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Neuer Skoda Superb Combi Testbericht

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Der neue Skoda Superb hat bei Autogefühl als Limousine schon tausende Zuschauer und Leser begeistert. Beliebt ist in Europa und speziell in Deutschland allerdings stets die Kombi-Version, die nun wie erwartet nachgeschoben wird. Denn etwas über ein Drittel der Superb-Fahrzeuge wurden weltweit bislang als Kombi verkauft, und in Deutschland sogar fast nur Kombis. Und hier beginnt nun in der Neuauflage die große Kunst: Wie kann man einen Skoda Superb Combi genau so attraktiv designen wie die Limousine? Wir sind den neuen Skoda-Star gefahren und sind der Frage nachgegangen. Von Thomas Majchrzak

Der Basispreis für den neuen Skoda Superb Combi liegt bei 25.590 Euro, er kostet damit 1.000 Euro mehr als die Limousine. Weil China nun auch für Skoda den größten Markt darstellt, wird der Kombi-Anteil deutlich schrumpfen, da in Fernost ausschließlich Limousinen verkauft werden. Durch die Flexibilität und den Platz, den die Limousine bereits bietet, werden wohl auch hierzulande mehr Limousinen vom Superb verkauft als zuvor, doch der Kombi-Anteil wird gerade in Deutschland sehr hoch bleiben.





Exterieur

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Die Front bleibt naturgemäß gleich, und genau diese hat in der Vergangenheit so begeistert. Die Kristallglas-Optik der dramatisch gezeichneten Scheinwerfer, der große Kühlergrill, den selbst BMW-Fans schätzen und der Powerdome oberhalb des Skoda-Logos – das wirkt mutig und stimmig.

Nun hat der Skoda Superb Combi aber keine formschöne Limousinen-Linie, sondern will und muss im Innenraum Platz beweisen. Was haben die Skoda-Designer mit der Seitenlinie gemacht? Die Designlinie unterhalb der Fenster steigt leicht nach hinten an, während die Dach-Linie ganz leicht abfällt – das macht den Superb Combi schlanker und dynamischer. Dabei fällt die Dachlinie nicht so stark ab, als dass sie zu viel Platz im Laderaum wegnehmen würde. Ein guter Kompromiss. Übrigens wurde der neue Skoda Superb Combi nur 2,3 cm länger als sein Vorgänger.

Länge: 4,85 m (+ 2,3 cm gegenüber Vorgänger)
Radstand: 2,84 m (+ 8 cm gegenüber Vorgänger)

Im Heck zeigt der Skoda Super Combi dieselben zackigen Rückleuchten, nur dass hier im Vergleich zur Limousine die steile Heckscheibe des Kombis thront.

Gesamtfazit des Exterieurs: Skoda hat es auch beim Superb Combi geschafft, ein höchst attraktives Auto auf die Beine zu stellen. Auch als Limousinen-Fan muss man da nur sagen: Chapeau!

Interieur

Beim Interieur hat Skoda nicht so viel Mut bewiesen wie beim Exterieur. Vielleicht wollte man aber den neuen Passat auch nicht vollständig abschießen, denn wenn auch noch das Interieur besser gewesen wäre als beim Passat, hätte den wohl niemand mehr gekauft, obwohl auch der neue Passat schon ein großer Wurf ist. Der Skoda Superb zeigt sich im Innenraum sehr nüchtern, Skoda-Kunden finden sofort bekannte Elemente und wir finden nicht allzu viele Spielereien.

Wir testen die Top-Ausstattung L&K, wobei diese 12.000 Euro Aufpreis bedeutet. Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten die Ausstattungen Ambition und Style, die mittleren Ausstattungslevels. Zudem kommt die L&K Variante mit den Echtledersitzen, was nur Nachteile mit sich bringt. Die optionale Sitzlüftung kommt nicht gegen die gespeicherte Wärme auf dem Leder an und man bleibt am Sitz kleben. Im Winter muss dann ständig die Sitzheizung her. Zu empfehlen ist die Sitzkombination Alcantara auf den Mittelbahnen und Kunstleder außen. Die Sitze könnten zudem etwas besser noch für größere Menschen ausgelegt sein, sie sind insgesamt etwas klein.

