Jaguar F-TYPE Project 7: Die bissigste Raubkatze aller Zeiten

Jaguar präsentiert morgen auf dem Goodwood Festival of Speed die bislang extremste Variante der F-TYPE-Sportwagenreihe – den F-TYPE Project 7. Als erstes Modell der neu gegründeten Spezialabteilung Jaguar Land Rover Special Operations wird der puristische Roadster in einer weltweit auf 250 Einheiten limitieren Kleinserie aufgelegt. Das Design lehnt sich eng an die 2013 ebenfalls in Goodwood gezeigte einsitzige Studie an, verfügt aber nun über zwei Sitze und Überrollbügel. Der aerodynamisch verkleidete „Höcker“ auf der Fahrerseite zitiert eines der berühmtesten Jaguar Modelle aller Zeiten: den dreimaligen Le Mans-Sieger Jaguar D-TYPE, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert. Als schnellstes Jaguar Serienmodell aller Zeiten wird F-TYPE Project 7 von einem auf 575 PS gesteigerten Supercharged-V8 mit 5,0 Liter Hubraum angetrieben. Damit erledigt der straßenzugelassene Supersportler den Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden; die Höchstgeschwindigkeit wird bei 300 km/h abgeriegelt. Neben serienmäßig installierten Karbon/Keramik-Bremsen sorgen spezielle Aerodynamik-Teile aus Kohlefaser, eine betont sportliches Fahrwerks-Set-up und vom Rennsport inspirierte Schalensitze für ultimative Fahrerlebnisse. „Jaguar Land Rover Special Operations soll Produkte und Serviceleistungen entwickeln, die es unseren anspruchsvollsten und begeisterungsfähigsten Kunden erlauben, ihrer Begeisterung für unsere Autos ausgiebig zu frönen. F-TYPE Project 7 ist der stärkste jemals für die Straße gebaute Jaguar und ein perfektes Beispiel für die Arbeit der neuen Spezialabteilung. Sein Name soll an Jaguars sieben Siege in Le Mans erinnern, viele seiner Designelemente gehen auf den in diesem Jahr 60 Jahre alt werdenden D-TYPE zurück.“ John Edwards, Managing Director, Jaguar Land Rover Special Operations Motor, Antrieb und Fahrwerk Jaguar F-TYPE Project 7 ist ein Produkt reinster Passion und in punkto Performance die Speerspitze der Jaguar-Sportwagenpalette. Die radikalste Inkarnation der vielfach ausgezeichneten F-TYPE-Baureihe ist zugleich der schnellste wie stärkste Seriensportwagen der Jaguar Markengeschichte. Der aus dem Jaguar F-TYPE R Coupé bekannte 5,0-Liter-V8 mit Kompressoraufladung wurde für Project 7 um weitere 25 auf nunmehr 575 PS gesteigert; das maximale Drehmoment blieb mit 680 Nm unverändert. Die geballte Power gelangt über die Achtstufen-Quickshift-Automatik und die zweite Generation des aktiven und vollelektronischen Sperrdifferentials auf die Hinterräder. Eigens für den neuen F-TYPE Project 7 wurden die Schaltpunkte und die gesamte Charakteristik der Kraftübertragung nochmals neu kalibriert. Gewicht sank im Vergleich zum F-TYPE Cabriolet um 80 Kilogramm Dank eines gegenüber dem F-TYPE V8 S Cabriolet um 80 auf 1.585 Kilogramm gesenkten Gewichts beschleunigt der Hochleistungsathlet in nur 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 300 km/h begrenzt. Der Leistungssprung macht Project 7 zusammen mit dem weiter geschärften Handling und den aerodynamischen Verbesserungen zur neuen Messlatte im Jaguar High-performance-Bereich. Auch akustisch hat F-TYPE Project 7 einiges zu bieten: Die mit je zwei seitlich austretenden Endstücken bestückte Auspuffanlage betört mit einem authentischen, vollen Sound. Möglich gemacht wird diese Gänsehautfeeling erzeugende Konstruktion durch elektronisch gesteuerte Bypass-Ventile im hinteren Teil des Auspuffstrangs. Sie sorgen bei zügiger Beschleunigung für ein deutlich sportlicheres Timbre, kann der V8 doch dann auf direktem statt verschlungenem Weg frei ausatmen. Folge: Beim Erreichen der Gipfelregionen des Drehzahlbandes schwillt der Sound zu einem prickelnden Crescendo an. Mit ihrer Beschichtung in Mattschwarz Keramik bestechen die vier Auspuffrohre auch optisch. Serienmäßige Kohlefaser/Keramik-Bremsen und 20-Zoll-Felgen F-TYPE Project 7 steht auf 20 Zoll großen und glänzend schwarz lackierten Leichtmetallfelgen im Design „Storm“; optional zu bestücken mit Hochleistungsreifen des Typs Continental ForceContact. Beim serienmäßigen Carbon Ceramic Matrix (CCM) Bremssystem