Seat Leon Cupra Orange Line Testbericht

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Schön, schnell, schick: Der Seat Leon Cupra ist ein echter Hingucker. Vor allem, wenn man die Orange Line geordert hat. Felgen in orange, Außenspiegel in orange und der Kühlergrill in orange abgesetzt verleihen dem Cupra die individuelle Note. Die Farbe ist nicht irgend ein Farbton, sondern der des Leon Cup Racers. Der Dreitürer in Weiß mit diesem Paket ist allein ein optisches Highlight. Von Cornelius Dally





Fahrleistungen und Varianten

Und schnell ist er auch. Angetrieben werden die mittlerweile drei Seat Leon Cupra Varianten, Drei-, Fünftürer und ST (Kombi) von einem 2.0 TSI-Triebwerk mit Dual-Einspritzung und variablem Ventilhub. Je nach Version liefert er 265 PS oder 280 PS. Reichlich Leistung für jede Fahrsituation. Als Topmodell Seat Leon SC Cupra 280 mit dem optionalen DSG-Getriebe braucht er gerade mal 5,7 Sekunden auf Tempo 100. Die Variante mit 265 PS und einem maximalen Drehmoment von ebenfalls 350 Newtonmeter ist kaum spürbar langsamer: Hier liegt die Beschleunigungszeit bei 5,8 Sekunden mit DSG.

Theorie hin, Praxis her. Auf den kleine Küstenstraßen von Mallorca fühlt sich der Curpa sichtlich wohl. Je enger die Kurven, umso so mehr Spaß macht er. Wie auf Schienen gleitet man entlang der Steilküste über die Straßen, freut sich auf die nächste Kurve. Immer wieder gibt es übersichtliche, längere Passagen durch die Wälder. Ideal, um die engen Kehren zu räubern und dem Cupra bis zur nächsten Kehre freien Lauf zu lassen. Leistung kommt, sobald man sie über das Gaspedal anfordert. Fordert man viel, kommt auch viel. Will heißen: Der Cupra kann schnell sein. Sehr sehr schnell, um genau zu sein. Die Leistung steht nicht nur auf dem Papier, ist aber jederzeit gut zu beherrschen.

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Jagen oder Cruisen

Für mich das Erstaunlichste an diesem Auto ist aber seine zweite Seele. Ja, entspanntes Bummeln ist mit ihm völlig Problemlos möglich. Über Straßen, die gerade so breit sind wie der Cupra selbst, cruist man völlig entspannt. Vorbei an Mallorquinern, die Blumen gießen oder Bäume schneiden und zu gegebenermaßen etwas erstaunt gucken, wenn der Cupra über Straßen rollt, auf die sich sonst wohl nie ein Tourist verirrt. Gut, dass ich mit dem Dreitürer unterwegs bin, denn einige Kurven sind so eng, mit dem ST hätte man da vielleicht eher Probleme gehabt. Und das Cruisen ist sogar sehr komfortabel, wenn das Fahrwerk mit einem Druck auf das Touchdisplay elektronisch entsprechend programmiert wird. Der Cupra macht als Sportwagen unglaublich viel Spaß, ist aber kein Renner, der nur schnell Spaß macht. Im Gegenteil: Beim Brötchen holen wird er sich lammfromm zeigen, im Alltag klaglos alles mitmachen und, wenn der Fahrer es wünscht, sich innerhalb eines Wimpernschlages in einen reinrassigen Sportwagen verwandeln. Souveräne Leistung und expressive Dynamik mit entspanntem Langstreckenkomfort und überzeugendem Nutzwert nennt Seat das. Ich denke, das stimmt.

Optionales Performance Pack und Orange Line

Die sportlichen Merkmale des Leon Cupra können mit optionalen Performance Packs erweitert werden. Dazu gehören eine Vierkolben-High-Performance-Bremsanlage von Brembo mit gelochten Bremsscheiben im Format 370 x 32 mm, exklusive 19-Zoll-Felgen (wahlweise in schwarz oder orange) sowie seitliche Schwellerleisten. Eine weitere Neuerung sind die Farb-Pakete mit exklusiven Farben. Die Farben für das Außenspiegelgehäuse, die Umrandung des Kühlergrills, die Räder und der CUPRA-Schriftzug auf der Heckklappe sind in weiß (White Line), schwarz (Black Line) und eben in orange (Orange Line) verfügbar. Der Cupra wird bei 250 km/h abgeriegelt. Der Normverbrauch wird beim SC mit 6,7 Liter (mit DSG 6,5 Liter) angegeben, die CO2-Werte mit 155 und 149 Gramm / km.

Egal ob 265 oder 280 PS: Beide Cupra Versionen haben die serienmäßigen Voll-LED-Scheinwerfer. Sie verfügen über eine Farbtemperatur, die der von Tageslicht ähnelt, das lässt die Augen weniger ermüden. Eine intelligente Sensorik vermeidet die Blendung des Gegenverkehrs. Die Voll-LED-Scheinwerfer sind wartungsfrei und auf die Lebensdauer des Fahrzeugs ausgelegt. Dasselbe gilt für die Heckleuchten, die ebenfalls in LED Technologie ausgeführt sind.