Gegenüber dem Vorgänger hat man im Innenraum überall deutlich mehr Platz, etwa 3,9 cm mehr Ellenbogenfreiheit für Fahrer und Beifahrer. Und im Fond gibt es massig Kniefreiheit, dank des im Vergleich zum Vorgänger nochmals verlängertem Radstand. Ferner bietet der Superb Combi noch mehr Kopfraum für die Fond-Passagiere. Das ist insbesondere wichtig, wenn man das Panoramadach verbauen möchte. In unserem Test haben wir einen Combi mit Schiebedach und hinten könnten trotzdem noch Personen mit knapp über 1,90 m Körpergröße sitzen. Im Prinzip muss man sagen: Der Combi ist das bessere Chauffeur-Fahrzeug. Denn in der Limousine müsste man für größere Personen auf das Panoramadach verzichten. Zudem: Lehnt man sich mit 1,90 m in der Limousine ganz, auch mit dem Kopf, zurück, stößt man mit dem Kopf ans Dach. Das ist beim Combi nicht der Fall.

Der große Unterschied im Kombi ist naturgemäß der Laderaum. Zwar bietet die Limousine mit der durchgehenden Heckklappe bereits viel Platz, doch hier finden wir bauartbedingt noch ein bisschen mehr Platz in der Höhe im hinteren Bereich. In der Tat bietet der Combi durch die clevere Bauweise der Limousine nicht ganz so viel Mehrwert wie früher oder bei anderen Fahrzeugen, doch Kombi-Fans wird es trotzdem überzeugen. Das Gesamtladevolumen erreicht 660 bis knapp 2.000 Liter (mit umgeklappten Sitzen), noch mal etwas mehr als beim Vorgänger. Ist die Rückbank heruntergeklappt und auch der Beifahrer-Vordersitz, können Gegenstände leicht quer gestellt bis zu einer Länge von 3,10 m transportiert werden. Das funktioniert aber nur mit einer manuellen Sitzverstellung, denn in der Top-Ausstattung mit elektronischer Sitzverstellung lässt sich die Sitzlehne nicht ganz nach vorne stellen. Offensichtlich hat sich Skoda gedacht, dass L&K-Version Besitzer nicht zu Ikea fahren – oder dass der Platz hinter den Vordersitzen reicht. Einen Trick gibt es allerdings noch: Man kann den elektrischen Sitz ganz nach hinten stellen, dann bekommt man auch eine Möglichkeit zum Durchladen. Ist nur die Rückbank umgeklappt, übrigens praktisch mit Schaltern vom Kofferraum aus, dann bleibt von Kofferraumkante bis zu den Vordersitzen etwas über 2 Meter Platz in der Länge.

Die Konnektivität wird unter dem Namen SmartLink zusammengefasst und bietet damit dann optional eine Smartphone-Verbindung über MirrorLink, Apple CarPlay oder Android Auto.

An Ausstattungslinien stehen die Niveaus Active, Ambition, Style und L&K zur Verfügung.

Active ab 25.590 Euro (Einstieg)

Ambition ab 28.090 Euro
– City-Notbremsfunktion
– Regenschirme in den vorderen Türen
– Eiskratzer im Tankdeckel
– abnehmbare LED-Akkutaschenlampe im Kofferraum
– 16- oder 17-Zoll-Alus je nach Motor
– Fahrlichtassistent
– Regensensor
– 2-Zonen-Klimaanlage
– Leder für Lenkrad und Schalthebel

Style ab 30.850 Euro (zusätzlich)
– adaptive Bi-Xenonleuchten mit LED-Tagfahrlicht und Scheinwerferreinigungsanlage
– LED-Rückleuchten in Kristallglasoptik
– 17 Zoll Alus
– beheizbare Vordersitze, elektrisch einstellbar
– Elektrisch anklappbare Außenspiegel
– Lehnenfernentriegelung der Rücksitzlehnen im Kofferraum
– Freisprecheinrichtung Bluetooth
– Smartlink Smartphone-Integration

L&K ab 37.450 Euro (zusätzlich)
– Adaptive Fahrwerk DCC
– Fahrwerk 10 mm tiefer
– 18-Zoll-Leichtmetallfelgen
– Heckscheibe und hintere Seitenscheiben dunkel getönt
– Parksensoren vorn und hinten
– Lederausstattung in Braun oder Beige
– Komfortfußmatten mit Lounge Step-Fußstützen im Fond
– Netze im Kofferraum
– 610 Watt Soundsystem mit elf Lautsprechern
– LED-Innenraumbeleuchtung

