Subaru XV Test – neue Generation 2018

Der Subaru XV geht in die neue, zweite Generation. Dabei basiert er nun nicht mehr auf der Impreza-Plattform, sondern auf der neuen globalen Subaru-Plattform, auf die künftig alle neuen Subaru-Modelle aufbauen werden. Wir haben den neuen kompakten Crossover getestet. Von Thomas Majchrzak





Exterieur

Der Subaru XV zeichnete sich zuvor schon mit seinem eigenständigen Look ab, in der neuen Generation kommt der XV noch kräftiger daher und wird noch SUViger. Der XV zeigt nun einen aufrechteren Kühlergrill, eine moderne LED-Tagfahrtlicht-Signatur (ab Comfort) und steht auch im Seitenprofil aufrechter. Die Hauptscheinwerfer starten mit Halogen und kommen optional oder ab Comfort mit Voll-LED. Mit 4,46 m ist die Länge nahezu identisch geblieben. Los geht es mit 17-Zoll-Felgen. Am Heck sind die Leuchten nun stärker in die Waagerechte gezogen.

Interieur

Das Interieurdesign ist wie von Subaru gewohnt eher zurückhaltend und orientiert sich weiterhin am Vorgänger. So bleibt auch die Lösung der zwei mittleren Bildschirme erhalten, darunter sind auch noch klassische Temperatur-Regler zu finden. Die Zwei-Bildschirm-Lösung hat z.B. den Vorteil, dass während der Zielführung die nächste Abbiegung auf dem oberen Display angezeigt wird und man daher den Blick nicht weit nach unten richten muss. Dasselbe gilt für die Temperatur, diese wird ebenfalls oben angezeigt, so dass man auch nicht davon abgelenkt wird, nach unten zu schauen auf einen Temperatur-Regler. Vorne auf dem Armaturenbrett setzt sich ferner nun eine Designlinie ab, um etwas mehr Gestaltung zu bieten. Die untere Infotainment-Einheit ist moderner und größer (bis zu 8 Zoll) und bietet nun auch die Funktion der Smartphone-Spiegelung. Einmal einstöpseln, sofort ist man z.B. mit Apple CarPlay verbunden, so soll es sein. Auch die Navisoftware hat sich weiterentwickelt, reagiert schneller und ist übersichtlicher. Die Verarbeitungsqualität ist ordentlich.

Serienausstattung (Trend) sind übrigens Stoffsitze, 6,5″-Screen, Bluetooth-Verbindung und Klimaanlage.

Die weiteren Ausstattungslevels teilen sich auf in Comfort, Exclusive und Exclusive+. Ab Comfort kommen z.B. die LED-Scheinwerfer hinzu, ab Exclusive das große 8-Zoll-Display mit Navi und Rückfahrkamera sowie Kunstleder-Applikationen an den Sitzen, Exclusive+ gibt es leider nur mit Tierhaut-Bezügen, wie auch hier zu sehen.

Die Sitze an sich haben einen durchschnittlichen Komfort, man sitzt auch nicht aufrecht wie in einem echten SUV, sondern eher wie in einem normalen Kompaktwagen, nur etwas höher. Allerdings ist der Subaru XV etwas länger als ein Kompakt-Hatch, und so bleibt auch ausreichend Bein- wie Kopffreiheit im Fond, selbst für große Erwachsene. Das ist gut nutzbar. Die Rückbank lässt sich in der 1/3-2/3-Teilung vom Fond aus umlegen.

Motoren

Die Diesel fallen weg, denn Subaru erkennt nach der Abgasaffäre einen klaren Trend weg vom Selbstzünder. Stattdessen steht für den XV ein Hybrid in Aussicht.

Derzeit verfügbar:

4-Zylinder-Boxer-Benziner
1,6 l mit 114 PS (13,9 Sek. 0-100 km/h)
2,0 l mit 156 PS (10,4 Sek. 0-100 km/h)

Beide kommen mit Allradantrieb (wie immer bei Subaru, Standard-Ausrichtung 40:60 vorne/hinten) und CVT-Automatik.

Preislich beginnt der Subaru XV bei 23.000 Euro, ein 2,0 l Benziner mit Exclusive-Ausstattung kommt auf 30.000 Euro – das ist im Wettbewerb noch vergleichsweise human.

Fahrverhalten

Wir fahren den 2,0 l Boxer mit 156 PS. Durch die CVT-Automatik heult der Motor wie am Gummiband gezogen spürbar auf, wenn man dem XV die Sporen gibt. Wenn man allerdings vorwiegend gelassen fährt, leistet die CVT-Automatik gute Dienste und man spürt eben keinerlei Schaltübergänge, das beruhigt zusätzlich. Wenn man das Gaspedal nicht fein bedient, macht der XV gerne auch mal einen Satz nach vorne beim Anfahren. Als Durchschnittsverbrauch ermitteln wir bei ruhiger Fahrweise 7 l / 100 km, das geht völlig in Ordnung. Das Fahrwerk ist in der neuen Generation etwas straffer ausgelegt, damit wankt der XV nicht mehr so stark hin und her. Unkomfortabel ist das Fahrwerk nicht, hier ist Subaru eine gute Mischung gelungen. Insgesamt gibt sich der neue XV im Fahrverhalten unaufgeregt.

Der Subaru XV ist standardmäßig mit dem kamerabasierten Eyesight-Fahrerassistenzsystem ausgestattet. Dazu gehört ein automatisches Notbremssystem, sowie Spurhalte-, Spurleit- und Anfahrassistent. Die Adaptive Cruise Control hält zuverlässig den Abstand, auch im Stau macht das Assistenzsystem eine gute Figur. Die neue steifere Karosserie, die in Teilen doppelt so steif ist wie die des Vorgängers, sorgt zudem für ein noch besseres Crashtestergebnis.

Abmessungen

Länge: 4,46 m
Breite: 1,80 m
Höhe: 1,59 m
Radstand: 2,66 m
Leergewicht: 1.408 – 1.462 kg

Fazit: Der neue Subaru XV bietet die neue verwindungssteifere Plattform, ein zeitgemäßes, wenn auch konservatives Interieur und immer noch das unverwechselbare Crossover-Exterieur, das in der neuen Generation noch etwas kräftiger ist. Preislich ist der XV im Vergleich zu anderen Kompakt-Crossover-Modellen ebenfalls attraktiv. Im Fahrverhalten ist der XV durchweg unauffällig, also für die, die eine ruhige Kugel schieben möchten.

Autogefühl: ***

Text: Autogefühl, Thomas Majchrzak




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