Mercedes-AMG C63 S T-Modell von performmaster 612 PS Test

Wir testen das Mercedes-AMG C63 S T-Modell, der wohl schnellste und brachialste Kombi, den man kaufen kann. Und als wenn es nicht noch stärker gehen würde, wurde dieses Fahrzeug vom Leistungssteigerer performmaster von 510 PS auf 612 PS gebracht. Von Thomas Majchrzak

Erst kürzlich hatten wir den Mercedes C450 AMG als Limousine getestet, sozusagen die AMG light Version mit V6 und 367 PS. Ferner führten wir jüngst auch das neue C-Klasse Coupé als C63 S aus.

Die C63 AMG Modelle tragen einen V8 mit 476 PS oder 510 PS in der stärksten S-Version. Alle sind auch als Kombi / T-Modell erhältlich. Unser Testwagen wurde von performmaster mit dem so genannten PEC Tuning-Modul noch weiter in der Leistung ausgereizt und auf 612 PS gebracht. Das Mercedes-AMG C63 S T-Modell liegt bei 86.000 Euro (1.600 Euro Aufpreis für den Kombi), das Tuning schlägt mit 5.000 Euro inkl. Gutachten zu Buche.

Schärfster Konkurrent ist übrigens ein Audi RS4 Avant, der bald dann auch wieder in der neuen Audi A4 Generation erhältlich sein wird. BMW bietet kein M-Modell für seine Touring-Variante.





Exterieur

Der Mercedes-AMG C63 zeigt vorne die aktuelle schnittige Mercedes-Front, die allgemein sehr gut ankommt. Alle C-Klasse-Modelle kommen mit dem Collision Prevention Assist Plus (Kollisionswarnung inklusive adaptivem Bremsassistent). Zum Serienumfang der Top-AMG-Versionen zählen dann sportliche Merkmale außen wie innen. Außen gibt es einen Kühlergrill mit Doppel-Lamelle in Silber oder Chrom (S-Version), eine kräftige Frontschürze sowie einen kleinen Heckspoiler und kräftigere Seitenschweller. Die S-Version unterscheidet sich dabei leicht in der Farbgebung und kommt auch direkt mit 19 Zoll Felgen statt 18 Zoll. Für den Sound sorgt eine AMG Sport-Abgasanlage. In beiden Fällen gibt es LED-Scheinwerfer.

Unser performmaster Testwagen hat zusätzlich noch eine Folierung sowie Aerodynamik-Maßnahmen an der Front und am Heck. Allein der Heckspoiler sorgt für 100 kg mehr Anpressdruck.

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Interieur

Im Innenraum wartet serienmäßig für die AMG-Modelle die perfekte Sitzbezugkombination Ledernachbildung Artico außen und Mikrofaser Dinamic innen auf die Passagiere. Das sind dann von der Form her natürlich schon Sportsitze mit ausgeprägtem Seitenhalt. Die S-Version trägt dazu noch graue Kontrastnähte. Ferner ist eine 2-Zonen-Klimaautomatik inkludiert.

In unserem Testwagen sind zwar auch die Sportsitze verbaut, allerdings optional mit einem Lederpaket, von dem abzuraten ist. Ferner sollte man auch nicht die Performance-Schalen-Sitze wählen, die Komfort kosten.

Das große Navi-System Comand, das wir hier inkludiert haben, muss immer separat geordert werden (3.500 Euro).

Insgesamt überzeugt das C-Klasse Cockpit mit einer sehr guten Verarbeitung, einer attraktiven Spannung im Design, etwa am Armaturenbrett, und hochwertigen Oberflächen wie den vielen Elementen aus gebürstetem Aluminium. Der grundsätzliche Stil bleibt dabei – selbst schon in der Basisversion – sehr sportlich. Es wird also kein Wert auf ein geräumiges Gefühl gelegt, sondern eher auf die sportliche Höhle.

Im Fond zeichnet sich die C-Klasse nicht gerade durch ein üppiges Platzangebot aus, große Menschen finden hinten gerade so mit den Knien Platz, weil die Vordersitze Aussparungen vorweisen. Trotz T-Modell wird es in Verbindung mit Panorama-Dach etwas eng am Kopf.

Positiv fällt das T-Modell hingegen beim Laderaum auf und auch bei der Flexibilität. Im Gegensatz zur Limousine kann man hier mit Knöpfen die Rückbank sowohl vom Fond als auch vom Laderaum aus einfach umklappen.

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Motoren

Der AMG V8 leistet gewöhnlich 476 PS oder 510 PS (S-Version), mit der Leistungssteigerung sind es 612 PS – in beiden Fällen, es spielt also keine Rolle, welches Modell man vom V8 zugrunde legt. Damit verkürzt sich die Zeit von 0 auf 100 km/h beim T-Modell im Vergleich zur Serie von 4,1 auf 3,8 Sekunden, von 0 auf 200 km/h wird von 12,7 auf 11,4 Sekunden verkürzt. Darüber hinaus wird die Endgeschwindigkeit noch weiter ausgereizt, was unserer Meinung nach aber keinerlei Rolle spielt.

