Neuer Opel Mokka X Test Fahrbericht

Der Mokka X ist ein Facelift des Mokka, der ursprünglich 2012 auf den Markt gekommen ist. Das X steht jetzt für alle SUV-Modelle des Herstellers. Für Opel ist das Auto extrem wichtig: Über 600.000 Mal wurde es verkauft in den vergangenen Jahren. Damit der Erfolg andauert, wurde das SUV zum neuen Opel Mokka X aufgepeppt. Und das mit Verstand. Von Holger Majchrzak





Als Klein-SUV hat der Mokka fast keine ernsthafte Konkurrenz. Opel war der erste in diesem Segment; die Wettbewerber haben mit Modellen nachgezogen, die nicht so richtig heran reichen. Aber Opel muss trotzdem was tun, um weiter gut im Geschäft zu bleiben mit dem Mokka, der im Vereinten Königreich auch von Vauxhall und in Nordamerika und China als Buick Encore verkauft wird.

Exterieur: Front vermännlicht – Rest gleich

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Insgesamt behält der Mokka X das runde und harmonische Aussehen. Die Front hat ein maskulineres Gesicht bekommen. Durch die Betonung horizontaler Linien wirkt er etwas breiter, stärker und sportlicher. Das neue Erkennungsmerkmal sind zwei Schwingen, die vom Opel Blitz ausgehen und zu den LED Leuchten führen. Sehr markant und, wie wir finden, formschön. Auch die Haube wurde leicht verändert, das erkennt aber nur der Expertenblick.

Von der Seite betrachtet sieht alles gleich aus, am Heck gibt es neue Leuchten. Das Auto ist also nach wie vor 4,30 m kurz – das ist eigentlich das Geheimnis des Erfolgs. Ein SUV mit allen Vorteilen dieser Bauart, aber mit den Abmessungen eines Kompaktwagens. Ein perfektes Stadtauto.

Highlight im wahrsten Sinne des Wortes sind die neuen Frontscheinwerfer mit adaptivem Fahrlicht (AFL=Adaptive Forward Lighting). Das neue AFL-LED-System passt den Lichtstrahl automatisch der Fahrsituation an und garantiert eine bessere Ausleuchtung der Strecke. Das ist natürlich gut für die Sicherheit.

Neun unterschiedliche Lichtfunktionen stellen sich ein, darunter Stadtlicht, Landstraßenlicht, Kurven- und Abbiegelicht, es gibt einen Reise-Modus für die Fahrt nach England zum Wechseln von Rechts- auf Linksverkehr sowie eine Einpark- und eine Stopp-Funktion – sozusagen ein Energiesparmodus. Richtig klasse für ein Auto in diesem Preissegment. Das neuartige Lichtsystem kostet 1.250 Euro – in den Ausstattungsvarianten INNOVATION und Color INNOVATION zählt es bereits zur Serie.

Dazu sind weitere Sicherheitssysteme wie der Verkehrsschildassistent, der Spurassistent oder der Abstandswarner und der Frontkollisionswarner auf Basis der Opel-Frontkamera im Angebot.

Interieur: Kleines SUV auf edel getrimmt

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Die richtige Überraschung kommt im Innenraum – eine Optik und Ausstattung, die von einem Auto bei einem Startpreis unterhalb von 20.000 Euro so nicht zu erwarten ist. Ein stimmiges, klares und zurückgezogenes Gesamtbild mit klassischer Anordnung der Instrumente im Cockpit. Im Zentrum steht der neue Touchscreen, der es in sich hat.

Es gibt zunächst eine Sieben-Zoll-Variante, das IntelliLink Infotainment-System, kompatibel mit Apple CarPlay und Android Auto. Es bringt wichtige Funktionen des Smartphones auf den Touchscreen. Etwa Navigation via Maps (inkl. Sprachführung und Verkehrsmeldungen), Musik-Streaming via Spotify, Webradio per TuneIn oder Stitcher. Man kann SMS verschicken und sich vorlesen lassen Diese Apps und Funktionen lassen sich auch über Sprachsteuerung bedienen – Apple Siri oder Google Voice.

Für 950 Euro Aufpreis gibt es das Navi 900 IntelliLink. Mit einem 8″-Touchscreen-Farbdisplay. Auf dem läuft dann zusätzlich ein hoch entwickeltes Navigationssystem mit 3-D-Perspektive.

Und dann gibt es noch die Opel OnStar Knöpfe. OnStar ist ein Online und Service Assistent. Oder man sagt auch Telematik-Dienst, der das Auto mit einer Service-Stelle vernetzt. Drückt man den Knopf, ist man mit einem echten Menschen verbunden, der hilft. Etwa bei einem Unfall – wobei bei Auslösen des Airbags OnStar auch alleine anruft und nachfragt – bei Navigationsfragen oder auch der Empfehlung des nächsten Restaurants. OnStar prüft auch per Ferndiagnose wichtige Bereiche des Autos. Das erste Jahr ist der Dienst kostenlos, danach werden 99 Euro pro Jahr fällig.

