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Audi Q7 e-tron 3.0 TDI quattro Test Fahrbericht

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Audi hat in den vergangenen Jahren einige Studien präsentiert und diese wegen ihrer Plugin-Hybrid-Technologie mit e-tron gekennzeichnet. In Serie ging bislang nur der Audi A3 e-tron, die wir bereits testen konnten. Nun folgt das zweite Serienmodell mit dem Audi Q7 e-tron 3.0 TDI quattro. Von Thomas Majchrzak

Während ein A3 e-tron bei 38.000 Euro liegt und damit im Kompaktsegment bei Audi die Spitze der Fahnenstange markiert, liegt der neue Audi Q7 e-tron bei gut 80.000 Euro. Zum Vergleich: Ein Basis Q7 kostet 58.000 Euro, auch mit dem 3.0 Liter Diesel, aber natürlich dann ohne Elektroantrieb und mit einer geringeren Ausstattung. Der Audi Q7 e-tron kommt direkt mit LED-Scheinwerfern, 19 Zoll Alufelgen, Navigationssystem, digitalen Instrumenten und höchster Ausbaustufe des adaptiven Tempomats. Der reine Aufpreis für die Elektro-Technologie liegt circa bei 10.000 Euro, was deutlich mehr ist als bei anderen Elektrofahrzeugen, die in den kleineren Segmenten fahren.

Der Audi A3 e-tron hat theoretisch eine Reichweite von 50 km rein elektrisch, beim neuen Q7 e-tron sollen es ähnlich viel sein, 56 km. Kein großer Fortschritt, könnte man meinen, man muss aber bedenken, dass der Q7 natürlich auch viel mehr auf die Waage bringt. Insofern ist die Lithium-Ionen-Batterie natürlich kräftiger. Zusammen mit dem großen Dieselmotor soll sich dann eine Gesamtreichweite von bis zu 1.410 Kilometern ergeben – das erste Mal, dass Audi einen Plug-in-Hybrid mit einem Dieselmotor ausstattet. 2016 folgt speziell für China eine Q7 e-tron Version mit 2.0 TFSI, und dann will Audi entscheiden, ob man den Plugin-Hybrid als Diesel oder Benziner in die USA schickt.





Exterieur

Der neue Audi Q7 wirkt eher wie ein ganz großer Kombi, fokussiert nicht auf einen Offroad-Look, sondern wirkt eher in die Länge gezogen. Wer ihn offroad benutzen möchte, sollte unbedingt die optionale Luftfederung wählen, die dann eine größere Bodenfreiheit bietet. An der Front fällt besonders der neue riesige Singleframe-Kühlergrill auf, der in die Scheinwerfer überleitet. Dort finden sich neue LED-Signaturen. Mehr zum aktuellen Audi Q7, ganz generell, gibt es hier in unserem ausführlichen Artikel.

Der Audi Q7 e-tron unterscheidet sich äußerlich nicht groß von der gewöhnlichen Version, man erkennt ihn eigentlich nur an den kleinen e-tron Schriftzügen oberhalb der Radhäuser vorne und hinten am Heck. Bei der gezeigten Außenfarbe handelt es sich hier um Florett-Silber metallic.

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Interieur

Während das Exterieur vielfach kritisiert wurde, waren sich beim Interieur alle einig: Top! Der modern, aber edle Stil zieht sich durch das gesamte Cockpit. Man hat auf möglichst viele Knöpfe verzichtet, stattdessen wird die waagerechte Form der Lüftungsschlitze betont, die sich von links nach rechts ziehen. Im Lenkrad wird der Stil des Kühlergrills aufgegriffen – ein schönes Detail. Wie von Audi gewohnt, rasten selbst die Temperatur-Regler perfekt ein – optisch wie haptisch.

Im Vergleich zur Vorgänger-Generation gibt es in der ersten und zweiten Sitzreihe (bei 7-Sitzer-Option) 2,1 cm mehr Platz in der Länge und 2,3 cm mehr Kopffreiheit. Vorne sind es 4,1 cm mehr Kopffreiheit.

Im Audi Q7 e-tron ist das Navigationssystem im ausfahrbaren Display direkt mit integriert. Dasselbe gilt für das Audi Virtual Cockpit, also die digitalen Instrumente. Diese werden insbesondere für die Elektro-Anzeigen benutzt, hier kann man dann sehen, ob man gerade die Batterie per Rekuperation auflädt – oder ob der reine Elektroantrieb benutzt wird.

Im Fond bleibt wie gewohnt vom Q7 reichlich Platz und man kann sehr bequem mit fünf Erwachsenen reisen. Die gezeigte Sitzkombination besteht aus Alcantara innen und Tierhaut außen, einzige Möglichkeit ohne Echtleder sind die Stoffsitze in Basisausstattung – diese sind auch für den e-tron erhältlich.

Der Kofferraum verliert nur unter der Abdeckung das zusätzliche Staufach. Dort ist die Batterie platziert. Über der Abdeckung ist die Höhe des Kofferraums dann also identisch, es ergibt sich also keine wirkliche Einschränkung. Lediglich auf die 7-Sitzer-Option muss man verzichten.

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Motoren

Gewöhnlich gibt es für den Audi Q7 der 2. Generation in Deutschland den 3.0 Liter TDI mit 218 oder 272 PS, außerdem einen 3.0 TFSI Benziner mit 333 PS.

Im Audi Q7 e-tron leistet der 3.0 TDI 258 PS (diese Version gibt es so in den USA), dazu kommt der Elektroantrieb, der dann zusammen eine Systemleistung von 373 PS ergibt. Das bringt den Q7 von 0 auf 100 km/h in sechs Sekunden. Das 258 PS Setup hat man gewählt, weil hier wohl Drehmoment von Diesel und Elektromotor am besten zusammen passen.