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Motoren

Benziner

1.4 TSI mit 125 PS
1.4 TSI mit 150 PS
2.0 TSI mit 220 PS (immer kombiniert mit DSG)
2.0 TSI mit 280 PS (immer mit DSG und Allrad)

Diesel

1.6 TDI mit 120 PS (neuer Motor)
2.0 TDI mit 150 PS (DSG verfügbar)
2.0 TDI mit 190 PS (DSG verfügbar, Allrad verfügbar)

Die Preisspanne liegt von 25.590 Euro für den 1.4 TSI mit 125 PS bis 43.050 Euro für den 2.0 TDI mit 190 PS und Allrad.

Fahrverhalten

Wir fahren den 2.0 Liter Diesel mit 190 PS und DSG. Der Motor ist kein echter Sportmotor, so ist er im Superb auch nicht ausgelegt. Doch mit der in der L&K Version enthaltenen adaptiven Fahrwerksregelung DCC kann man sich das Fahrzeug etwas sportlicher einstellen, auch individuell – z.B. nur die Gasannahme schneller oder nur das Fahrwerk ein wenig härter. Für ein Fahrzeug dieser Länge lässt sich der neue Superb Combi allerdings noch durchaus freudig bewegen, gerade wenn das Fahrwerk dann etwas straffer eingestellt ist. Trotzdem bleibt es noch sehr komfortabel.

Überhaupt ist der Skoda Superb Combi voll auf Komfort ausgelegt, auch von der Geräuschisolierung. Die Sitze bieten, obwohl sie ja nicht die größten sind, sehr guten Langstreckenkomfort. Die edle Atmosphäre im Cockpit trägt zum Entspannungs-Eindruck bei. Der Diesel könnte etwas drehfreudiger sein, aber mit der DSG-Stellung auf S / Sport kann man die Gänge etwas weiter durchfahren.

Trotz flotter Fahrweise kann man einen Verbrauch von 6 l / 100 km erzielen. Den 2.0 TDI mit 150 PS kann man sicher auch noch wählen, der 1.6 TDI wäre uns aber für das Fahrzeug zu schwach.

Die Benziner waren wir in der Limousine gefahren, diese haben noch mehr Spaß gemacht und liefen noch ruhiger. Zwar hört man vom Diesel keinerlei Dieselnageln, doch ein Benziner fühlt sich immer noch ein bisschen smoother an. Allerdings fordert er auch Tribut beim Verbrauch. Dennoch ist der 2.0 TSI, dann ruhig in der 220 PS Version, unsere Empfehlung. Allzu klein motorisiert muss man die Motoren jeweils zu hoch drehen, was sich dann nicht mehr so geschmeidig insgesamt anfühlt.

Fazit: Ab September 2015 steht der neue Skoda Superb Combi bei den Händlern. Dann dürfte in Deutschland eigentlich erst der richtige Superb-Verkauf starten, denn viele haben auf den Combi gewartet. Manchen gefällt der Kombi schon von außen besser, das ist Geschmacksache. In Deutschland und Großbritannien wird dies häufiger der Fall sein, auf anderen Märkten wahrscheinlich etwas weniger. Der Kombi bietet noch mal mehr Kopfraum auf der Rückbank und noch mehr Freiraum im Kofferraum, wobei der Unterschied zur Limousine nicht allzu groß ist – ganz einfach, weil die Limousine schon so ein überzeugendes Konzept bietet. Insgesamt ist der Skoda Superb mit seiner Preisgestaltung, Qualität und Platzangebot in dieser Klasse kaum zu übertreffen. Vergleichbare Fahrzeuge kosten teilweise das Doppelte. Einziges Manko, das wir finden konnten, sind die für große Menschen etwas kleinen Sitze und der fehlende Sicherheitssensor zum Einklemmschutz bei der elektrisch schließenden Heckklappe. Sonst ist der Skoda Superb Combi nahezu perfekt. Und das Witzige: Der Combi ist wegen des Mehr an Kopfraums das bessere Chauffeur-Fahrzeug.

Autogefühl: ****

Text & Moderation: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Fotos & Kamera: Autogefühl, Michel Weigel

Weitere Stimmen zum neuen Skoda Superb Combi gibt es bei autophorie, der-autotester und mein-auto-blog.

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3 Responses to Neuer Skoda Superb Combi Testbericht

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