umklammern sechs Kolben die vorderen (398 mm Durchmesser) und weitere vier die hinteren (380 mm) Bremsscheiben. Die Vorteile der aus einem extrem verschleißfesten keramischen Verbundwerkstoff bestehenden Scheiben sind mannigfaltig: Deutlich besseres Ansprechverhalten, erhöhte Fadingstabilität, hohe thermische Standfestigkeit, kein Bremsrubbeln, sehr gute Dosierbarkeit, hohe Korrosionsbeständigkeit, hohe Verschleißfestigkeit und eine fast vollständige Vermeidung von Bremsstaub. Die CCM Bremsen bieten als zusätzliches Sicherheits-Plus eine automatische Bremsbereitschaft. Über diese „Pre-fill-Funktion wird beim Lupfen des Gaspedals – und vor erneutem Druck auf das Bremspedal - vorsorglich Druck im Bremssystem aufgebaut, womit ein schnelleres und konstantes Ansprechen der Bremsen erreicht wird. Sportliches Fahrwerk auf höchstem Niveau nochmals geschärft Auch vor den Aufhängungen des neuen Jaguar F-TYPE Project 7 machten die Ingenieure der Special Vehicle Operations nicht Halt. Modifizierte Achsschenkel bewirken einen negativeren Sturz an der Vorderachse, geänderte obere Federbeinlager und neue Querstabilisatoren an Vorder- und Hinterachse versteiften das Fahrwerk weiter. Die vorderen und hinteren Feder-/Dämpferpakete sind höhenverstellbar, und auch die Feder- sowie Dämpferraten wurden nochmals speziell auf den F-TYPE Project 7 feingetunt. Das adaptive und stufenlos regelnde Dämpfersystem Adaptive Dynamics überwacht mit drei primären Regelkreisen das Gieren, Nicken und Rollen der Karosserie; dabei werden die Dämpferraten bis zu 500 Mal pro Sekunde neu angepasst. Für den F-TYPE Project 7 schrieb Jaguar eigens eine neue Steuer-Software; auch die Dynamische Stabilitätskontrolle (DSC) erhielt neue und speziell programmierte Kennfelder. Im konfigurierbaren Dynamik-Programm – anzuwählen über den zentralen 8-Zoll-Touchscreen - kann der Fahrer die sportliche Seele des Project 7 nochmal besonders aufrufen. Dann gibt sich das Fahrwerk noch einen Tick straffer, die Servounterstützung der Lenkung wird leicht zurückgenommen, Gaspedalbewegungen unmittelbarer umgesetzt und Gangwechsel schneller und erst in höheren Drehzahlbereichen ausgeführt. Die schon im Jaguar F-TYPE R Coupé zum Einsatz gekommene Kombination aus der zweiten Generation der aktiven Hinterachsdifferentialsperre (EAD) von Jaguar und einer neuen Torque Vectoring by braking-Funktion beflügelt auch F-TYPE Project 7. TVbB leitet mit Hilfe zahlreicher elektronischer Sensoren (darunter jenen des ABS) fein dosiert Bremskraft an die kurveninneren Räder, um so bereits im Ansatz Untersteuer-Tendenzen zu unterdrücken. Dank Vernetzung mit dem elektronisch und aktiv gesteuerten Differential - das binnen nur 200 Millisekunden von Vollsperrung auf freies Handling schalten kann – werden maximale Traktion, hohe Kurvengeschwindigkeiten und ein extrem präzises und direktes Einlenkverhalten erzeugt. „In erster Linie ist F-TYPE Project vor allem sehr schnell. Das Modell kommt in den Genuss aller schon im F-TYPE R Coupé eingesetzten und erprobten Systeme. Dabei sind wir im Vergleich zum R Coupé noch einmal weiter gegangen. Das Ergebnis ist ein absolut puristisches und in jeder Beziehung beeindruckendes Fahrerlebnis.“ Mike Coss, Chef Ingenieur, Vehicle Integrity, Jaguar Design F-TYPE Project 7 lehnt sich eng an das minimalistische Design der gleichnamigen Jaguar Studie aus dem Vorjahr an. Diese brachte die reiche Jaguar Rennsportvergangenheit mit der damals brandneuen Formensprache des F-TYPE in Einklang. Unter der Leitung von Jaguar Designdirektor Ian Callum entstand der Entwurf für einen einsitzigen Sportwagen mit schwungvollem Profil, muskulösem Auftritt und flacher Windschutzscheibe. Es dauerte nur vier Monate, ehe auf Basis einer ersten Zeichnung zunächst ein digitales und dann ein voll fahrfertiges Modell für die Fahrt auf den Goodwood Hill auf den Rädern stand. Das sich nun zu einem Produktionsmodell weiterentwickelt hat. „F-TYPE Project 7 ist das perfekte Beispiel dafür, wie ein Design-Team in Zusammenarbeit mit den Ingenieurs-Kollegen eine Studie sehr zügig in ein Serienfahrzeug verwandeln kann. Wir haben die Grenzen des Machbaren nochmals verschoben, ohne den Purismus des Designs zu schmälern. Project 7 ist modern und fokussiert, mit einem Auftritt, der von großer Entschlossenheit kündet. Und daher die perfekte zeitgenössische Verkörperung des D-TYPE, von dessen Formen wir uns inspirieren ließen.