Mercedes GLC Test Fahrbericht 250d

Der Mercedes GLC hat das alte kantige Design vom GLK abgelöst und präsentiert sich nun als einer der hochwertigsten und teuersten Kompakt-SUVs. Wir haben den neuen GLC als 250d getestet und betrachten auch die Unterschiede zu den Wettbewerbern. Von Thomas Majchrzak




Exterieur

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Das neue Exterieur gleicht sich in der Front dem aktuellen Mercedes-Design an. Eine große Ähnlichkeit besteht zum kleineren Bruder Mercedes GLA, so sind die Scheinwerfer (optional in Voll-LED für den GLC) und die zwei horizontalen Lamellen weitgehend identisch. Der runde GLC ist ein Produkt aerodynamischer Überlegungen, der cw-Wert liegt nun bei 0,31. Und das Auto ist deutlich gewachsen, allein um zwölf Zentimeter in der Länge. Der Kofferraum des GLK war bisher noch etwas kurz im Klassenvergleich. Dafür war er aber auch sehr wendig. Optional bekommt man auch eine AMG-Line mit zusätzlichen Lufteinlässen, einem mächtigeren Spoiler, größeren Felgen (maximal bis 20 Zoll) und einem schwarzen Diffusor. Serienmäßig hat der neue Mercedes GLC 17 Zoll Felgen, auf dem Foto sehen wir optionale 19 Zoll Felgen und die Farbe Selenit-Grau.

Interieur

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Mit ihrem Prinzip der sensual purity (sinnliche Klarheit) haben die Mercedes-Designer fließende und edle Formen geschaffen, die möglichst wenige Lücken zeigen und diese geschickt mit Designlinien kaschieren. Grundsätzlich erinnert das GLC-Interieur an die verwandte C-Klasse, man hat für ein SUV also auch eher einen Cockpit-Blick. Das wirkt sportlich, schränkt aber die Übersicht ein.

Charakteristisch ist die breite Mittelkonsole, die wahlweise mit offenporigem Holz (hier in der dunklen Ausführung zu sehen), lackiertem Holz oder einer Fläche in Hochglanz-Schwarz belegt ist. Letztere ist aber besonders empfänglich für Fingerabdrücke. Überaus gelungen ist auch die Beifahrerseite, bei der die Armaturenbrett-Elemente leicht abgeschrägt ineinander übergehen.

Serienmäßig ist eine Mittelkonsole in Klavierlack, das Radio Audio 20 und eine Stoff-Polsterung der Sitze. Auch die 2-Zonen-Klimaautomatik sowie die Bluetooth-Schnittstelle kommen serienmäßig.

Interessant sind die optionalen Ausstattungspakete (aufgeteilt in außen und innen), bei der Exclusive Line erhält man die Ledernachbildung Artico außen und Stoff innen auf den Sitzen sowie 18 Zoll Felgen außen, bei der AMG-Line gibt es die Kombination Artico außen und Mikrofaser Dinamica innen. Insgesamt muss man sagen, dass der Mercedes GLC damit eines der zukunftsfähigsten Autos ist, denn hier wird Luxus mit Nachhaltigkeit verbunden. Wer GLC fährt, muss kein Echtleder wählen und kann trotzdem hohen Luxus genießen. Auch wenn man optional das Armaturenbrett veredelt, so ist dieses mit schönem und haltbarem Kunstleder bezogen. Unser Testwagen zeigt allerdings die optionale Echtleder-Ausstattung, die man nur anhand der Anzahl der Unterteilungs-Elemente vom Artico-Bezug unterscheiden kann (letzterer ist in etwas weniger Elemente unterteilt).

Und fürs Navi muss man wie gewohnt separat etwas hinblättern, entweder 600 Euro um das Audio 20 zu erweitern oder 3.500 Euro für das große Comand Online. Apple CarPlay ist noch nicht verfügbar, man verbindet das Phone normal über Bluetooth für Telefon- und Audiostreaming.

