Vergleichstest Skoda Superb gegen VW Passat vs Mazda6

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Im großen Vergleichstest Skoda Superb gegen VW Passat gegen Mazda6 betrachten wir diese wichtigen Konkurrenten im Mittelklasse-Segment jeweils als Limousine. In Deutschland ist der Passat zahlenmäßig der Klassen-Primus, gefolgt von den Premium-Alternativen von Audi, BMW und Mercedes. Wir bleiben hier offiziell außerhalb des Premium-Segments, wobei die folgenden Fahrzeuge keineswegs mehr davon entfernt sind. Von Thomas Majchrzak

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Fahrzeuge der Mittelklasse sind in Deutschland mit am beliebtesten, gefragter sind lediglich Kompaktklasse und Kleinwagen (letztere ungefähr mit der Mittelklasse gleichauf). Mittelklasse-Limousinen bieten z.B. einen eleganten Look, viel Platz im Innenraum, der sich im Komfort schon vom Kompakt-Segment abzeichnet, aber noch überschaubare Abmessungen hat, so dass das Autofahren auf engen Straßen und in der Stadt nicht zur Qual wird.

Durch die technische Verwandtschaft von VW Passat und Skoda Superb wird die Frage häufiger gestellt, wer von den beiden nun der bessere ist. Dieser Frage möchten wir nachgehen und haben für das Salz in der Suppe noch einen Außenseiter hinzugefügt, der mittlerweile von den Verkaufszahlen her gar nicht mehr so ein großer Außenseiter ist: den Mazda6.




Exterieur

Die kristallklaren Frontleuchten des Skoda Superb sind ein Blickfang, wie Tigerkrallen laufen feine Streben ins Innere, wo man dann auf gekreuzte kristallartige Strukturen blickt. Das Setup mit den Bi-Xenon-Leuchten und dem LED-Tagfahrlicht gibt es ab dem zweithöchsten Ausstattungslevel Style (und damit natürlich auch inkludiert im Top-Level L&K), optional mit separatem Aufpreis auch für den niedrigeren trim Ambition. Der Skoda-Kühlergrill ist seit der jüngsten Generation größer und aggressiver gezeichnet und insgesamt hat der Skoda Superb eine Front erhalten, die für viele wegen des Designs alleine einen Kaufgrund darstellt. Ein Powerdome zieht sich vom Logo bis zum Abschluss der Motorhaube, rechts und links leiten scharfe Designkanten die Blicke zu den Seiten. Seitlich sehen wir die vom Passat bekannte Dropping-Line, die in Licht und Schatten unterteilt und das Auto dadurch interessanter macht. Obwohl die Fensterflächen recht groß geblieben sind, fließt die Linie des Skoda Superb nun bündig nach hinten ab und bildet nicht mehr einen komisch wirkenden „Aufsatz“ wie beim Vorgänger. Das Heck ist die eigentlich größte Verbesserung. Denn hier gibt es das neue Signature-Light mit der C-Form, das so gar nicht an den Vorgänger erinnert. Auch hier gilt: Die spannenden Kristallstrukturen im Inneren gibt es für die Ausstattungslevel Style und L&K in Serie. Der Skoda Superb stellt das dramatischste Design im Test. Ab 24.600 Euro.

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Die neuste VW Passat-Generation B8 ist edel und emotional: Vorne dominieren waagerechte Lamellen, die die Fahrzeugfront breiter erscheinen lassen und makellos in die Scheinwerfer-Einheit übergehen. Markant gehen die Akzente auf der Motorhaube in die Seitenspiegel über. Seitlich zeigt der Passat eine kräftig ausgebaute Designlinie auf Höhe der Handgriffe. Diese wird bis zum Heck weitergeführt und von den neuen kantigeren Heckleuchten aufgefangen. Sie betonen die Breite des Hecks. Der Passat ist trotzdem noch der vergleichsweise Konservativste im Vergleichs-Test. Er verfolgt noch am ehesten die klassische Limousinen-Form. Die Höhe der Fensterlinie lässt zudem schon Rückschlüsse auf den Innenraum zu, hier verliert man nicht viel Platz. Der Passat ist zudem 10 cm kürzer als die beiden anderen Konkurrenten – zumindest bei den Außenmaßen. Ab 26.000 Euro.