Der Cupra 265 hat 18 Zoll-Leichtmetallräder mit rot lackierten Bremssättel vorne und hinten. Das Fahrwerk ist serienmäßig unter anderem mit der neuartigen Vorderachs-Differentialsperre, der Progressivlenkung oder der adaptiven Fahrwerkregelung DCC ausgerüstet.

Der Cupra 280 ist mit Rädern im 19-Zoll-Format mit Titan-Zweifarblackierung ausgestattet. Das serienmäßige Aerodynamic Paket mit dem Spoiler an der Dachkante streckt die Linien und betont den sportlichen Charakter.

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Interieur

Das Interieur wird geprägt vom Cupra-Sportlenkrad mit dem unten abgeflachten Design. Multifunktions-Bedienelemente sind in die Querspeichen des Lenkrads integriert, dahinter sitzen die Schaltpaddles für das optionale DSG-Getriebe. Exklusiv sind die Sportsitze mit dunkelgrauem Alcantara mit weißen Nähten. Wahlweise gibt es eine schwarze Vollleder-Ausstattung, ebenfalls weiß vernäht, mit weißen Seitenwangen und einem weißen Einsatz in der Türverkleidung. Als Option sind auch Schalensitze mit extremem Seitenhalt lieferbar. Pedale und Einstiegsleisten sind in Aluminium gefertigt. In klassischem Chrom (oder wahlweise in glänzendem Schwarz) zeigen sich die Dekorelemente am Cockpit.

Ein besonderes Feature im Innenraum ist das Ambientelicht: LEDs in den Türpaneelen betonen die Konturen des Interieurdesigns. Die Farbe der LEDs lässt sich über das Drive Profile anpassen: Im Modus Cupra und dem Modus Sport leuchtet es rot, in den Einstellungen Comfort und Individual weiß.

Die Basis für Unterhaltung an Bord bietet das Bediensystem Seat Easy Connect, bei dem die Funktionen für Entertainment und Kommunikation, aber auch zahlreiche Fahrzeugfunktionen über einen berührungsempfindlichen Bildschirm im Cockpit gesteuert werden. Dieser ist mit einer Näherungssensorik ausgestattet: Sobald sich ein Finger des Fahrers oder Beifahrers dem Touchscreen nähert, schaltet das System automatisch von dem Anzeige- in den Bedienmodus.

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Im Bedienmodus werden die via Touchscreen aktivierbaren Elemente besonders hervorgehoben, was die intuitive Bedienung mit Wisch- und Zoomgesten, wie bei einem Smartphone, erleichtert. Über die Full optionale Link-Verbindung – sie beinhaltet Mirror Link, Android Auto und Apple CarPlay, kann man sein Smartphone spiegeln.

Das Navigationssystem Plus, das neue Infotainment-Spitzenmodell, bietet einen 6,5 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixel. Der Touchscreen zeigt im Navi 3D-Bilder von symbolträchtigen Gebäuden, schlägt je nach Präferenz alternative Strecken vor und zeigt den kürzesten Weg zur nächsten Tankstelle, wenn der Kraftstoff zur Neige geht.

Bei allen SEAT Leon Cupra Varianten sind Fahrerassistenzsysteme serienmäßig, wie die Fahrdynamik-Regelsysteme Vierrad-EDS (elektronische Differenzialsperren an beiden Achsen) und XDS (erweiterte elektronische Differenzialsperre für bessere Traktion in Kurven), das elektronische Stabilisierungsprogramm ESC oder die Multikollisionsbremse.

Optionale Hightech-Bausteine sind die adaptive Geschwindigkeitsregelung ACC und Front Assist mit City-Notbremsfunktion, die Müdigkeitserkennung, der Spurhalteassistent, die Verkehrszeichenerkennung oder die Rückfahrkamera.

Der Seat Leon SC Cupra 265 ist ab 31.320 Euro zu haben, der Leon Cupra 280 mit DSG kostet 34.320 Euro. Die gezeigte Leon Cupra Orange Line steht für 250 Euro Aufpreis zur Verfügung (nur Designelemente), das Orange Line Performacen Paket (mit größerer Bremsanlage) für den 280er für 2.530 Euro Aufpreis.

Autogefühl: ****

Text & Fotos: Autogefühl, Cornelius Dally

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2 Responses to Seat Leon Cupra Orange Line Testbericht

  1. […] Seat Leon Cupra Orange Line Testbericht, gefunden bei http://www.autogefuehl.de (1.4 Buzz-Faktor) […]

  2. Maria87 says:

    Was für ein Auto! Sieht top aus! SEAT hat in den letzten Jahren einen riesigen Sprung gemacht! Gute Arbeit VW…

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