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Neuer Mazda MX-5 Roadster ND Testbericht vierte Generation

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Der neue Mazda MX-5 Roadster ist die vierte Generation des ikonischen kleinen Sportwagens. Mutig wechselt er das Design und ist nun mangels Konkurrenz mehr denn je eine einzigartige Möglichkeit, für einen akzeptablen Preis ein sportliches offenes Auto zu fahren. Wir haben getestet, was der neue MX-5 kann. Von Thomas Majchrzak

Die interne Bezeichnung fing bei NA an und ist nun in der vierten Auflage bei ND angelangt. Der neue Mazda MX-5 ist optisch ein Gegenentwurf zum Vorgänger, besinnt sich aber auch auf alte Werte. Gut 1 Million Exemplare wurden vom meistverkauften Roadster der Welt bisher abgesetzt. Die Neuauflage beginnt in Deutschland bei 23.000 Euro – und ist damit einer der wenigen noch erschwinglichen Cabriolets. Die meisten Cabrios gibt es heutzutage nur noch im Premium-Segment.





Exterieur

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Wie schon beim Lexus NX kann man hier sagen: Die Designer haben das Samurai-Schwert angelegt. Vorbei sind die Zeiten des kleinen Pummels, jetzt hat der Mazda MX-5 ein richtig scharfes Gesicht. Ob das bei eingefleischten Fans wirklich gut ankommen wird, ist zweifelhaft. Bislang gab es in der Tat viele negative Reaktionen auf das neue Design. Je nach Farbe kann man sich an den neuen aber nach einer Weile durchaus gewöhnen.

Serienmäßig gibt es LED-Scheinwerfer, die von der zackigen Kurve abgegrenzt sind. Bullig sind die Anhöhen über den Radkästen geworden, die dem etwas breiter gewordenen MX-5 mehr Präsenz verleihen. Sie dienen auch als Blickfang aus der Fahrerperspektive. Die Seitenlinie wird durch einen behutsamen Schwung unterstützt.

Nur noch 3,91 m ist der neue Mazda MX-5 lang, das sind 10,5 cm weniger als zuvor. Es kommt in der Tat selten vor, dass Autos in der Länge gekürzt werden. Die lange Motorhaube sticht dadurch noch stärker hervor.

Konsequent hat Mazda hier die Leichtbaustrategie fortgesetzt und zusammen mit dem etwas kürzeren Fahrzeug ergibt sich eine Gewichtsersparnis von bis zu 200 kg gegenüber dem Vorgänger – beachtlich. So viel Gewicht bei einem so kleinen Fahrzeug einzusparen, das ist eine Leistung. Somit kommt der neue Mazda MX-5 auf ein Leergewicht von nur 975 kg. Und das ist auch eine Seltenheit auf einem Automarkt, auf dem Fahrzeuge immer mehr an Größe und Systemen zulegen, die auch nicht immer gewichtsfördernd sind. Und Mazda geht noch einen weiteren eigenen Weg mit dem MX-5, mehr dazu später im Bereich der Motoren. Eins vorweg: An Alus gibt es 16 Zoll mit der Basismotorisierung, 17 Zoll mit dem größeren Motor.

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Interieur

Der Mazda MX-5 war bislang kein Auto für große Menschen. Das wird er sicher nun auch nicht primär, allerdings wurde die Sitzposition weiter nach unten verlegt, was die Situation ein wenig verbessert. Auch als großer Mensch bekommt man weniger Rückenschmerzen als erwartet. Dennoch wird es mit den Knien bei knapp 1,90 m Größe sehr eng. Witzigerweise hat man das Gefühl, nicht im, sondern auf dem Auto zu sitzen, wie bei einem Go-Kart.

Noch mehr als beim Exterieur hat sich tatsächlich im Innenraum getan. Mazda hat wie schon bei den anderen neuen Modellen stark an der Verarbeitungsqualität gefeilt. Wenn man jetzt im Detail einige Teile anfasst und daran rüttelt, sind manche Stelle durchaus noch etwas lose, das könnte aber im Zuge der Produktion auch noch verbessert werden. Wer nicht so streng prüft, der wird gänzlich vom sehr guten Qualitätseindruck überzeugt. Die Schalter und Drehregler fühlen sich ordentlich an und mit einigen pfiffigen Tricks wird sogar erfolgreich Luxus vorgetäuscht – wie etwa durch Kontrastnähte auf dem Kunststoff am Armaturenbrett. Runde Lüftungsdüsen sorgen für eine Cockpit-Atmosphäre.

Vermisst haben wir Ablagen an den Innenseiten der Türen, das wäre praktisch. Neben einer kleinen Ablage vorne in der Mittelkonsole und einem Mini-Fach unter der Armlehne sind die einzigen großen Stauchfächer per Klappe zwischen und hinter den Sitzen platziert.

