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Peugeot 208 GTI 30th Test – kleiner Rabauke

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Mit dem Sondermodell Peugeot 208 GTI 30th sorgt der französische Autobauer für Alarm auf der Landstraße. Autogefühl war mit dem verschärften Kleinwagen auf einer Probefahrt. Denn wer bei vielen nicht präsent ist, muss brüllen. So wie in den 80ern, als gefühlt jedes zweite Auto auf Europas Straßen ein Peugeot 205 war und die GTI-Version anderen sportlichen Kleinwagen das Fürchten lehrte. Von Erkan Dörtoluk

Der Peugeot 205 feierte unlängst 30. Geburtstag und Peugeot erinnert mit der Sonderedition 208 GTI 30th daran, dass der einstige Sonnenkönig unter den sportlichen Kleinwagen aus ihrem Hause entstammte – und über dieselben guten Gene verfügen soll wie sein legendärer Vorfahre.



Exterieur extrovertiert

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Der kleine Löwe hat die Extrovertiertheit mit dem Löffel gegessen! Während sich die restliche Sippschaft der Modellfamilie in Zurückhaltung übt, fällt der Peugeot 208 GTI 30th dank einer brachialen Farb-Kombination auf. Das Heck leuchtet feuerrot, während der Körper des Fahrzeugs in mattschwarzen Strukturlack getaucht ist. „Coupe franche“ ist die Bezeichnung für die (optionale) Sonderlackierung, die zwar auf den ersten Blick an ein unfertiges Folierungsprojekt aus einer Hobbywerkstatt erinnert, durch den schrägen Anschnitt jedoch deutlich mehr Sportlichkeit vermittelt als Rennstreifen.

Die glänzenden Chromelemente vom 208 GTI wurden – bis auf die runden Abgasrohre – durch mattschwarze ersetzt. Eine tiefergelegte Karosserie, breitere Spur, breite Kotflügel, mattschwarze Schweller, 18 Zoll Leichtmetallräder und rot lackierte Bremssättel ergänzen die sportliche Optik.

Interieur mit Kontrasten

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Das Spiel mit den scharfen Kontrasten geht im Innenraum konsequent weiter. Rot und Schwarz wechseln sich auf dem engen, ausgeformten Schalensitz und den Sicherheitsgurten ab. Das Lenkrad ist kompakt und das hoch liegende Kombiinstrument direkt auf den Fahrer ausgerichtet.

Eine nummerierte Plakette mit dem Schriftzug „208 GTi 30th“ weist das Fahrzeug als Sonderedition aus. Unter der Motorhaube arbeitet ein 1,6-L-Turbo Aggregat, das 208 PS leistet und den Wagen von 0 auf 100 km/h in 6,5 Sekunden beschleunigt und mit einen Top-Speed von 230 km/h anschiebt.

Raus aus der Komfortzone

Wer sich in einen 208 GTI 30th setzt, verlässt die Komfortzone. 1,6 l Motor und 208 PS klingen zwar unspektakulär, doch das täuscht: Das Auto ist eine radikal sportliche Fahrmaschine in Kleinformat! Ein ruppiger Geselle, dessen straffes Fahrwerk rustikale Straßenverhältnisse unkommentiert an den Fahrer weitergibt.

Obwohl alltagstauglich, zehrt die Fahrt durch Tempo-30 Zonen – dem natürlichen Lebensraum eines Kleinwagens – an den Nerven des Fahrers. All die Leistung, die unter der Karosserie lauert und auf den Moment des Abrufs wartet… es erfordert ein Maximum an Disziplin und viel Gefühl am Gaspedal, um nicht gegen die StVO zu verstoßen.

Erlösung finden 30th-Fahrer auf der Landstraße. Idealerweise ist diese gespickt mit zahlreichen Kehren und Wenden, Höhen und Tiefen. Unter diesen Bedingungen offenbart der Peugeot 208 GTI 30th den Spirit eines Sportwagens. Auf der Geraden schiebt der drehfreudige Motor schon bei niedriger Drehzahl den Kleinwagen ordentlich nach vorne. Der Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h liegt mit sechs Sekunden im fünften Gang auf hohem Niveau und zeugt von der Elastizität des Triebwerks.

Für maximalen Spaß in der Kurve sorgt ein Torsen-Differenzial mit begrenztem Schlupf. ESP und Traktionskontrolle sind so abgestimmt, dass sie erst relativ spät eingreifen, um dem Fahrer mehr individuelle Fahrdynamik im Grenzbereich bereitzustellen. Das Torsen-Differenzial und der schwächer dimensionierte Stabilisator vorn machen sich vor allem bei der Beschleunigung in Kurven positiv bemerkbar. Sie erleichtern die präzise Spurhaltung in engen Kurven und erhöhen in Bremsphasen die Stabilität. Die Bremsanlage des 208 GTi 30th (Vierkolben-Festsättel von Brembo) indes hat das Kraftpaket jederzeit fest im Griff.

Und der Verbrauch? 5,4 Liter auf 100 Kilometer, sagt Peugeot, 7,8 Liter sagt der Bordcomputer nach einer knackigen Testfahrt durch den Pfälzerwald. Bei einem Rabauken wie dem Peugeot 208 GTI 30th spielt die Frage nach dem Spritverbrauch zwar eine untergeordnete Rolle, dennoch hat der 30th serienmäßig ein Stop/Start-System an Bord.

Fazit: Obwohl der Peugeot 208 GTI 30th nur 8 PS mehr hat als die Serien-GTI-Version, liegen Welten zwischen beiden Fahrzeugen. Die Hommage an den 205 GTI ist ein kompakter Sportwagen und erfüllt seine Bestimmung, ambitionierten Fahrern ein deutliches Plus an Lebensqualität zu bieten, mit Bravour! Gut gebrüllt, kleiner Löwe. Chapeau!

Text: Autogefühl, Erkan Dörtoluk
Fotos: Peugeot

Mehr zum 208 GTI gibt es auch hier:
mein-auto-blog
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2 Responses to Peugeot 208 GTI 30th Test – kleiner Rabauke

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