Das Ladevolumen ist bei umgeklappter Rückenlehne auf 1.600 Liter gestiegen. In der Tat ist die Ladefläche wunderbar zu nutzen, und praktischerweise gibt es auch die Funktion, dass man per Knopfdruck sowohl vom Fond aus als vom Laderaum aus die Rücksitze umklappen kann.

Motoren

Folgende Motoren stehen bislang zur Verfügung, bis auf die Sechszylinder-AMG-Variante sind alles Vierzylinder:

Diesel
GLC 220d 4MATIC mit 170 PS
GLC 250d 4MATIC mit 204 PS

Benziner
GLC 250 4MATIC mit 211 PS
Mercedes-AMG GLC43 4MATIC mit 367 PS

Benzin-Plugin-Hybrid
GLC 350e 4MATIC mit 211 PS + 116 PS
Dieser soll bis zu 34 km rein elektrisch fahren können.

Alle haben die neue 9-Stufen-Automatik.

Der Einstiegspreis für den Benziner liegt bei 44.500 Euro.

Fahrverhalten

Wir fahren den 250d 4MATIC. In 7,6 Sekunden geht es von 0 auf 100 km/h, das ist mehr als ausreichend für ein SUV. Der 250er Benziner ist 0,3 Sekunden schneller, das tut sich also nicht viel. Der Diesel fällt auch nicht durch allzu unangenehme Geräusche auf, insgesamt ein ausgereifter Motor, wenn man denn auf Diesel setzen möchte. Offiziell angegeben ist der 250d mit einem Verbrauch von 5,5 Litern / 100 km, der effektiv gemessene Verbrauch lag bei 7,5 l / 100 km. Das könnte etwas weniger sein. Den Benziner landet dagegen bei ca. 10 l / 100 km.

Für 2.300 Euro extra gibt es eine Luftfederung, die in dieser Klasse bislang nur der Porsche Macan anbot. Auch wir testen hier die Luftfederung – und sind begeistert. Der Mercedes GLC wird damit zu eines der komfortabelsten Kompakt-SUVs. Bodenwellen & Co. werden weich ausgeglichen, man fährt wie auf Wolken. Wer es gerne sportlicher mag, kann die Federung auch etwas härter einstellen, entweder mit den Presets für Comfort und Sport, oder aber auch individuell. So kann man sich das Lenkrad etwas “härter” einstellen oder aber auch nur die Federung. Eine Sportskanone ist der Mercedes GLC nicht, aber im Sport-Modus kann man ihn durchaus spaßig bewegen. Der Fokus liegt aber auf dem Komfort. Dazu trägt auch die gute Geräuschisolierung bei.

Top: Auch der Collision Prevention Assist Plus ist serienmäßig, er umfasst eine Kollisionswarnung inklusive adaptivem Bremsassistent und autonomer Teilbremsung zur Kollisionsminderung oder -verhinderung.

Abmessungen

Länge: 4,65 m (+ 12 cm gegenüber GLK)
Breite: 1,89 m (ohne Außenspiegel) (+ 5 cm gegenüber GLK)
Höhe: 1,63 m (+ 0,9 cm gegenüber GLK)
Radstand: 2,87 m (+ 11,8 cm gegenüber GLK)

Fazit: Der Mercedes GLC katapultiert sich mit an die Spitze der Kompakt-SUVs. Natürlich ist er nach dem Porsche Macan der teuerste im Segment. Dafür bekommt man ein sportliches Design, ein extrem komfortables Fahrwerk sogar mit optionaler Luftfederung und Luxus im Interieur, ohne auf Nachhaltigkeit verzichten zu müssen. Mercedes zeigt mit den Kunstleder/Stoff oder Kunstleder/Mikrofaser-Kombinationen, dass man – zumindest bei diesem Fahrzeug – in der Gegenwart angekommen ist. Der GLC ist in jeder Hinsicht überzeugend und wenn man eben nicht auf den Preis achten muss, gehört er sicherlich mit zur ersten Wahl im Segment.

Text & Fotos: Autogefühl, Thomas Majchrzak

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