Audi A1 und Audi A1 Sportback Facelift im Test

AudiA1Sportback_froschgruen

Schon mit der Markteinführung des Audi A1 kam der Spott auf, das Modell sei die teuerste Lösung, ein kleines Auto zu fahren. Andererseits kann kein anderer „Kleiner“ dem A1 das Wasser reichen, vielleicht (preislich) noch der BMW Mini. Auch nach der behutsamen Modernisierung für die 2015er Modelle zeigen der Audi A1 und die fünftürige Variante, der Audi A1 Sportback, was Premium im Kompaktbereich heißt. Natürlich auch bei den Preisen. Von Holger Majchrzak

Was die Abmessungen des Autos angeht, hat der Audi A1 viele Konkurrenten. Den VW Polo, den Ford Fiesta, den Opel Corsa, den Skoda Fabia, den Citroen DS3, den Mini und noch einige mehr. Zum Teil sehr schöne Autos, aber letztlich keine ernsthaften Wettbewerber für den Audi A1. Die Preise für den neuen Audi A1 starten bei 19.200 Euro – mit einer besseren Ausstattungsvariante sind 23, 24.000 Euro schnell zu erreichen. Zum Vergleich: Ein VW Polo liegt bei 12.450 Euro, ein Opel Corsa bei 11.980 Euro bei den Einstiegsmodellen.

Ein satter Preisunterschied. Dennoch greifen viele – 500.000 Käufer seit 2010 – zum A1, was für Audi auch deswegen wichtig ist, weil der Wagen sozusagen die „Einstiegsdroge“ ist. Vier von fünf A1-Käufern fahren zum ersten Mal einen Wagen dieser Marke und bleiben vielleicht dabei. Audi macht eine Menge, um die Kaufentscheidung und den Preis zu rechtfertigen. Erst recht beim Facelift für die 2015 Modelle.

Audi A1

Audi A1 Sportback

Audi A1 Sportback

Optik: Kleinkram mit großer Wirkung

Noch ist bei Audi ja nicht die Design-Revolution ausgebrochen und so ist auch der neue A1 nur eine geringfügige Modifikation des Vorgängers. Neue schärfer und flacher geschnittene Scheinwerfer und ein breiter, flacherer Grill lassen den Wagen insgesamt tiefer liegend wirken und geben ihm eine sportlichere Note. So weit, so seriös. Ein Produkt, das jüngere Leute ansprechen soll, muss natürlich aber auch die Chance zu einer flippigen Individualisierung geben. Audi macht das beim A1 möglich durch schrille Farben – etwa ein Laubfroschgrün – oder Lackkombinationen, die bei größeren Modellen wohl abschreckend sein würden, hier aber passend sind. Für das knapp vier Meter lange Auto kann man auch farbkontrastierende Dachbögen – beim A1 – oder Dachkuppeln – beim A1 Sportback – bestellen. Schöner Hingucker.

Innenraum: Luxus und Eleganz

Gleich beim Einstieg vermittelt der neue Audi A1 Wertigkeit und will sich von allem absetzen was sonst noch bei den kleinen Kompakten auf dem Markt ist. Bis in kleinste Detail attraktive Oberflächen, klare Strukturen, intuitive Be-dienbarkeit – ein Traum, es sei denn, man steht auf Verspieltheit oder Kitsch. Das Wichtigste: Es gibt keinen Unterschied zu klassenhöheren Fahrzeugen. Auch im A1 haben die Audi-Soundtüftler zugeschlagen, die das leise Klicken von Drehreglern optimieren. Sowas macht den Unterschied für Käufer, die eben nicht nur von A nach B wollen sondern das mit Stil. Auch im Innenraum kann der Individualisierungsanhänger sich farblich austoben. Natürlich wird es auch wie bisher wider eine S-Line Ausstattung geben. Man sitzt gut, sieht gut, nichts zu meckern. Dass auf der Rückbank der Platz ausreichend, aber keinesfalls üppig ist, darf man von einem Kleinwagen erwarten.

Hoher trimlever
Audi A1

Niedriger trimlevel
Audi A1 Sportback

Audi A1 Sportback

Motoren: Premiere für einen Drei-Zylinder

Unter der Haube wird es beim Audi A1 Facelift – ein schöner Widerspruch ist das! – dann endlich neu. Sechs Benzin- und Diesel-Aggregate sind entweder neu oder gründlich fortentwickelt. Einstiegsmotor ist der erste Dreizylinder-Benziner in der Geschichte von Audi mit 85 PS. Die Testfahrt zeigte eine sehr anständige Motorisierung für das kleine Auto, das sich auch mit dem kleinen Motor sehr agil bewegen lässt. Daneben gibt es noch einen Dreizylinder Diesel (90 PS). Flotter geht es mit dem 1,8 Liter großen Turbobenziner (192 PS) oder mit dem Sportmodell S1 (231 PS) vorwärts. Top Speed 250 km/h und knapp sechs Sekunden aus dem Stand auf 100 sind knackig. Selten ist auch, dass man in einem so kleinem Auto ein Doppelkupplungsgetriebe bestellen kann, bei Audi heißt das s-tronic. Neu ist im A1 auch das Audi drive select System, mit dem der Fahrer sein Auto betont dynamisch oder sparsam ausrichten kann. Verbrauch sparen soll die neue Zylinder-Abschaltung. Lediglich LED-Scheinwerfer kann man – im Gegensatz zum VW Polo – nicht bestellen.

Das Auto-Gefühl-Fazit: Schönes Lifestyle-Auto mit hohem Preis

Das Facelift für den neuen Audi A1 war genauso zu erwarten, ein bisschen Retusche an der Optik, Individualisierungsoptionen als Zugeständnis an den Zeitgeist, neue sparsamere Motoren. Insgesamt dürfte das den Erfolg des Modells fortsetzen, bis dann in drei, vier Jahren ein komplett neuer A1 vorgestellt wird. Es ist ein tolles Auto für Leute, die Spaß an Design haben, an schönen Details, die das Auge erfreuen, die nicht auf den Euro schauen müssen und dem auch Ausdruck verleihen möchten.

Autogefühl: ****

Text: Autogefühl, Holger Majchrzak
Fotos: Audi

Audi A1

Audi A1


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5 Responses to Audi A1 und Audi A1 Sportback Facelift im Test

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  4. […] oder die Polster sowie ein paar neue Felgen. Den Trend zur Individualisierung bedient Audi mit dem Angebot, den Dachbogen oder beim Sportback das ganze Dach in einer Kontrastfarben zu lackieren. Mit […]

  5. […] Weiterführende Links: Andere Motoren und Ausführungen des A1: 1.4 TFSI s line mit 185 PS (136 kW) bei rad-ab.com, auto-geil.de, passiondriving und bycan.de, der 1.4 TFSI mit 122 PS (90 kW) bei die-testfahrer.de und kickaffe.wordpress.com; Spekulationen über den S1 auf evocars-magazin.de. Update Januar 2014: Ein Artikel zum Facelift des A1 findet sich bei Autogefühl. […]

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