Neuer Volkswagen VW Passat Alltrack Testbericht

Der neue Passat B8 hat für das Modell neue Maßstäbe gesetzt. Nun legt Volkswagen die Crossover-Variante Passat Alltrack nach, mit einer umfangreichen Ausstattung und speziellen Styling-Details. Das kann interessant für Passat-Kunden sein, die ohnehin einen hoch ausgestatteten Kombi nehmen möchten – der neue VW Passat Alltrack bei uns im Test. Von Thomas Majchrzak

Während ein Basis-Passat bei 26.075 Euro startet (plus 1.000 Euro für den Kombi), startet der neue VW Passat Alltrack direkt in höherer Ausstattung, mit Allrad und Offroad-Look bei 38.550 Euro.





Exterieur

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Dominierend ist beim Passat Alltrack der Offroad-Look. Dieser besteht aus schwarzen Stoßfängern vorne, seitlich und hinten. Allerdings kommt diesmal nicht nur einfach schwarzer Kunststoff zum Einsatz, vielmehr umrandet eine Chromelinie das Fahrzeug noch unterhalb der Plastikschützer, was natürlich der eigentlichen Idee eines unkomplizierten Wechsels dieser Bereiche bei Beschädigungen zuwider läuft. Aber dafür sieht es umso schicker aus. Auch den Unterfahrschutz gibt es in Edelstahloptik, insofern ist klar, dass es hier mehr um die Optik geht. Zudem gibt es eine silbern eloxierte Dachreling, zahlreiche Alltrack-Logos, etwa im Kühlergrill und auf der Heckklappe sowie serienmäßig 17-Zoll-Alufelgen (optional 18- und 19-Zoll, auf unseren Fotos 18 Zoll im speziellen Design)

Die Bodenfreiheit ist allerdings tatsächlich erhöht, nämlich um 2,75 cm. Bringt das Offroad wirklich etwas? Wohl kaum, der neue VW Passat Alltrack ist sicher kein Gelände-Wunder, aber es lässt immerhin ein bisschen mehr Spielraum für den Skiurlaub oder für die Auffahrt zur Finca. Zudem wird man möglicherweise gelassener über Berliner Kissen fahren.

Durch die neuen Design-Details legt Volkswagen beim Passat Alltrack noch einmal einen drauf, was Offroad-Styling angeht. Man hat sich eben nicht nur mit Plastikschützern zufrieden gegeben.

Interieur

Der neue VW Passat Alltrack wartet mit denselben edlen Features auf wie der Basis-Passat. Im neuen Passat B8 fällt besonders die durchgehende Chromlinie in Höhe der Lüftungsschlitze auf, die zusammen mit der mehr als ordentlichen Verarbeitung den Passat ins Premium-Segment hebt.

Eigens für den Passat Alltrack gibt es einen Sitzbezug im Nähte-Design und mit Alltrack-Logo. Der Fahrer erhält den ErgoComfort Sitz, der mit vielen Einstellungsmöglichkeiten wartet – allerdings komisch aufgeteilt in elektrische und manuelle Verstellmöglichkeiten. Dann hätte man auch gleich alles elektrisch machen können. Der Sitz an sich bietet allerdings in der Tat einen ordentlichen Komfort. Merkt man das Mehr an Bodenfreiheit im Innenraum? Nein.

Optional gibt es das Active Info Display. Die volldigitalen Instrumente kommen für gut 500 Euro extra, aber mit dem Zwang, auch noch das größte Navi für deutlich über 2.000 Euro mitzubestellen. Die Navigations-Darstellung im Fahrer-Display ist durchaus praktisch, aber auch kein unbedingtes Muss. Mit den analogen Instrumenten kann man also sparen. Das größte Navi ist mit das beste auf dem Markt, mit einer tollen aktuellen Darstellung und einer guten Reaktionszeit. Aber es ist eben nicht billig. Dafür kosten bei der Konkurrenz aber auch deutlich schlechtere Systeme dasselbe. Zusätzlich gibt es dann auch noch ein Head-up Display in der Optionsliste, ein Rear Seat Entertainment System für Tablets und zahlreiche Assistenzsysteme.