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Der Mazda6 verkörpert im Design die Form einer stromlinienförmigen Limousine mit Coupé-Elementen. Er kommt mit relativ wenigen Designlinien aus, was in der Regel für die Gestaltung spricht. An der Front wird mit dem jüngsten Facelift nun der Übergang von Frontgrill zu den Scheinwerfern betont, der kontrastierende Alu-Look-Bereich ist größer. Ebenso sind die horizontalen Lamellen in Silber. Die Scheinwerfer sind etwas schmaler geworden. Ab der höheren Ausstattungslinie Exclusive-Line gibt es nun Voll-LED-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht. Mit einer weiteren Option kann es sogar adaptiv im Fernlicht einzelne Bereich aussparen, um entgegenkommende Fahrzeuge nicht zu blenden (ALH, Adaptive LED Headlights). Am Heck hat sich hingegen weniger getan, dominierend bleibt hier die nach oben geschwungene Chromspange und die weit horizontal gezogenen Heckleuchten. Ab 25.500 Euro.

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Interieur

Beim Skoda Superb Interieur haben die Skoda-Designer sich nicht ganz so ausgetobt wie beim Exterieur. Es bleibt eher für Skoda typisch zurückhaltend und nüchtern. Trotzdem ist es natürlich das luxuriöseste Interieur der Marke, schließlich muss es dem Flaggschiff gerecht werden. Die Echtledersitze im Top-Trimlevel L&K erinnern eher an Sessel und betonen daher auch ganz klar die Komfortfunktion. Wer Sportlichkeit will, muss eher zu den Sportsitzen im Octavia RS greifen, denn Sportsitze gibt es für den Superb nicht. Die Premium-Sitze sind insgesamt nicht besonders groß. Menschen an die 1,90 m und größer überragen die Sitze mit den Schultern, dasselbe gilt für die Kniekehlen. Dennoch sind die Sitze auch auf Langstrecken bequem. Eher angetan sind wir von den Sitzen in den niedrigeren trim levels, dort ist Standard Stoff. Die weitere Option mit Alcantara auf den Sitzmittelbahnen hat leider auch Echtleder an den Außenwangen, warum auch immer. Die Verarbeitung ist top, dazu gibt es optional noch Highlights wie die einstellbare Ambientebeleuchtung (grün, blau oder weiß). Platz hat der neue Skoda Superb reichlich, insbesondere im Fond. Zwar ist der Superb auch das längste Fahrzeug im Test, doch hat er auch zusätzlich eine ganz besonders gute Raumausnutzung. Wenn man kein Panorama-Dach wählt, bleibt zudem selbst in der Limousine genügend Kopffreiheit. Großartig ist der Laderaum, der so unfassbar viel Platz bietet, dass man den Kombi eigentlich gar nicht mehr braucht. Zudem öffnet das gesamte Heckabteil zum einfachen Beladen.