Der offizielle kombinierte Verbrauch von 1,7 l / 100 km ist mit Vorsicht zu genießen, das kann man bei Plugin-Hybriden nie so wirklich sagen. Kommt ja darauf an, wie häufig man lädt und wie viel man den Elektroantrieb nutzt. Interessant ist jedenfalls, dass durch ein neues Thermomanagement mit integrierter Wärmepumpe die Abwärme der elektrischen Antriebskomponenten dem Innenraum zur Klimatisierung zur Verfügung steht – das soll gut sechs Kilometer zusätzliche elektrische Reichweite bringen.

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Fahrverhalten

Fokussieren wir zunächst auf die speziellen e-tron Eigenschaften. Vier Modi stehen bei der Fahrt zur Auswahl: Der Modus EV priorisiert das elektrische Fahren, im Modus hybrid entscheidet das Hybridmanagement weitestgehend frei über die Art des Antriebs. Im Modus battery hold wird die vorhandene elektrische Energie gespart, im Modus battery charge wird der Akku aufgeladen. In der Regel startet der Audi Q7 e-tron elektrisch. Der Diesel wird aktiviert, wenn der Fahrer das Gaspedal in einer gewissen Stärke durchdrückt. Außerdem kann man noch den Grad der Rekuperation einstellen, wobei dies primär dafür sinnvoll ist, wenn man lange Zeit bergab fährt.

Wieso gibt es diese Fahrmodi? Das macht ein Auto fit für die Zukunft, so dass man z.B. bei Überlandfahrten mit Diesel fahren kann und in der Stadt sich den Elektroantrieb aufspart – falls dies mal Vorschrift sein sollte, oder falls man das einfach persönlich so machen möchte.

Serienmäßig ist in der e-tron Variante wie schon erwähnt das MMI Navigation plus integriert, was hier Sinn macht, da hier die Navigationsdaten beim Spritsparen helfen können. Das nennt sich Prädiktiver Effizienz-Assistent, dieser optimiert das Gasgeben anhand von Steigungen und Gefälle im Kartenmaterial.

Wir fahren erneut die optionale adaptive Luftfederung, die beim Komfort keine Luft mehr nach oben lässt. Dazu kommt die großartige Geräuschdämmung, die dann in Verbindung mit dem reinen Elektromodus zu einem lautlosen Dahingleiten führt. Es ist schon ein tolles Gefühl, mit seinem solchen dicken Schiff fast lautlos unterwegs zu sein. So fahren wir den Audi Q7 e-tron auch am liebsten im reinen Elektromodus. Im Gegensatz zu einem VW Golf GTE Hybrid kann man hier allerdings das Gaspedal nicht ganz durchdrücken, ohne dass sich der Diesel automatisch hinzuschaltet. Wahrscheinlich hat man hier grundsätzlich auf diese Strategie gesetzt, weil mit diesem Fahrzeuggewicht die Batterie sonst zu schnell leer gehen würde. Schließlich trägt man durch die Elektro-Bauteile 375 kg mehr mit sich herum (200 kg davon die Batterie).

Das Handling bleibt allerdings für ein solch großes SUV beinahe flink, das haben die Ingenieure gut hinbekommen. Wenn man im Hybrid-Modus fährt, entscheidet das Fahrzeug dann selber, welcher Antrieb benutzt wird. Auf der Autobahn merkt man bei höhren Geschwindigkeiten kaum, was gerade aktiv ist, was auch für die Geräuschdämmung des Diesels spricht.

Abmessungen

Länge: 5,05 m
Breite: 1,96 m
Höhe: 1,74 m
Radstand: 2,99 m

Fazit: Der Audi Q7 e-tron kommt mit einem saftigen Aufpreis für eine angenehme Elektro-Technologie, die eigentlich Lust darauf macht, nur noch elektrisch zu fahren. Für Berufspendler mit kurzem Weg zur Arbeit und Lademöglichkeit an der Arbeit oder zu Hause macht das Sinn. Für alle anderen ist die Reichweite zu gering und man fragt sich, warum man entweder 375 kg Mehrgewicht für die Elektrotechnik oder eben auf der anderen Seite dann einen dicken Diesel mit spazieren fahren soll. Abhilfe kann da erst das Audi e-tron quattro concept schaffen, das vermutlich als Audi Q6 ab 2018 gegen das Tesla Model X antreten soll – mit 500 km rein elektrischer Reichweite – und eben komplett als Elektroauto. Und da gibt es noch den Audi A7 h-tron mit Brennstoffzelle, der jetzt schon mehrere hundert Kilometer Reichweite bietet, aber mit einer noch teureren Brennstoffzelle. Somit hat man sich bei Audi für den Kompromiss entschieden, der den Flottenverbrauch senkt – aber wegen der begrenzten effektiven Nutzbarkeit vielleicht nicht allzu viele Kunden finden wird. Wer jedoch den Aufpreis nicht scheut, bekommt den coolsten Q7, den es bisher gibt.

Autogefühl: ****

Text & Fotos: Autogefühl, Thomas Majchrzak

Und hier gibt’s noch mehr zum Q7 e-tron:
1300ccm
Buzz&Coco
Autorild

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So funktioniert das Brennstoffzellen-Konzept im A7 h-tron:

Und ein Ausblick auf das reine Elektroauto Audi Q6 (?) / e-tron quattro concept


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3 Responses to Audi Q7 e-tron 3.0 TDI quattro Test Fahrbericht

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