Der größte Unterschied zwischen C450 AMG und C63 (S): Die Top-AMG-Versionen haben keinen Allradantrieb, sondern klassisch Hinterradantrieb. Geschaltet wird nicht über eine Wandlerautomatik, sondern über eine Speedshift MCT 7, MCT steht für Multi Clutch Technology, also ein Getriebe, bei dem die Schaltvorgänge maßgeblich über die Kupplungselemente vorgenommen werden. Hinzu kommt eine AMG Hochleistungs-Bremsanlage.

Speziell zur Leistungssteigerung: Der kritische Autonutzer wird sich zunächst fragen, ob er seinen schönen AMG V8 mit der Leistungssteigerung nicht kaputt macht. Zur Sicherheit stellt das Tuning Modul die volle Leistung daher auch erst zur Verfügung, wenn der Motor warmgelaufen ist. Außerdem vergibt performmaster nach eigenen Angaben eine umfassende Garantie, und zwar 24 Monate oder 100.000 Kilometer auf die komplette Motor-Getriebe-Einheit ab Erstzulassung. Auch soll jederzeit eine vollständige Rückrüstung machbar sein, da keine Originalteile abgeändert oder Kabel durchtrennt werden. Die Garantie ist auch deswegen notwendig, weil die Original-Garantie für die Motor-Teile von Mercedes dann erlischt. Wenn man übrigens ein älteres Fahrzeug tuned, erhält man eine Garantie ab Einbaudatum von 12 Monaten / bis 100.000 km Gesamtlaufleistung.

Der Einbau dauert ca. einen halben Tag und ist derzeit bei Partnerwerkstätten in Deutschland, Österreich, Schweiz und England möglich. Das Set kann man jedoch auch international bestellen (außer USA und Kanada, weil für die dortigen Regularien ein anderes System herhalten müsste).

Fahrverhalten

Im Comfort-Modus kann man das Mercedes-AMG C63 S T-Modell performmaster sehr gut auch im Alltag bewegen, adaptives AMG-Fahrwerk sei dank. Natürlich vermittelt das Fahrzeug auch schon im Comfort-Modus mehr Fahrbahnkontakt, das ist klar. Aber es ist nicht übertrieben. Richtig rough und sportlich wird es dann ab Sport+, dann geht auch die zusätzliche Klappe im Auspuff auf und der C63 S brüllt los. Ein tiefes Grollen.

Im Race-Modus wird ferner noch die Stabilitätskontrolle heruntergeregelt, so dass man das Heck um die Ecke zirkeln kann. Brutale Power. Im niedrigen Geschwindigkeitsbereich merkt man das Performance-Tuning kaum, da ist der Biturbo-V8 einfach schon effektiv genug. Einen spürbaren Unterschied macht es dann, wenn man auf der Autobahn z.B. von 130 auf 160 km/h beschleunigt. Es ist unfassbar, aber selbst bei diesen Geschwindigkeiten kann man im Race-Mode dann in der Cockpit-Ansicht noch das Schlupf-Symbol beobachten, so viel Kraft geht über die Hinterräder.

Dabei ist die Mercedes C-Klasse, gerade dann in den normalen Fahrmodi, bestens zu dirigieren und deutlich komfortabler als ein reiner Sportwagen. Insbesondere als Kombi kann man hier also sportlichen Fahrspaß mit der Alltagstauglichkeit kombinieren.

Übrigens funktioniert die Leistungssteigerung erst ab einer Öltemperatur von 70 Grad, d.h. man muss den Wagen dafür eingefahren haben. Damit geht performmaster sicher, dass der Motor auch lange lebt, eine vernünftige Entscheidung.

Abmessungen Mercedes-AMG C63 (S)

Länge: 4,68 m (4,71 m Kombi)
Breite: 1,81 m
Höhe: 1,44 m
Radstand: 2,84 m

Fazit: Der Mercedes-AMG C63 S T-Modell performmaster ist ein Biest, das durch das Tuning noch ein wenig bissiger geworden ist. Diese Kombination stellt wohl den Traum eines Familienvaters da, der zum Baumarkt fahren kann, aber ebenso zum Nürburgring. Dass niemand eine Entsperrung der Höchstgeschwindigkeit braucht noch die 100 PS mehr bei der ohnehin schon im Überfluss vorhandenen Leistung, sei dahingestellt. Das Tuning Modul ist für die, die nicht genug bekommen können. Die Beschleunigung im hohen Geschwindigkeitsbereich erinnert damit eher schon an Erprobungs-Fahrten auf einem Salzsee. Die C-Klasse an sich bleibt gleichzeitig alltagstauglich und mit AMG-Auspuff sicher einer der Brüller im Premium Mittelklasse-Segment.

Autogefühl: *****

Text: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Fotos & Kamera (Film): Autogefühl, Michel Weigel



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