“ Ian Callum, Designdirektor, Jaguar Die Karosserie von Project 7 behält die für den World Car Design Award-Gewinner Jaguar F-TYPE so charakteristischen „Herzlinien“ bei, weicht aber vor allem im Heckbereich vom Großserienbruder ab. Die vom Le Mans-Sieger D-TYPE inspirierte Kopfstütze auf der Fahrerseite ist gleichzeitig Verkleidung für einen Überrollbügel und setzt sich als bei hohem Tempo stabilisierend wirkende Rückenflosse nach hinten fort. Da das Serienmodell der Project 7 nun ein Zweisitzer ist, findet sich auch hinter dem Beifahrer ein Überschlagschutz. Abtrieb gegenüber F-TYPE Cabriolet um nochmals 177 Prozent gesteigert Die umfangreichen aerodynamischen Modifikationen umfassen einen zweiteiligen Front-„Splitter“ aus geformtem Kunststoff im unteren und Kohlefaser im oberen Teil. Auch die seitlichen Schürzen, der Heck-Diffusor und der verstellbare Heckspoiler bestehen aus Karbonfaser. Zusammengenommen steigern diese Maßnahmen den Abtrieb bei Tempo 300 im Vergleich zum Jaguar F-TYPE Cabriolet um 177 Prozent. Auch der Heckdeckel, die seitlichen Entlüftungsschlitze, die „Kiemen“ der Motorhaube und die Rückspiegelgehäuse sind aus Kohlefasermaterial. Die Windschutzscheibe wurde nach Speedster-Manier um 114 Millimeter abgesenkt, die Seitenscheiben entsprechend angepasst. Das speziell für den F-TYPE Project 7 entwickelte Bimini-Verdeck lässt sich zusammenfalten und bei Nichtgebrauch im 196 Liter fassenden Kofferraum verstauen. Fahrer und Beifahrer nehmen in Rennsport-Manier in eng anliegenden Schalensitzen Platz; deren Bezüge erwecken mit einem gesteppten Rauten-Muster ebenfalls Reminiszenzen an den Motorsport. Auf Wunsch sind Vierpunkt-Renngurte erhältlich. Kohlefaser-Einlagen im Bereich der Mittelkonsole, ein mit Alcantara (optional Leder) überzogenes Lenkrad, Lenkradschaltwippen aus gefrästem Aluminium und exklusive Türeinstiegsleisten mit Project 7-Logo setzen weitere Highlights im Interieur. Fünf exklusive Metallicfarben und eine von Ian Callum signierte Plakette Jaguar bietet diesen stärksten aller F-TYPEs in fünf Metallic-Farben an: Ultra Blue, Italian Racing Red, British Racing Green (alle optional mit weißen Streifen), Ultimate Black und – neu - Glacier White (beide auf Wunsch mit grauen Streifen). Getreu seines hochexklusiven Charakters entsteht der neue F-TPYE Project 7 in weltweit nur 250 Exemplaren – liebevoll in Handarbeit aufgebaut von den Spezialisten der neuen Jaguar Land Rover Special Vehicle Operations. Jedes Fahrzeug ist einzeln durchnummeriert und trägt zwischen den Sitzen eine von Ian Callum signierte Plakette. Erste Kundenauslieferungen starten Mitte 2015. Die Abteilung für besondere Fälle: Jaguar Land Rover Special Operations Mit der Gründung der auf hochexklusive Einzelstücke und Kleinserien spezialisierten Abteilung Special Operations will Jaguar Land Rover künftig noch individuellere Kundenwünsche erfüllen. Dazu zählen echte High Performance-Derivate, extrem luxuriöse Fahrzeuge und limitierte Sammler-Editionen. Ein neues Portfolio an wertvollen Original-Jaguar-Accessoires wird aktuelle und künftige Kunden zusätzlich anlocken. Das Designer- und Techniker-Team wird vom früheren Land Rover Markenbotschafter John Edwards (Managing Director) und dem von Williams Advanced Engineering gekommenen Paul Newsome (Director) geleitet. Newsome war unter anderem Projektleiter für die gemeinsam von Jaguar und Williams entwickelte Supersportwagen-Hybridstudie C-X75. Um die selbst gesteckten hohen Standards an den neuen Geschäftsbereich zu erfüllen, wird die hochqualifizierte und 150 Mitarbeiter starke Mannschaft in neue Räumlichkeiten nahe des Jaguar Land Rover-Technikcenters Gaydon ziehen. Die Einrichtungen des neuen Technologe-Hubs sind State-of-the-art und ermöglichen es, auch ausgefallene Kundennachfragen wie zum Beispiel die nach einer ganz speziellen Außenfarbe zu erfüllen. Flexible Arbeitsbereiche nach Formel-1-Standar

