DS3 Hatch, Cabrio & Performance Test Fahrbericht

DS3 Hatch & Cabrio erhalten ein Facelift, mit dem das Citroen-Logo dem DS-Logo weicht, wie schon bei DS4 und DS5. Zudem kommt die neue Sportversion DS3 Performance hinzu. Damit ist der erste große Aufschlag der eigenen Premium-Marke DS vollendet, eine Vorbereitung auf weitere Modelle. Wir haben uns die Änderungen beim Premium-Kleinwagen angesehen. Von Thomas Majchrzak

Los geht es mit dem neuen DS3 bei 15.900 Euro mit 82 PS Benziner. Hoch geht es in den normalen Varianten bis ca. 23.500 Euro mit dem stärksten Benziner oder Diesel und dem Top-Trimlevel. Im direkten Vergleich Hatch & Cabrio liegt die Version mit Verdeck ca. 3.000 Euro teurer. Das ist viel dafür, dass es kein “echtes” Cabrio ist. Und auch die DS3 Performance Variante schlägt noch mal mit gut 3.000 Euro extra zu Buche, erhältlich für Hatch und Cabrio.




Exterieur

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Das grobe Layout mit viele Designkurven ist geblieben, ein sehr provozierendes Design, was aber durch die Rundungen die Blicke wieder sänftigt. Auffälligste Neuerung ist das neue Logo am Kühlergrill. Bei DS5 und DS4 hat man das damit verbunden, dass man den Kühlergrill prägnanter gemacht hat, ebenso hier. Die so genannten DS Wings leiten von den Scheinwerfern zum Kühlergrill über. Neu sind mehrere Farbkombinationen für das Dach, das für einen Kontrast zur Restfarbe sorgt. So kommt man dann insgesamt auf 78 mögliche Farbkombinationen.

Interessant ist natürlich weiterhin die Cabrio-Variante, die kein wirkliches Cabrio ist, aber trotzdem viel Frischluft bietet. Das Webasto-Stoffdach lässt sich bis zu den hinteren Passagieren öffnen und ist somit geeignet, kalte Temperaturen mit Offenfahren zu verbinden – weil man eben eine Art Zwischending zwischen Cabrio und geschlossenem Fahrzeug hat. Das Dach kann man bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h öffnen und schließen. Neben Schwarz gibt es auch drei weitere Farben für das Verdeck, blau, grün und grau mit DS-Logos. Ist das Dach in der “offensten” Stufe, kann man nicht mehr durch den Rückspiegel nach hinten schauen, das ist ein Nachteil. Wenn man eine Stufe nach oben fährt, kann man dann wieder durchs Heckfenster blicken. Der generell schwierige Kofferraum-Zugang ist die größte Einschränkung des Cabrios, aber immerhin hat man sich ein cleveres System einfallen lassen, bei dem in der offensten Dachstellung das Dach automatisch etwas nach oben fährt, wenn man den Kofferraum-Knopf drückt.

Die neue Sportversion DS Performance zeigt große 18 Zoll Felgen in Schwarz, sportliche Schürzen und eine exklusive Folierung. Der DS Performance sitzt 15 mm tiefer, hat eine breite Spur und größere Bremsscheiben.

Interieur

Das Interieur zeichnet sich weiterhin durch für diese Klasse ungewöhnliche Materialien aus, man findet eben nicht nur einfaches Hartplastik, sondern kreative Oberflächen wie am oberen Armaturenbrett (sieht so aus wie eine Wellenstruktur) und Extras wie den Parfümspender. Im Kontrast dazu lässt die Verarbeitungsqualität an anderen Stellen aber durchaus Luft nach oben.

Neu im Facelift ist die optionale Smartphone-Konnektivität. So kann man dann per Mirrorlink oder CarPlay sein Handy spiegeln. Das haben wir ausprobiert, funktioniert ohne Probleme – und peppt das ansonsten eher biedere Infotainment-System auf.

Vorne ähneln die Sitze stark den größeren Modellen DS4 und DS5, insofern bekommt man auch einen komfortablen Sitz. Allzu groß sollte man aber nicht sein, über 1,80 m wird es etwas beengt mit den Beinen. Kein Auto für große Menschen. In den Fond kommt man natürlich auch nur etwas kompliziert, und mit den Knien wird es eng. Hier ist die empfohlene Größe 1,70 m.

Als neue Sitzbezug-Option kommt Dinamica hinzu (Mikrofaser), endlich zeigt sich DS in dieser Hinsicht echt zeitgemäßer. Denn ansonsten wird das optionale handverarbeitete Echtleder betont, das im Gegensatz zum Anspruch „Avantgarde“ auf ganzer Linie alten, schweren und umweltschädlichen Luxus darstellt. Bei DS probiert man aber gerade, ob man auch Stein (dünn aufgetragen natürlich) als innovatives hochwertiges Material künftig einsetzen kann.

