als Dreitürer nur 4,38 m. Ein gewaltiger Unterschied. So unterscheiden sich auch die Basispreise von 31.990 Euro und 35.990 Euro.

Unser getesteter Fünftürer ist überaus komfortabel, steckt alle Fahrbahnunebenheiten weg, ist also auch ein bequemes Reiseauto für die Langstrecke. Der Verbrauch wird mit rund acht Litern auf 100 km angegeben, wir haben 10 l / 100 km gemessen. Gemein ist allen Ausstattungen stets der 3,2 l Diesel mit 200 PS. Auch mal angenehm, wenn man nicht zwischen acht verschiedenen Motoren entscheiden muss. Der Motor zieht bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast und beschleunigt den Wagen bis auf 180 km/h.

Der Pajero kann mit reinem Heckantrieb bewegt werden, empfohlen ist jedoch der Allradantrieb. Ein Drittel des Antriebsmoments liegt dabei auf den Vorderrädern, zwei Drittel hinten. Zwei weitere Fahr-Modi sind für das Gelände oder besonders anspruchsvolle Untergründe gedacht. Das Auto lässt sich trotz seiner Größe gut auch im Stadtverkehr bewegen, aber der Fahrer muss natürlich etwas am Steuer arbeiten. Das ist schließlich kein Smart.

Interieur

Bauartbedingt ist das Sicherheitsempfinden mit so viel Stahlblech um sich herum natürlich außerordentlich hoch, aber auch der Fahreindruck bestätigt das Gefühl der Geborgenheit im Mitsubishi Pajero. Als sehr angenehm haben wir das optionale, riesige Panoramadach erlebt, das den ohnehin geräumigen Innenraum schön mit Licht flutet.

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Mit zeitgemäßer Ausstattung, dazu zählen wir z.B. Rückfahrkamera, Teil-ledersitze mit Sitzheizung, Tempomat, USB-Schnittstelle und Xenon-Scheinwerfer, gibt es den Pajero ab 40.540 Euro (3-Türer) und ab 45.040 Euro (5-Türer). Dieses Niveau heißt Intense. Luxuriöser wird es mit der Variante Instyle, die den Pajero in einen rollenden Konzertsaal verwandelt und auch Vollleder und ein umfassendes Kommunikationssystem bietet – oder man nimmt gleich die Edition 30. Das Lenkrad gibt’s in der höchsten Ausstattung sogar mit Holzintarsie.

Update: Mitsubishi wandelt in Deutschland gerade die Ausstattungslinien um. Künftig wird aufsteigend in Basis, Plus und Top unterteilt.

Bei den Neuzulassungen liegt der Mitsubishi Pajero bei gut 80 Stück pro Monat in Deutschland in diesem Jahr. Da machen Outlander und ASX deutlich höhere Zahlen. Aber das Verlangen zumindest nach dem Pajero ist ungebrochen, das zeigen auch die Aufrufzahlen der Artikel und Videos bei uns, gerade wenn es um den Mitsubishi Pajero offroad geht.

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Zwölfmal hat ein Mitsubishi Pajero die Rallye Dakar gewonnen, sicher mit ein Grunde, dass es die Straßenversion mittlerweile in der vierten Generation gibt, der Name verspricht Robustheit und Durchhaltevermögen. Dazu noch ein Beleg:
Die Dreitürerversion des Pajero zählt übrigens nach vierjähriger Nutzungszeit zu Modellen mit dem niedrigsten Wertverlust in dieser Klasse, so eine Marktanalyse.
Immer wieder wurden in den letzten Monaten allerdings Design-Studien von Mitsubishi SUVs lanciert, die als potentielle Pajero Nachfolger gehandelt werden. Wäre schade wenn ein weiterer echter Geländewagen vom Markt verschwände. Es sei denn, er bekommt einen echten knackigen Nachfolger.

Text: Autogefühl, Holger Majchrzak
Videoschnitt: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Kamera: Autogefühl, Katharina Kruppa

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3 Responses to Mitsubishi Pajero Testbericht Edition 30

  1. […] Artikel zum Pajero finden sich bei Autogefühl, Trendlupe, Motoreport und dem […]

  2. […] Front des Full-Size-Offroaders, der dann aber nach einer Länge von 4,38 m abgeschnitten ist. Als 5-Türer wirkt der Pajero deutlich mächtiger, jedoch hat er als 3-Türer wiederum seinen ganz eigenen Charme. Insgesamt […]

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