Der F-TYPE Project 7 ist das erste Modell der neu gegründeten Spezialabteilung Jaguar Land Rover Special Operations. Der puristische Roadster wird in einer weltweit auf 250 Einheiten limitierten Kleinserie aufgelegt; 20 Fahrzeuge sind für Deutschland bestimmt. Das Design lehnt sich eng an die 2013 gezeigte einsitzige Studie an, verfügt aber nun über zwei Sitze und Überrollbügel. Der aerodynamisch verkleidete „Höcker“ auf der Fahrerseite zitiert eines der berühmtesten Jaguar Modelle aller Zeiten: den dreimaligen Le Mans-Sieger (1955-57) Jaguar D-TYPE, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert. Von Thomas Imhof

Die Karosserie des Jaguar F-TYPE Project 7 behält die für den Jaguar F-TYPE charakteristischen „Herzlinien“ bei, weicht aber vor allem am Heck vom Großserienbruder ab. Die vom Le Mans-Sieger D-TYPE inspirierte Kopfstütze auf der Fahrerseite ist gleichzeitig Verkleidung für einen Überrollbügel und setzt sich als stabilisierend wirkende “Finne” nach hinten fort. Da das Serienmodell im Vergleich zur Project 7-Studie von 2013 nun ein Zwei- statt Einsitzer ist, findet sich auch hinter dem Beifahrer ein Überschlagschutz.