Im Fond bleibt genügend Platz für Beine großer Menschen, in jedem Fall. Auch die Kopffreiheit ist üppig. Der Passat Alltrack eignet sich wunderbar auch als Reiseauto für vier große Erwachsene.

Im Kofferraum bleibt dank der klassischen, eher kantigen Designlinie ebenfalls ausreichend Platz, zudem gibt es clevere Lösungen an Gepäcknetzen oder Verschiebemöglichkeiten.

Der Innenraum ist insgesamt sicher eines der schlagkräftigsten Argumente der aktuellen Passat-Generation.

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Motoren

Zur Auswahl stehen für den VW Passat Alltrack die Benziner-Topmotorisierung, der 2.0 TSI mit 220 PS, bei den Dieseln bewegt man sich von 150 über 190 bis 240 PS im 2.0 TDI. Und Allrad ist wie beschrieben immer mit inkludiert. Lediglich der kleinste Diesel hat nicht direkt DSG (Doppelkupplungsgetriebe), alle anderen schon.

Während der kleine Diesel den Alltrack-Einstiegspreis mit gut 39.000 Euro markiert, kostet ein noch weiter ausgestatteter Benziner oder großer Diesel locker auch an die 50.000 Euro.

Fahrverhalten Der neue VW Passat Alltrack fährt sich so wie alle anderen Passat der Generation B8: Souverän, extrem ruhig und hervorragend isoliert, gleichzeitig mit einer angenehm direkten Lenkung und einer Leichtigkeit trotz 4,77 Metern Länge. Ein Vorzeigefahrzeug auch im Fahrverhalten. Die Bedienungen während der Fahrt erfolgen intuitiv, zudem gibt es eine sehr gute Übersicht, weil die Fensterflächen alle recht steil stehen.

Fürs Offroad-Fahren gibt es nicht nur den Allradantrieb, sondern auch ein angepasstes Fahrwerk und eine elektronische Differenzialsperre – wobei diese in der Regel wahrscheinlich eher weniger zum Einsatz kommen wird. Optional kann man in einem adaptiven Fahrwerk sein gewünschtes Fahrprofil wählen.

Bei 12 % Steigung darf der Passat Alltrack übrigens immer nur 2,2 Tonnen Anhängelast ziehen. Es könnte durchaus sein, dass Nutzer von Anhängern & Co. den Passat Alltrack favorisieren, da er auch viele Möglichkeiten bietet, Freizeitgerät unterzubringen.

Abmessungen

Länge: 4,77 m
Breite: 1,83 m (2,08 m mit Außenspiegeln)
Höhe: 1,50 m
Radstand: 2,78 m

Fazit: Der neue VW Passat Alltrack ist zweifelsohne ein Traum-Passat. Der neue Offroad-Look wurde nochmals verfeinert und ist richtig gelungen, wobei man sich keine Illusionen über eine harte Geländetauglichkeit machen sollte. Für wen lohnt sich das Gefährt? Zunächst muss man vom Offroad-Look überzeugt sein (Farbe auf Foto und Video übrigens Harvard Blue Metallic), außerdem muss man einen Passat Kombi oberhalb der Trendline-Ausstattung und mit einer höheren Motorisierung eingeplant haben. Und dann bietet der Passat Alltrack tatsächlich ein paar einzigartige Features und auch gegenüber der manuellen Konfiguration der vergleichbaren Elemente einen Preisvorteil.

Wer übrigens den Alltrack mit dem Offroad-Look ablehnt, kann sich auch für einen 2.0 TDI 4Motion entscheiden.

Autogefühl: ****

Text: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Fotos: Autogefühl, Michel Weigel

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3 Responses to Neuer Volkswagen VW Passat Alltrack Testbericht

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  3. […] Lesenswert sind auch Berichte zu den in 2015 vorgestellten Passat Derivaten wie dem Passat GTE oder dem Passat Alltrack. […]

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