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Das VW Passat Cockpit lässt sich auf Wunsch mit Holz, Chrom und Klavierlack ausstatten. Das riecht nach Premiumklasse. Ist es auch. Wer den Passat fährt, kann kaum noch einen Unterschied zu den Konkurrenten von Audi, BMW und Mercedes ausmachen. Nur weil Audi kürzlich den neuen A4 vorgestellt hat, der in der Innenraumverarbeitung neue Maßstäbe jetzt, ergibt sich dort nun wieder ein leichtes Gefälle. Die Ausstattungsniveaus staffeln sich wie bei VW gewohnt in Trendline, Comfortline und Highline. Optisches Highlight ist alleine schon die Fortführung der horizontalen Lamellen vom Kühlergrill im Bereich der Lüftungen im Interieur. Dadurch ergibt sich eine sehr edle Atmosphäre und das Cockpit wird noch cleaner. Ein Hauch von Oberklasse – gerade im höchsten trim level, bei dem man auch eine matte Holzleiste als Zier-Furnier wählen kann. Auch das Lenkrad und das zentrale Multimedia-System sind hochwertigst verarbeitet. Das Interieur ist in seiner Ausführung perfekt und sucht in der Eleganz seinesgleichen. Nicht zu überschwänglich, sondern sauber und edel. Auf den Fotos zu sehen ist das größte Navi, das sich einfach bedienen lässt und vor allem schnelle Reaktionszeiten bietet. Vorne testen wir die ergo-Comfort Sitze, die sich perfekt dem menschlichen Körper anpassen. Nur dass man eine Mischung aus elektrischer und manueller Verstellung gewählt hat, das verstehen wir nicht. Warum nicht alles elektrisch? Der Sitzbezug ist top und teilt sich in zwei verschiedene Stoffe auf, ein weicher Stoff für außen und ein etwas rutschfesterer strukturierter Stoff für die Sitzmittelbahn, super. So kann premium auch ohne echte Tierhaut! Im Fond bleibt reichlich Platz, mehr als im Mazda6, obwohl der Passat ja 10 cm kürzer ist. Lediglich der Superb kann hier noch mehr. Dasselbe gilt für den Kofferraum, der gut Platz bietet und sogar eine Fernentriegelung, bei der die Rücksitze direkt umklappen. Nur die Hürde des klassischen separaten Limousinen-Kofferraums bleibt.

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Das Cockpit wurde im Mazda6 mit dem Facelift völlig neu gestaltet und wartet mit hochwertigeren Materialien, einer besseren Übersicht, weniger Knöpfen und einem zeitgemäßen Infotainment-System auf. Das neue 7-Zoll-Farb-Touchdisplay ist schon bekannt aus den anderen aktuellen Mazda-Modellen. Damit ist der Bildschirm auch nicht mehr in die Mittelkonsole eingelassen, sondern thront selbstbewusst darauf. Allerdings hat man ihn schön in das obere Drittel integriert, es wirkt recht harmonisch. Als einziges Fahrzeug im Test bietet der Mazda zwei Bedienungsmöglichkeiten, über Touch und auch über einen zentralen Dreh-Drück-Schalter in der unteren Mittelkonsole. So kann sich hier jeder seine Bedienungsweise aussuchen. Optional gibt es nun ein Head-up Display (Serie für Top-Ausstattung Sports Line), das allerdings nicht in die eigentliche Scheibe projiziert wird, sondern in eine kleine separate Plexiglasscheibe davor. Dadurch ist es nicht ganz so praktisch wie die hochwertigeren Ausführungen. Um die Mittelkonsole weiter aufzuräumen, ist auch die manuelle Handbremse gegen eine elektronische Parkbremse ersetzt worden. Auch die Sitzform wurde für das Facelift leicht abgeändert, der Beifahrersitz hat nun serienmäßig eine Höhenverstellung. Volkswagen und Skoda bieten im Detail noch eine bessere Verarbeitung, so kann man den Mitteltunnel im Mazda6 zum Beispiel hin und her rütteln, im Passat und im Superb geht das nicht. Optisch sieht bei Mazda aber schon alles sehr gut aus. Wechselt man von Passat und Superb direkt zum Mazda6, spürt man als großer Mensch direkt, dass der Mazda nicht so sehr wie die beiden anderen darauf ausgelegt sind. Man sitzt im Mazda6 eher auf dem Sitz, während man im Passat und im Superb eher im Sitz sitzt. Wer über 1,80 m groß ist, wird mit Superb und Passat also besser bedient sein. Im Fond bleibt beim Mazda6 auch nicht so viel Platz wie bei den Konkurrenten, was am Designfokus des Exterieurs liegt. Hier wird der Platz dann innen nicht so gut ausgenutzt. Zwar finden Erwachsene auch hinten noch sehr gut Platz, aber Passat und Superb bieten mehr Kniefreiheit und auch mehr Kopffreiheit.

