Ferrari meets Pavarotti – Da ist Musik drin

Im zweiten Jahr nach seiner Eröffnung wartet das Ferrari Museum in Modena mit zwei besonderen Attraktionen auf: Ein neuer Museumbereich für einige der erfolgreichsten Ferrari Motoren und eine Sondershow unter dem Titel “Ferrari meets Pavarotti” – als Hommage an zwei der größten Söhne der norditalienischen Stadt. Von Thomas Imhof

Das Ferrari Museum befindet sich in jenem Haus, in dem Firmengründer Enzo Ferrari 1898 geboren wurde. Der Bereich, in dem Enzos Vater Alfredo zu Beginn des 20. Jahrhunderts sein Büro hatte, beherbergt nun einen abgetrennten Komplex nur für Ferrari Motoren. Es ist in sechs verschiedene Bereiche aufgeteilt: Experimentalmotoren, kleine Motoren mit zwei bis sechs Zylindern, klassische V12, 8-Zylinder, Turbomotoren und zum guten Schluss Formel-1-Aggregate. In jedem Bereich erklären 3D-Videos die Arbeitsweise und die Konstruktion der ausgestellten Exponate.

Jahrzehntelang galt unter Commendatore Enzo Ferrari das Credo, dass vor allem der Motor das Herz eines Rennwagens ausmache. Technologische Innovationen wie Scheibenbremsen, moderne Einzelradaufhängungen oder das erstmals von Cooper Ende der 1950er-Jahre eingeführte Mittelmotorkonzept ließen bei den Roten länger auf sich warten als bei der zumeist englischen Konkurrenz.

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Neben den Motoren sind auch einige der Rennwagen zu sehen, in die sie mit großem Erfolg installiert wurden. Angefangen von jenem 2,0 Liter Vierzylinder, mit dem Alberto Ascari 1952 und 1953 die nach den Regeln der Formel 2 ausgetragene Fahrerweltmeisterschaft gewann, über den berühmten Sport 750 Monza und den Formel-1-Turbo von Gilles Villeneuve bis zum ersten jemals mit einem KERS System ausgestatteten Ferrari Motor für den Formel 1 “F60”.

Vettel kaufte einen ehemaligen Ferrari von Pavarotti, einen F40

Zweite Attraktion dieses Jahres ist eine Hommage an den berühmten und 1935 geborenen Tenor Luciano Pavarotti. Zu diesem Zeitpunkt war Enzo Ferrari schon 37 Jahre alt, doch trotz des Altersunterschieds kannten sich die beiden Größen der Stadt Modena gut und bezeugten sich gegenseitig ihre Hochachtung. Ferrari, der als Jugendlicher selbst von einer Karriere als Opernstar geträumt haben soll, lud den aufstrebenden Sänger nach Maranello ein. Der besaß zu jener Zeit noch einen gebrauchten Maserati Ghibli – der nun auch im Museo Enzo Ferrari ausgestellt ist -, wollte ihn aber gegen einen neuen Ferrari tauschen. Er wählte einen F40, der mittlerweile von Ferrari-Neuzugang Sebastian Vettel erworben wurde (!) und ebenfalls im Museum zu bewundern ist.

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Dank einer mit 19 Projektoren arbeitenden Videoinstallation werden Besucher wie in einer Zeitmaschine stimmungsvoll in die Welt von Ferrari und Pavarotti zurückversetzt. Untermalt von einem Soundtrack mit einigen der schönsten Stücke des 2007 verstorbenen Tenors behandelt der Film den Werdegang der beiden Berühmtheiten, ihre Erfolge, ihre Bewunderer und die internationale Anerkennung, die ihnen zuteil wurde. Ausgestellt sind auch Objekte, die zu Markenzeichen der beiden wurden: Wie Ferraris dunkle Sonnenbrillen oder den Schal und den Borsalino Hut Pavarottis.

Abgerundet wird die Show durch einige der ikonischsten Autos aus der langen Ferrari Geschichte – vom 166 Tourer aus dem Jahr 1948 bis zum aktuellen LaFerrari. Dank einer Zusammenarbeit mit der Fondazione Arena Verona und der Arena Museo Opera haben Besucher auch die Möglichkeit, durch einige der von Pavarotti während seiner Karriere benutzten Bühnenaufbauten zu wandeln.

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Die Ausstellung ist bis Februar 2016 geöffnet – sie ist sowohl für sich allein oder per Kombiticket zusammen mit einem Besuch im zweiten Ferrari Museum in Maranello zu besichtigen.

Ab dem 4. April bietet Ferrari für 60 Euro noch ein ganz besonderes Schmankerl an: Einen zwei Tage gültigen Pass für einen Shuttle-Service zwischen den beiden Ferrari Museen, Pavarottis Geburtshaus (das selbst ein Museum ist) und anderen Sehenswürdigkeiten der Gegend. Darunter vor allem das Ensemble aus der Modeneser Piazza Grande mit ihrem romanischen Dom San Geminiano  und dem 88 m hohen Campanile, das 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Aber auch die romanische Abtei von Nonantola (Gründungsjahr 752) oder die Keramikmanufakturen von Sassuolo mitsamt ihren Fertigungsstätten und Museum stehen auf dem Fahrplan. Dazu noch ein „Food und Wein“-Trail, der Lambrusco-Weinkeller ebenso wenig ausspart wie Produzenten des Parmesan-Käses (Parmigiano Reggiano) und des berühmten Balsamico Essigs oder das Delikatessen Museum Salumeria mit seinen typisch italienischen Fleisch- und Wurstwaren.

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So wird unter dem Motto “Slow food – fast cars” ein Besuch bei Ferrari in Modena zu einem sinnlichen Rundum-Genuss für alle Liebhaber edler roter Rennwagen und Weine, Opernfreunde und Genießer der gerade in der Emilia Romagna zur Hochform auflaufenden cucina italiana.

Informationen: 

Zu den Ausstellungen: http://museomodena.ferrari.com

Zu den Fahrten ins Ferrari & Pavarotti Land:

Ufficio informazione di Maranello, presso Museo Ferrari
Vivara Viaggi, 0039-059.7132208 – info@discoverferraripavarottiland.it

Text: Autogefühl, Thomas Imhof

Fotos: Ferrari

 


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3 Responses to Ferrari meets Pavarotti – Da ist Musik drin

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