Mazda CX-3 Facelift Test 2019

Der Mazda CX-3 ist als kleines SUV in einem sehr stark gefragten Segment, keine Fahrzeugklasse wächst schneller. Jetzt hat Mazda den CX-3 etwas aufgefrischt, wir haben die Details zu den Neuerungen und stellen den CX-3 noch einmal in Gänze vor. Von Thomas Majchrzak





Exterieur

Kodo-Design nennt Mazda die Formensprache ihrer Autos und so verwundert es nicht, dass der CX-3 eindeutig der Mazda-Familie zugeordnet werden kann. Deswegen sieht er eben auch wie ein kleiner CX-5 aus. Und um der neuen Generation des CX-5 wieder näher zu kommen, wurde beim Facelift nun die Front auch neu dreidimensionaler gestaltet. Der Kühlergrill trägt nun weniger horizontale Lamellen, das sieht etwas cleaner aus. Technisch basiert der Mazda CX-3 auf einem Mazda2 mit längeren Überhängen. Eine lange Motorhaube und eine eher nach hinten gesetzte Fahrgastzelle sind zwar nicht unbedingt der Übersichtlichkeit nach vorne förderlich, lassen das Fahrzeug aber dynamischer und schlanker erscheinen. Die hintere D-Säule ziert eine schwarze Kunststoff-Fläche, die das Heck ebenfalls schlanker erscheinen lässt und zusätzlich für Dynamik sorgt. Ab der mittleren Center-Line sind die A-, B- und C-Säulen nun in Hochglanz-Schwarz gehalten. In der Top-Version Sports-Line verfügt der Mazda CX-3 nun serienmäßig über ein neues Matrix-LED-Licht.

Interieur

Im Interieur besteht zunächst eine Verwandtschaft mit dem Plattform-Geber Mazda2. So ist auch das Interieur des Mazda CX-3 sehr aufgeräumt, und wir finden optional zum Beispiel eine edle große Kunstlederfläche, die sich am Armaturenbrett von links nach rechts zieht. Darüber thront eine durchgehende horizontale Zier-Linie in Reihe mit dem Lüftungsschlitz. Auch wenn der Rest des Armaturenbrettes aus nicht aufgeschäumtem Hartkunststoff besteht, ergibt das in Summe eine ansprechende Optik. Im Zuge des Facelifts wurde die untere Mittelkonsole neu gestaltet, da der bisherige Handbremshebel einer elektrischen Parkbremse gewichen ist. So kann die Mittelarmlehne auch besser integriert werden.

Die Lüftungsauslässe sind rund und tragen im Inneren einen Zier-Ring in Kontrastfarben. Zudem hat man einen weiteren Lüftungsauslass formschön in die Chromleiste integriert, so dass dieser auf den ersten Blick nicht als solcher zu erkennen ist. Das feststehende 7-Zoll-Farb-Touchdisplay sorgt dafür, dass nicht viele Knöpfe übrig bleiben. Es thront recht weit oben im Zentrum des Cockpits und ist von Fahrer- und Beifahrer gleichermaßen gut zu bedienen, weil der Dreh-/Drück-Knopf günstig auf dem Mitteltunnel platziert wurde. Zusätzlich lässt sich das Navi-Display aber auch – aus Sicherheitsgründen nur im Stand -direkt per „touch“ bedienen. Design und Auflösung könnten besser sein. Apple CarPlay und Android Auto sind nun mit dem Facelift erhältlich. Alternativ klappt die Bluetooth-Anbindung schnell und ohne Probleme, zudem lässt sich das Handy auch als Musikplayer einbinden. Der zentrale Drehknopf auf dem Mitteltunnel klickt sehr schön beim Einrasten.

Optisch hat Mazda den Innenraum durch die Verwendung verschiedener Materialien durchaus ansehnlich gestaltet. Das sieht, zumindest in der von uns getesteten Sports-Line-Ausstattung schon fast ein Klasse höher aus. Was nicht ganz gefällt, ist die Tatsache, dass sich die Mittelkonsole etwas wabbelig anfühlt und mit dem rechten Bein etwas bewegt werden kann.

Zweiter (kleiner) Wermutstropfen: Das moderne Design lässt im Fond nicht allzu viel Kopfraum zu. Menschen mit mehr als 1,80 m Größe müssen damit rechnen, dass ihre Haare im Fond den Himmel berühren und hinter einem Hünen als Fahrer möchte man als Erwachsener nicht unbedingt in der zweiten Reihe sitzen. Dafür wäre dann eher ein CX-5 angebracht. Und auch der Kofferraum bietet nur noch 287 Liter Volumen an, wenn wie in unserem Testwagen das verbaute Bose-Soundsystem seinen Subwoofer im Kofferraum-Boden versteckt (ohne Soundsystem: 350 Liter). Schließlich genießt man beim CX-3 aber dafür die überschaubaren Abmessungen im Stadt-Verkehr.

Die Sports Line punktet mit einem hellen Interieur und Kontrastfarben, doch bereits die Center Line bietet die Kunstleder-Applikation am Armaturenbrett und steht in Materialqualität der Top-Linie in nichts nach. So teilen sich die Ausstattungslinien auf in Prime-, Center-, Exclusive- und Sports-Line. Die Prime-Line enthält elektrisch einstellbare Außenspiegel, Klimaanlage, Audio-System mit Radio, USB- und AUX-Anschluss sowie Front-, Seiten- und Kopf-/Schulter-Airbags.