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Motoren

Für alle Modelle sind verschiedene Benziner und Diesel erhältlich, um den Test einerseits vergleichbar, aber auch interessant zu gestalten, haben wir folgende Motoren ausgewählt:

Skoda Superb: 2,0 TSI 220 PS und 6-DSG (7,0 Sek. 0-100 km/h)
VW Passat: 1,8 TSI mit 180 PS und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG (7,9 Sek. 0-100 km/h)
Mazda6: 2,5 Liter Skyactiv-G mit 192 PS und 6-Gang-Automatikgetriebe (7,8 Sek. 0-100 km/h)

Überall also Automatik und ein starker Benziner, für die Vielfalt haben wir bewusst bei Passat und Superb einen anderen gewählt, schließlich stehen bei diesen beiden dieselben Motoren zur Verfügung. Der Sauger vom Mazda hat natürlich weniger Durchzug, punktet dafür mit weniger Verbrauch und einem sonoreren Fahrverhalten.

Fahrverhalten

Im Skoda Superb fahren wir den überaus kraftvollen 220 PS Turbobenziner. Zusammen mit DSG ist dies eine sportliche Kombination, die eigentlich sogar schon zu kraftvoll ist, zumindest wenn man unbeladen und alleine fährt. Denn die Power auf der Vorderachse bringt ohne Allrad die Räder schon fast zum Durchdrehen. Das Fahrverhalten des Superb ist ganz auf Komfort ausgelegt, gerade mit dem adaptiven Fahrwerk DCC (Serie für L&K, optional für die unteren trim level für ca. 1.000). Fährt man im Comfort-Modus, glaubt man fast, zu schweben. Aber es ist keine Luftfederung. Der Sport-Modus vermittelt dann mehr Fahrbahnkontakt. Weniger PS würden auf jeden Fall reichen, denn mit dem Superb möchte man nicht rasen, sondern den Federungskomfort, den Langstreckenkomfort der Sitze und die gute Geräuschisolierung genießen.

Der VW Passat glänzt ebenfalls mit einem sehr guten Komfort, hat jedoch gleichzeitig das sportlichste Fahrwerk. Kombiniert mit der kürzesten Länge im Vergleich ergibt sich somit das sportlichste Fahrverhalten. Auch die Lenkung vermittelt am meisten Agilität. In der Tat ist der Passat vom Fahrverhalten her kein biederer Vertreter-Wagen mehr, sondern vermittelt wirklich Fahrspaß. Die Sitzposition der ergoComfort Sitz sorgt zudem für langanhaltenden Fahrspaß. Manchmal glaubt man, man sei im Kompakt-Segment unterwegs, so gut lässt sich der Passat handeln. Im Passat fahren wir den 180 PS Benziner (1,8 Liter), d.h. weniger Hubraum und weniger PS als im Superb, wobei man beide Motoren für beide Fahrzeuge bekommt. Dieser Motor ist unserer Meinung nach genau der richtige für dieses Auto, ausreichend Leistung, aber eben nicht so viel, dass beim Runterdrücken des Gaspedals ständig die Vorderräder durchdrehen. Ferner fällt beim Passat die beste Geräuschisolierung im Test auf, gerade bei hohen Geschwindigkeiten, wobei der technisch sehr verwandte Superb auch nah ran kommt.