Basismäßig gibt es ein Radio mit USB-Anschluss, ansonsten bleibt der neue MX-5 im Innenraum zunächst recht puristisch. Die Basisausstattung heißt wie üblich bei Mazda Prime Line, dann folgen Center Line und Exclusive Line. Mit der Sportsline schließlich für 4.500 Euro Aufpreis kostet der MX-5 dann 27.500 Euro und kommt mit vielen Extras, etwa Sportfahrwerk, Einparkhilfe, BOSE Sound-System und Navi.

Sitze mit Tierhaut, Sitzheizung und Regensensor sind ab Exclusive Line serienmäßig.

Darüber hinaus gibt es noch ein gesondertes Sport-Paket für 2.000 Euro Aufpreis, das dann Recaro-Sitze mit einer Kombination aus Alcantara und Tierhaut enthält.

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Motoren

Mazda geht hier einen eigenen Weg und bietet noch klassische Saugermotoren an. Das finden wir klasse, weil sowohl Diesel als auch hochdrehende Turbomotoren nach neusten Untersuchungen offensichtlich deutlich mehr schädliche Feinpartikel ausstoßen als klassische Saugermotoren. Zudem sind diese dafür bekannt, dass sie unempfindlicher und langlebiger sind. Zumindest kann der Turbolader schon mal nicht kaputt gehen.

Der Mazda MX-5 hat traditionsgemäß Heckantrieb.

1,5 Liter mit 131 PS
2,0 Liter mit 160 PS (nur in Exclusive- und Sportsline)

Der Top-Motor ist 40 kg schwerer. Wir erzielen einen effektiven Verbrauch von gut 7 Litern / 100 km, obwohl wir auf der Testfahrt wirklich sportlich fahren und auch Steigungen haben. Das ist wirklich ein gutes Ergebnis und liegt an der Kombination von geringem Gewicht und Saugermotor.

Fahrverhalten

Das Leichtgewicht fährt sich in der Tat auch leicht wie ein Go-Kart und auf kein anderes Fahrzeug auf dem Markt trifft diese Beschreibung so sehr zu. Die Gewichtsverteilung von 50 zu 50 Vorderachse/Hinterachse sorgt für ein überaus harmonisches Fahrverhalten. Selbst wenn man den neuen Mazda MX-5 so richtig tritt, findet man kaum Momente, in denen er sich plötzlich unbeherrschbar zeigt. Gutmütig und kräftig sportlich zugleich. Und wer es doch noch wilder treiben mag: Das Sperrdifferenzial ist für Exclusive- und Sportsline mit dabei.

Das knackige Sechsgang-Schaltgetriebe sorgt für Spaß beim Schalten, bewusst setzt Mazda hier auf einen sportlichen Widerstand beim Schalten und kurze Schaltwege. Dazu kann man dann gerade beim Runterschalten den Saugermotor schön ein wenig aufheulen lassen. Für einen 2,0 Liter Motor ein sehr schöner Sound, der stets gefällig ist, aber nie aufdringlich. Der größere Sauger ist übrigens 1 Sekunde schneller von 0 auf 100 km/h als der kleinere Bruder (7,3 Sek. vs. 8,3 Sek.).

Das Sportfahrwerk, das in der Version mit 2,0 Liter Motor mit inkludiert ist, vermittelt eine wunderbare Verbindung zur Straße, ohne dabei zu hart zu sein. Der neue Mazda MX-5 ist nicht der knallharte Roadster nur für Sportliebhaber, er eignet sich ebenso zum Cruisen. Wind kommt dabei ordentlich in die Kabine, der MX-5 ist klar ein Sommerauto und nicht mit den größeren Cabrios zu vergleichen, in denen man sich gegen den Wind weitgehend abschotten kann.

Im Fahrverhalten spielt der neue Mazda MX-5 ND seine Trümpfe aus – eine echte Spaßmaschine.

Abmessungen

Länge: 3,91 m
Breite: 1,73 m
Höhe: 1,22 m
Radstand: 2,31 m
Leergewicht: 9.75 – 1.062 kg

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Fazit: Ein neuer Mazda MX-5 Roadster steht nun relativ allein im Markt dar, weil die meisten Cabriolets außerhalb des Premium-Bereichs eingestellt wurden. Viel Spaß für wenig Geld, das ist das Erfolgsrezept des MX-5. Er bietet so viel Fahrvergnügen wie nie zuvor. Die Interieurqualität hat sich zudem stark erhöht. Eingefleischte MX-5 Fans mögen von der klassischen Designabkehr vielleicht enttäuscht sein, werden sich aber beim Fahren mit der neuen Generation sicher anfreunden. Positiv bleibt uns auch das Saugermotor-Konzept in Erinnerung. Zusammen mit dem Heckantrieb eine ideale Basis für viel Fahrfreude, die auch lange anhält. Nur ein Auto für große Menschen wird der MX-5 nicht, auch wenn man besser drinsitzt als zuvor.

Autogefühl: ****

Text & Foto: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Kamera (Film): Autogefühl, Thomas Blachetzki

Weitere Fahrberichte:
Trendlupe

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Oben: Rubinrot Metallic (Soul Red), unten Mondstein Weiß (Ceramic White)

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2 Responses to Neuer Mazda MX-5 Roadster ND Testbericht vierte Generation

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