Für 2.000 Euro Aufpreis gibt es die Center-Line, die dann zusätzlich 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Sport-Lederlenkrad, Klimaautomatik und das erwähnte 7-Zoll-Farb-Touchdisplay bietet. Ab hier ist auch der City-Notbremsassistent enthalten, der leider nicht in der Basisversion serienmäßig ist. Ferner gibt es einen Tempomat.

Noch einmal rund 2.200 Euro teurer ist die Exclusive-Line, die dann zusätzlich Licht- und Regensensor, Einparkhilfe hinten, Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer, Digitalradio DAB und einen Spurhalte-Assistenten enthält. Für das Exterieur gibt es LED-Scheinwerfer für Fern- und Abblendlicht. Auch LED-Tagfahrlicht und LED-Nebelscheinwerfer sind hier serienmäßig an Bord.

Der Basispreis liegt bei 18.000 Euro zusammen mit dem kleinsten Benziner.

Die Sports-Line (ab 23.600 Euro, zusammen mit dem großen Benziner mit Allrad und Automatik 28.000 Euro) rüstet dann zusätzlich auf mit 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, keyless entry, Rückfahrkamera und Head-up-Display. In unserem Testwagen war zusätzlich u.a. noch das Technik-Paket für 1.300 Euro verbaut, was unter anderem mit einer adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage mit radargestützter Distanzregelung, einem Pre Crash Safety-System mit aktivem Bremseingriff oder einer Ausparkhilfe aufwartet. Das BOSE Sound-System, dynamisches Kurvenlicht, ein Fernlichtassistent, sowie ein Spurwechselassistent gehören auch noch zu diesem empfehlenswerten Paket.

Motoren

Alle Motoren erhalten zum Facelift eine Überarbeitung und erfüllen nun die Euro 6d-Temp Abgasnorm.

Benziner
2,0 l 4-Zylinder Sauger mit 121 PS (6-Gang-Schaltung oder 6-Gang-Automatik) – Frontantrieb
2,0 l 4-Zylinder Sauger mit 150 PS (6-Gang-Schaltung oder 6-Gang-Automatik) – Allrad

Diesel
1,8 l 4-Zylinder Turbo mit 115 PS (6-Gang-Schaltung oder 6-Gang-Automatik) – Frontantrieb oder Allrad

Der Diesel hat an Hubraum zugelegt (vormals 1,5 l).

Fahrverhalten

Der Mazda CX-3 fährt sich agil und sicher. Innerhalb des kleinen SUV-Segments punktet der CX-3 mit Fahrspaß und ist eher sportlich ausgelegt. Die Lenkung fühlt sich sehr natürlich an, auch bei höheren Geschwindigkeiten. Es macht also durchaus Freude, den Mazda CX-3 zügig auf der Straße zu bewegen. Gerade für die Stadt präsentiert sich der CX-3 als geeigneter kleiner Lifestyle-Flitzer, mit dem man noch gut einen Parkplatz findet. Auch das Wenden ist mit dem CX-3 gar kein Problem, weil die Lenkung spielerisch leicht zu drehen ist.

Der Diesel hat nun mehr Durchzug durch das Power-Upgrade, gerade wenn man die Version mit Automatikgetriebe wählt, macht das fast eine Sekunde Unterschied aus beim Sprint auf 100 km/h. Der 150 PS Benziner dagegen hat den Vorteil, dass er noch etwas fixer und gleichzeitig leiser ist. Weil das Fahrzeuggewicht nicht allzu hoch ausfällt, braucht man im CX-3 auch keine Racing-Motoren. So reicht sogar der 121 PS Benziner aus, den wir diesmal testen. Die Geräuschdämmung ist ebenfalls auf einem guten Niveau, solange man in Stadt und Land unterwegs ist. Auf der Autobahn wird’s dann doch etwas lauter, gerade in Verbindung mit großen Reifen.

Einen kleinen Nachteil hat das attraktive Design beim Exterieur: Im Interieur hat man beim Fahren nicht die besten Rundumsicht.

Abmessungen

Länge: 4.27 m
Radstand: 2.57 m


Breite: 1.76 m

Höhe: 1.55 m

Kofferraumvolumen: 350 bis 1.260 Liter (287 Liter bei verbautem Bose-Soundsystem)

Fazit: Der Mazda CX-3 zählt weiterhin zu den beliebten kleinen SUVs. Dynamisch im Design und auch dynamisch in der Fahrweise. Die Materialqualität ist gut, beim Platzangebot muss man lediglich im Fond Abstriche machen. Das Facelift hat behutsam nachgeschärft und die Motoren auf die neue Abgasnorm gebracht. Kunden profitieren am meisten vom neuen Infotainment-Upgrade, das nun die Smartphone-Schnittstellen bietet – übrigens kann man dies beim Händler auch für Bestandsfahrzeuge nachholen lassen.

Autogefühl: *****

Text: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Produktion Foto & Video: Autogefühl, Jonas Bomba & Brian Hayes




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