Der Mazda6 hat die softeste Federung aller Kandidaten, hier merkt man die Ausrichtung auf japanische Staus und den US-Markt durchaus noch. Das merkt man aber nur so deutlich, wenn man direkt davor oder danach Passat oder Superb fährt. Zusammen mit der nicht ganz so gefühlvollen Lenkung ergibt sich hier das unsportlichste Fahrverhalten im Test. Wobei dies auf einem hohen Niveau gesagt ist. Grundsätzlich hat Mazda es geschafft, dass alle Modelle ein sehr positives Gefühl beim Fahren vermitteln, das gilt auch für den Mazda6. Die Lenkung ist leichtgängig, man muss auch nicht allzu viel kurbeln. Der 2,5 Liter Sauger-Motor ist sonorer unterwegs als die Turbos, fühlt sich dadurch langsamer an, obwohl er es gegenüber dem 1,8 Liter aus dem Passat gar nicht ist. Auf dem Papier haben ja beide dieselbe Beschleunigung. Doch um den Sauger auf Geschwindigkeit zu bringen, bedarf es ordentlich Drehzahl, und das hört sich dann etwas bemüht an. Dafür punktet der Sauger-Motor mit einem niedrigen Verbrauch, er bewegt sich eher hin Richtung 8 l / 100 km anstatt wie die Turbos Richtung 10 (Passat) und 11 Liter (Superb).

Abmessungen

Länge:
Skoda Superb: 4,87 m
VW Passat: 4,77 m
Mazda6: 4,87 m

Fazit: Schaut man im Vergleichstest VW Passat gegen Skoda Superb gegen Mazda6 zunächst auf die Preise, so fällt auf, dass die Einstiegspreise relativ nahe beieinander liegen. Wählt man aber die Top-Ausstattung und einen der größten Motoren, wird offensichtlich, dass der Preisunterschied von ca. 1.000 Euro zwischen VW Passat und Skoda Superb bleibt (der Superb ist also günstiger, obwohl er mehr Platz bietet), aber der Mazda plötzlich deutlich günstiger dasteht. Das Verhältnis ist ca. Passat 41.000 zu Superb 40.000 zu Mazda6 37.000 Euro. Der Preis-Leistungs-Gewinner ist laut Listenpreisen also der Mazda. Wobei man natürlich immer schauen muss, was für ein konkretes Angebot es letztlich für Kauf oder Leasing beim Händler gibt, da relativiert sich dann einiges aus der Liste. Ebenso punktet der Mazda6 mit dem Saugermotor, der eine längere Haltbarkeit verspricht und einen niedrigeren Verbrauch. Im Fahrverhalten zeigen Skoda Superb und VW Passat einen Komfort wie mit einer Luftfederung. Beim Exterieur gewinnt Superb, denn er bietet die interessanteste und schärfste Optik – wobei das natürlich auch immer Geschmacksache ist. Bei der Interieur-Qualität liegen alle gut, wobei der Passat hier das Rennen macht, er hat die edelsten Lösungen und die hochwertigste Verarbeitung – aber im Prinzip gleichauf mit dem Superb. Der Passat traut sich mit den horizontalen Lamellen nur ein wenig mehr. Das praktischste Auto im Test ist der Superb, weil der Laderaum durch die besonders große Heckklappe nutzbar ist wie ein Kombi. Und im Fond bleibt massig Platz. Ebenso gut für seine Größe (immerhin 10 cm kürzer) schneidet der Passat beim Platzangebot im Fond ab. Der Mazda6 schaut da etwas hinterher, weil die geschwungenen Designlinien außen sich dann doch innen bemerkbar machen. Insgesamt haben wir drei Automobile getestet, zu denen man allesamt gut raten kann. Hier unser abschließender Rat, wer welches Fahrzeug nehmen sollte:

– Fokus auf Agilität und Sportlichkeit im Fahrverhalten: Passat
– Fokus auf Fahrkomfort: Superb
– Fokus auf Maximales Platzangebot und Praktikabilität: Superb
– Fokus auf Design: Superb & Madaz6
– Fokus auf niedrigsten Listenpreis (insbesondere für Privatkunden ohne Flottenleasing): Mazda6

Somit bleibt es im Endergebnis sehr knapp, durch die Kombination von Top-Qualität, spektakulärem Design und dem immer noch sehr attraktiven Preis macht der Skoda Superb für uns das Rennen.