Jaguar F-TYPE Project 7 - Weltpremiere beim Goodwood Festival of Speed - Foto: Jaguar

Jaguar F-TYPE Project 7 – Weltpremiere beim Goodwood Festival of Speed – Foto: Jaguar

 

Beide Insassen nehmen in eng anliegenden Schalensitzen Platz; deren Bezüge erwecken mit einem gesteppten Rauten-Muster ebenfalls Reminiszenzen an den Motorsport. Optional sind Vierpunkt-Renngurte zu ordern. Kohlefaser-Einlagen an der Mittelkonsole, ein mit Alcantara (optional Leder) überzogenes Lenkrad, “Paddle shifts” aus gefrästem Aluminium und Türeinstiegsleisten mit Project 7-Logo setzen weitere Highlights im Interieur.

Für das radikalste Jaguar Serienmodell aller Zeiten haben die Briten ihren bekannten 5,0-Liter-V8 Kompressor nochmals um 25 auf nunmehr 575 PS gedopt. Bei unverändert 680 Nm Drehmoment. Damit erledigt der Supersportler den Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden; die theoretische Höchstgeschwindigkeit dürfte deutlich über 300 km/h liegen, wird aber bei der 300er-Marke elektronisch abgeriegelt. Die beim R Coupé optionalen Karbon/Keramik-Bremsen sind hier serienmäßig installiert und sorgen für verlässliche Verzögerung.

Jaguar F-TYPE Project 7 - 20 Stück sind für deutsche Kunden reserviert - Foto: Jaguar

Jaguar F-TYPE Project 7 – 20 Stück sind für deutsche Kunden reserviert – Foto: Jaguar

Zum quicklebendigen Charakter tragen das gegenüber dem F-TYPE V8 S Cabriolet um 80 auf 1.585 Kilogramm gesenkte Gewicht und der im Vergleich zu einem zivilen F-TYPE Cabriolet bei Tempo 300 um nochmals 177 Prozent gesteigerte Abtrieb bei. Letzteres glaubt man unbesehen, trägt doch der Jaguar F-TYPE Project 7 einen neuen zweiteiligen Front-„Splitter“, seitliche Schürzen, einen fetten Heck-Diffusor und einen verstellbaren Heckspoiler.

Die Windschutzscheibe wurde nach bester Speedster-Manier um 114 Millimeter gekappt, die Seitenscheiben wurden in der Höhe entsprechend angepasst. Das so genannte Bimini-Verdeck ist wohl nur für den Notfall gedacht – dann, wenn sich bei einem plötzlichen Regenguss auf die Schnelle keine Brücke zum Unterstellen finden lässt. Es lässt sich zusammenfalten und bei Nichtgebrauch im 196 Liter fassenden Kofferraum verstauen.

Die verkleidete Kopfstütze für den Fahrer soll an die Rückenflosse des D-TYPE erinnern - Foto: Jaguar

Die verkleidete Kopfstütze für den Fahrer soll an die Rückenflosse des D-TYPE erinnern – Foto: Jaguar

Ohnehin ist der Jaguar F-TYPE Project 7 primär als Windsbraut gedacht. Denn auch akustisch hat er einiges zu bieten: Die mit je zwei seitlich austretenden Endstücken bestückte Auspuffanlage betört mit einem authentischen, schon vom V8S-Cabriolet und R-Coupé bekannten Sound. Elektronisch gesteuerte Bypass-Ventile im hinteren Teil des Auspuffstrangs bewirken bei höheren Drehzahlen ein prickelndes Crescendo mit Gänsehaut-Garantie. Vor allem in einem Tunnel…

Mit 20 Zoll großen und glänzend schwarz lackierten Leichtmetallfelgen im Design „Storm“ steht das Kraftpaket standesgemäß auf dem Asphalt. Auf den wird die Kraft über den bekannten Achtstufen-Quickshift-Automaten geleitet, schlupffrei dank des auch aus anderen Jaguar Modellen bekannten elektronischen und aktiven Sperrdifferentials.