Solange man den Hatchback hat, bleibt auch ein normaler Kleinwagenkofferraum, beim Cabriolet muss man sich doch schon sehr einschränken, wie oben beschrieben.

Die Ausstattungslinien teilen sich auf in Chic, So Chic und Sport Chic.

Ab So Chic kommt hinzu (plus ca. 2.000 Euro):
– Ambientebeleuchtung
– 16-Zoll-Alufelgen
– Klimaanlage
– Tempomat

Sport Chic fügt hinzu (plus noch mal ca. 2.000 Euro):
– Infotainment-System mit Bluetooth-Verbindung
– Heck- und Seitenscheiben dunkler getönt
– LED-Rückleuchten
– 17-Zoll-Alus
– Dinamic (Mikrofaser) Bezug auf den Sitzen statt Stoff
– Nebelscheinwerfer

Für 600 Euro extra kann man sich ferner die Mirror Screen Funktion dazu holen zum besseren Anbinden des Smartphones.

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Motoren

Benziner
1,2 l 3-Zylinder mit 82 PS
1,2 l 3-Zylinder mit 110 PS (optional mit Automatik)
1,2 l 3-Zylinder mit 130 PS (neu)
1,6 l 4-Zylinder mit 165 PS
1,6 l 4-Zylinder mit 208 PS (im DS3 Performance)

Diesel
1,6 l 4-Zylinder mit 100 PS
1,6 l 4-Zylinder mit 120 PS

Fahrverhalten

Wir fahren den DS3 als Cabrio mit 1,6 l Diesel und 120 PS und als DS3 Performance mit 1,6 l Benziner mit 208 PS.

Dieser Diesel macht sich durchaus klanglich als Diesel bemerkbar, allerdings kann man ihn auch sparsam fahren, 5 l / 100 km sind auch bei gemischter Fahrweise drin. Genügend Kraft ist auch für die Autobahn vorhanden. Wobei sich die Frage stellt, ob es in einem Kleinwagen ein Diesel sein muss.

Das Cabrio kann man auch mit 80 km/h noch gut offen fahren, darüber hinaus wird es zwar nicht zu zugig, aber etwas zu laut. Aber das Gute ist ja, dass man bei diesem Cabrio sozusagen immer schnell auf und zumachen kann. Obwohl die Seitenholme stehen bleiben, kommt wegen der weiten Öffnung trotzdem ein angenehmes Cabrio-Feeling auf.

Bei den Assistenzsystemen kommt nun optional der City-Notbremsassistent hinzu. Bewegt sich das betreffende Fahrzeug mit weniger als 30 km/h, betätigt der Sensor automatisch die Bremse, um den Aufprall zu verhindern. Das automatische Bremssystem kann bis zum völligen Stillstand des Fahrzeugs führen, wenn die Situation es erfordert. Schlecht: Der AEB ist nur optional erhältlich, für 400 Euro, und das sogar nur in Verbindung mit dem höchsten Trimlevel Sport Chic. Das gehört serienmäßig.

Der DS3 Performance ist eine echte kleine Renn-Hummel. Der kleine Benziner macht Spaß, der Sound ist dafür sogar ordentlich und Sitze und Fahrwerk bieten guten Seitenhalt. Es macht richtig Laune, den DS3 Performance um die Ecken zu fegen. Dabei stellen wir auch fest, dass die Performance-Variante wegen der tollen Sportsitze auch die Lösung für größere Personen bietet, denn die Sportsitze bieten trotz des größeren Seitenhalts einfach mehr Fläche – und haben zudem einen tollen Stoff-Alcantara-Mix. Das kompakte Lenkrad ist an eine direkte Lenkung verknüpft und das Fahrwerk ist zwar straffer, aber noch in jedem Fall gut alltagstauglich.

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Abmessungen

Länge: 3,95 m
Breite: 1,71 m (ohne Außenspiegel) / 2,00 m (mit Außenspiegeln)
Höhe: 1,46 m
Radstand: 2,45 m
Leergewicht: 1.150 – 1.240 kg

Fazit: Mit dem größeren Produktupdate ist der DS3 nun ein noch extravaganteres kleines Automobil geworden. Polo GTI & Co. mögen zwar in der Verarbeitung perfekter sein, dafür punktet der DS3 mit Extravaganz im Design. Anzuraten ist für das kleine leichte Auto auf jeden Fall ein kleiner Benziner. Auch lohnt sich das Cabrio, das ganzjährig Offenfahrvergnügen bietet. Unsere Wunschkombi ist das Cabrio als Performance-Variante, weil die attraktiven Sportsitze nicht nur mehr Sportlichkeit, sondern gleichzeitig mehr Komfort bieten und das Problem lösen, dass die normalen Varianten für größere Menschen eher suboptimal sind.

Autogefühl: ***

Text: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Fotos: Autogefühl, Michel Weigel




2 Responses to DS3 Hatch, Cabrio & Performance Test Fahrbericht

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