Als angenehm haben wir auch die eigenständige kleine Einheit für Heizung, Lüftung und Air Condition unterhalb des Touchscreens empfunden. Wir plädieren ja grundsätzlich dafür, diese Steuerung nicht nur in Bildschirme zu integrieren, weil man das so häufig braucht und dann schnell abgelenkt ist.

Raumangebot: Gar nicht so klein für einen Kleinwagen

Wie es sich für ein SUV gehört, gibt es die beliebte erhöhte Sitzposition. Für 685 Euro Aufpreis bekommen Fahrer und Beifahrer Ergonomie-Sitze, die geprüft rückenfreundlich sind. Wer zusätzlich 1.620 Euro investiert bekommt Tierhautausstattung, Lenkradheizung sowie mehrstufig heizbare Sitze vorn. Zumindest die Ergonomie-Sitze in unserem Testwagen haben wir schätzen gelernt, eine sinnvolle Geldausgabe. Vorn ist der Platz reichlich, auf der Rückbank kommen auch zwei Erwachsene zurecht wenn sie nicht besonders groß oder füllig sind.

Das Platzangebot im Innenraum muss natürlich irgendetwas anderes einschränken – hier ist es der Kofferraum des Mokka X. Reisegepäck für zwei Personen, der Wochenend-Einkauf, alles kein Problem. Mehr als zwei Koffer, dann wird es schwierig. Aber auch hier gilt: für die allermeisten Fahrten völlig ausreichend.

Motor: Der meistverkaufte ist nach wie vor der Beste

Ein Dieselmotor mit 136 PS – darauf fällt die Wahl ganz vieler Käufer des Mokka und das ist auch genau der richtige Motor. Stark und flott, mehr braucht man nicht. Weiterhin im Angebot: ein 115 PS starker 1,6-Liter-Benziner mit Frontantrieb, zwei weitere Benziner mit 1,4 Liter Hubraum und 140 oder 152 PS. Außerdem noch ein 1,6-Liter-Diesel mit 110PS. Und ein Autogas-Motor. Auswahl genug.

Top-Antrieb ist der 152 PS starke 1.4 Turbo, der ausschließlich in Verbindung mit Sechsstufen-Automatik und adaptivem Allradantrieb im Angebot ist. Der beschleunigt den Mokka X in knapp 10 Sekunden von null auf 100 km/h. 193 km/h Spitze. Ab 26.690 Euro gibt es diesen Top Mokka X. Aber auch wir würden zum starken Diesel greifen.

Fahrverhalten

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Es stellt sich das typische SUV-Fahrgefühl ein: eine gute Übersicht über die Straße. In Verbindung mit dem gelungenen Cockpit, in dem man nicht lange nach den Bedienelementen suchen muss, vermittelt das ein großes Gefühl von Sicherheit. Der Wagen ist beim Einparken nicht wirklich übersichtlich – das ist bauartbedingt ja heutzutage kaum noch ein Auto – aber aufgrund der Kürze problemlos. Wer es braucht: eine Rückfahrkamera gibt es ja auch optional.

Die Lenkung ist sehr präzise und der Wagen so ziemlich in der Mitte von sportlich und bequem abgestimmt. Das heiß er schaukelt noch ein wenig in schnellen Kurven, aber beherrschbar, dafür werden Schlaglöcher etc. auch gut geschluckt. So wie es der Durchschnittsfahrer bestimmt zu schätzen weiß.

Fazit: Ich denke, der Vorteil des Mokka X ist: Es gibt viel Auto für das Geld. Und keine Panik, wenn der Fahrer vor engen Straßen, viel Verkehr oder schmalen Parkhäusern steht, dank der kompakten Abmessungen. Wer das Auto einmal gefahren hat, weiß warum der Mokka so erfolgreich ist und der Mokka X es bleiben wird. Es soll auch schon wieder zehntausende Vorbestellungen geben, obwohl dieses Modell erst im September 2016 eingeführt worden ist. 18.990 Euro ist der Grundpreis, der ist stabil geblieben.

Autogefühl: ***

Text & Moderation: Autogefühl, Holger Majchrzak
Foto & Video: Autogefühl, Jonas Bomba




One Response to Neuer Opel Mokka X Test Fahrbericht

  1. […] Opel Mokka X (ab 18.990 Euro) Audi Q2 (ab 24.990 Euro) Mini Countryman (ab 20.400 Euro) […]

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