Drei Jaguar reinsten Bluts: Project 7, F-TYPE R Coupé und D-TYPE  - Foto: Jaguar

Drei Jaguar reinsten Bluts: Project 7, F-TYPE R Coupé und D-TYPE – Foto: Jaguar

Das Fahrwerk des Jaguar F-TYPE Project 7 nahmen sich die Werkstuner der Special Vehicle Operations natürlich auch noch einmal vor: Modifizierte Achsschenkel bewirken einen negativeren Sturz an der Vorderachse, revidierte obere Federbeinlager und neue Querstabilisatoren an Vorder- und Hinterachse versteifen das Fahrwerk. Auch die Feder-/Dämpferraten wurden nochmals feinjustiert. So dürfte ein galaktisches Fahrerlebnis auf die glücklichen 250 Kunden warten.

Enge Schalensitze im radikal offenen Speedster - Foto: Jaguar

Enge Schalensitze im radikal offenen Speedster – Foto: Jaguar

 

„F-TYPE Project 7 ist das perfekte Beispiel dafür, wie ein Design-Team in Zusammenarbeit mit den Ingenieurs-Kollegen eine Studie sehr zügig in ein Serienfahrzeug verwandeln kann. Wir haben die Grenzen des Machbaren nochmals verschoben, ohne den Purismus des Designs zu schmälern. Project 7 ist modern und fokussiert, mit einem Auftritt, der von großer Entschlossenheit kündet. Und daher die perfekte zeitgenössische Verkörperung des D-TYPE, von dessen Formen wir uns inspirieren ließen”, sagt Designdirektor Ian Callum.

 

Designchef Ian Callum mit seinem jüngsten Werk in Goodwood - Foto: Jaguar

Designchef Ian Callum mit seinem jüngsten Werk in Goodwood – Foto: Jaguar

Den Jaguar F-TYPE Project 7 gibt es in fünf Farben: Ultra Blue, Italian Racing Red, British Racing Green (alle auf Wunsch mit weißen Streifen), Ultimate Black und – neu – Glacier White (optional mit grauen Streifen). Jedes Auto ist einzeln durchnummeriert und trägt zwischen den Sitzen eine von Ian Callum signierte Plakette. Erste Auslieferungen beginnen Mitte 2015.

Zum Großteil in Handarbeit aufgebaut werden die Modelle bei der neu gegründeten Jaguar Land Rover Special Operations. Das 150 Mitarbeiter starke Designer- und Techniker-Team wird demnächst neue und hochmoderne Räumlichkeiten nahe des Jaguar Land Rover-Entwicklungscenters Gaydon beziehen. Geleitet wird diese Abteilung für spezielle Wünsche vom früheren Land Rover Markenbotschafter John Edwards (Managing Director) und dem von Williams Advanced Engineering zu Jaguar gewechselten Paul Newsome. Newsome war unter anderem Projektleiter für die von Jaguar und Williams entwickelte, leider aber nicht in Serie gegangene Supersportwagen-Hybridstudie C-X75.

Range Rover Sport SVR bei Tests auf dem "Ring" - Foto: Land Rover

Noch getarnter Range Rover Sport SVR (550 PS) bei Tests auf dem “Ring” – Foto: Land Rover

Mit dem Jaguar F-TYPE Project 7 setzt Jaguars neue Spezialabteilung ein erstes starkes Zeichen – während das zweite schon am Horizont auftaucht: Der ebenso wie der Jaguar F-TYPE Project 7 beim diesjähigen Goodwood Festival of Speed gezeigte Range Rover Sport SVR mit 550 PS. Erste Bilder zeigen das noch getarnte Auto bei Testfahrten auf der Nürburgring Nordschleife.

Text: Autogefuehl, Thomas Imhof
Fotos: Jaguar Land Rover


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