Autogefühl: ***** (Superb) **** (Passat) *** (Mazda6)

Text: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Fotos: Autogefühl, Cornelius Dally/Thomas Majchrzak
Kamera: Autogefühl, Michel Weigel/Cornelius Dally

 

 

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6 Responses to Vergleichstest Skoda Superb gegen VW Passat vs Mazda6

  1. […] Vergleichstest Skoda Superb gegen VW Passat vs Mazda6, gefunden bei http://www.autogefuehl.de (0 Buzz-Faktor) […]

  2. Speed says:

    Sehr informativen Artikel . Danke für das Teilen

  3. Reiner says:

    Ich habe über mehrere Wochen Passat und Superb verglichen und mehrfach Probe gefahren.
    Letztendlich bestelle ich nun einen Superb.
    Gründe: Der Passat ist deutlich enger vom Raumgefühl, insbesondere die schrägen A-Säulen bewirken dies, dazu besseres Einsteigen beim Superb.
    Die Rundinstrumente des Passat wirken altbacken und sind schelchter ablesbar, die Version mit Bildschirm ist nicht zu empfehlen: Total unübersichtlich, ständig bewegt sich etwas und an vielen Stellen kaum ablesbar, weil die Striche keine Zahlen haben (z. B. Verbrauchsanzeige).
    Bei beiden sehr schlecht: Türfeststeller wie vor 20 Jahren, wo sind die tollen Rollenfeststeller von VW geblieben?
    Die Oberfläche des Armarturenbretts beim Passat wirkt billig, die Lamellen quer über das Armarturenbrett will ich nciht putzen und ob das Design des Passat in Jahren noch so gefällt oder noch gut aussieht, wage ich zu bezweifeln, der Superber wirkt hier zeitlos modern.
    Der A6 schied übrigens schon zu vor aus: Viel zu beengt, viel zu wuchtiges Cockpit und Mittelkonsole.
    Motoren (190/220 PS): Beide Motoren haben ausreichend Leistung: Schade, dass es keine 6 Zylinder mehr gibt. Kein Motor kommt an den 2,8V6 des früheren Superb heran. Die Diesel (190 PS) habe ich in beiden Probe gefahren. Akustisch stets präsent nennt man das wohl, obwohl der bei 200km/ nur ca. 3000 U/min dreht. Im Passat kam ein Dröhnen dazu, da war sogar der Superb leiser. Verbrauch lag bei knapp 7 Liter laut Anzeige (mit DSG). Der 220 PS (gibts nur als DSG) ist auch nicht gerade leise, weit entfernt von einem 6 Zylinder. Er wirkt beim Beschleunigen aktustisch angestrengt. Besser wäre es, wenn das DSG nicht immer beim Beschleunigen runter schalten würde, dann wäre ziemlich Ruhe. Verbrauch etwas über 8 Liter (also 1,5-2 Liter weniger als der 2,8V6).
    Der 1,8 Liter kommt nicht in Frage, wir fahren diesen in einem Altea: Verbrauch bei 8 Liter und mehr, selten mal 7,5.
    Braucht viel Drehzahl und hat konstruktive Mängel.
    Passat hat eine riesige Aufpreisliste (USB: 170 Euro!)
    Beim Superb gibt es Pakete. Ich entscheide mich zwischen Ambition und Style, wobei der Style hässlich gewaffelte Sitzbezüge hat. Andererseits kommt der Ambition mit den gwünschten Extras (Bolero, Xenon, Sitzheizung) schon auf den Preis des Style, der das serienmäßig hat. Der Preisunterschied Passat/Superb ist viel geringer als früher.
    Was dem Superb fehlt, ist ein leiser souveräner Motor.
    Da 6 Zylinder in dem Segment nicht mehr zu haben sind, bestelle ich einen Superb Combi mit dem 220 PS Motor.

    • Autogefühl says:

      Hallo Reiner!

      Vielen Dank für das Feedback, sehr interessant und dem ist nur zuzustimmen! Eine sehr gute Wahl, die du getroffen hast.

      LG

      Thomas

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