Aston Martin DB10 – das neue Dienstauto für James Bond

In den berühmten Pinewood Studios bei London haben Aston Martin und EON Productions Details zum neuen James Bond bekanntgegeben. Vorgestellt wurde dabei auch der neueste Dienstwagen von 007, der Aston Martin DB10. Das eigens für den neuen Bond „Spectre“ (Starttermin November 2015) entworfene Modell wird in einer Kleinserie von zehn Exemplaren aufgelegt und soll auch Hinweise auf das Design künftiger Astons geben. Derweil entwendeten unbekannte Diebe auf dem Neusser Gelände von Jaguar Land Rover neun SUVs, darunter fünf für den neuen Bond vorgesehene Range Rover Sport. Von Thomas Imhof

Aston Martin und James Bond – das ist seit Sean Connery und des berühmten DB5 aus „Goldfinger“ mit Schleudersitz, eingebautem Maschinengewehr, Nebelwerfer und weiteren Extras eine liebgewordene, mittlerweile 50 Jahre alte Tradition. In insgesamt zehn James Bond-Filmen fuhr 007 bislang Aston Martin – zuletzt in „Skyfall“ (2012), als Daniel Craig den klassischen DB5 aus „Goldfinger“ erneut aus der Garage holte.

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Zur Feier des 50-jährigen Jubiläums entsteht für den am 6. November 2015 anlaufenden Bond-Streifen „Spectre“ unter Leitung von Aston-Designchef Marek Reichman ein speziell für den Kino-Auftritt entwickeltes Modell mit Codenummer DB10. In enger Abstimmung mit Regisseur Sam Mendes soll so der ultimative Dienstwagen für den berühmtesten Agenten der Welt entstehen. Und so ganz nebenbei will die britische Traditionsmarke einen ersten Ausblick auf die neue Designrichtung des Hauses geben. Für Normalkunden wird das Auto unverkäuflich sein – „for your eyes only“, heißt das Motto. Was mit den bei Stuntaufnahmen nicht zerstörten Exemplaren nach Abschluss der Dreharbeiten passieren wird, lässt Aston Martin noch völlig offen.

Andy Palmer, erst vor wenigen Monaten von Nissan zu Aston Martin gewechselter CEO, sagt: „Es ist unserer 50-jährigen Beziehung zu 007 nur angemessen, heute diesen wunderschönen und auf James Bond zugeschnittenen Sportwagen zu präsentieren. Wir freuen uns, erneut mit EON Productions zusammenzuarbeiten – und das ist auch eine gute Nachricht für alle, die 007 am liebsten hinter dem Lenkrad eines Aston Martin sehen.“ Gedreht werde in London, Rom, Mexiko-City, Marokko und in den österreichischen Alpen.

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Zehn Autos werden in Handarbeit aufgebaut

Die Produktion des Aston Martin DB10 sei laut Palmer „streng auf zehn Exemplare limitiert“. Eine aus der Erfahrung ausreichende Zahl, um in Anbetracht der unfallträchtigen Stuntszenen immer genügend Reserve in der Hinterhand zu haben. Es handelt sich um voll fahrfertige Autos, aufgebaut in Handarbeit von den Designern, Ingenieuren und hochqualifizierten Handwerkern am Aston Martin-Firmensitz Gaydon.

Schauspieler Christoph Walz: „Das Auto ist unglaublich“

An der Seite von Daniel Craig (46) als Geheimagent im Dienste Ihrer Majestät wird der Österreicher Christoph Walz (58) in „Spectre“ den Schurken „Oberhauser“ spielen. Auf die Frage, was ihn besonders am neuen Bond fasziniere, antwortete der zweifache Oscar-Preisträger: „Das Auto ist unglaublich!“ Als Bondgirls zu sehen sein werden die französische Actresse Léa Seydoux (29) und Monica Bellucci (50). Im Bond-Universum steht der Begriff „Spectre“ übrigens für die Abkürzung einer globalen Verbrecher-Organisation. Für Craig ist es das bereits vierte Bond-Abenteuer, für einen fünften Auftritt hat der Brite bereits den Vertrag in der Tasche. Insgesamt handelt es sich um das 24. Abenteuer der erfolgreichsten Agentenreihe der Filmgeschichte, in der natürlich auch so legendäre Nebenfiguren wie Miss Moneypenny (erneut gespielt von Naomi Harris), „M“ oder “Q“ auftreten.

Der neue Range Rover Sport mit permanentem Allradantrieb. Foto: Land Rover

Langfinger statt Goldfinger: Fünf Bond-Range Rover in Neuss geraubt

So happy man bei Aston Martin über diese ultimative Form des Product Placement ist, so zerknirscht gibt man sich bei Jaguar Land Rover Deutschland. Denn wie als erstes die „Wirtschaftswoche“ erfuhr, wurden bereits im Oktober vom Neusser Gelände des Herstellers fünf für den neuen Bond vorbereitete Range Rover Sport gestohlen. Die Filmautos sollten bei Drehs in Österreich zum Einsatz kommen und weilten dort zu Umrüstarbeiten. Sie parkten in einem bis zu 600 Fahrzeuge fassenden Parkhaus und wurden zusammen mit vier weiteren Land Rover-Modellen entwendet. Der Gesamtschaden des Raubzugs wird auf 800.000 Euro geschätzt. Die Polizei geht von der Tat einer organisierten Bande aus; es sei auffällig, dass die Räuber offenbar genaue Kenntnisse des Geländes gehabt hätten, so die Ermittler. Das Auffinden der Fahrzeuge gestaltet sich schwierig, sind doch die Autos noch nicht mit elektronischen GPS-Trackinggeräten bestückt.

Eine Ironie des Schicksals hat das Ganze ebenfalls, belegt der Raub doch die Beliebtheit der britischen Marke bei Autodieben: Im Ranking der bei Langfingern in Deutschland beliebtesten Automarken steht für das Jahr 2013 Land Rover auf Platz eins, vor Audi, BMW, Honda und Porsche.

Text: Thomas Imhof, Autogefühl
Fotos: Aston Martin


2 Responses to Aston Martin DB10 – das neue Dienstauto für James Bond

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