Kia Sorento 3: Crossover mit extra großer Tigernase

Auf dem Pariser Salon präsentiert Kia die dritte Generation des seit 2002 vom kernigen Geländewagen zum weichgespülten Crossover mutierten Sorento. Erste Zeichnungen deuten auf einen kastigeren und markanten geformten Wagen mit allerdings eher auf amerikanische Geschmacksnerven zielenden Design hin. Die Markteinführung des Kia Sorento 3 in Deutschland ist für das erste Quartal 2015 geplant. Von Thomas Imhof

Die ersten Renderings des neuen Modells zeigen eine im Vergleich zum Vorgänger flachere Dachlinie, höher gezogene und am Heck abgerundete Schultern und eine fast schon Van-artige Heckpartie mit relativ kleinem Rückfenster. Der hoch bauende Bug wird dominiert von einem nahezu senkrecht stehenden Grill mit besonders stark betonter „Tigernase“.

Neuer Kia Sorento der dritten Generation - Foto: Kia

Neuer Kia Sorento der dritten Generation – Foto: Kia

Am Design des Kia Sorento 3 haben laut Kia gleich drei Designstudios (Korea, Deutschland und USA) mitgewirkt. Ende August wird der Neue erstmals in Korea öffentlich zu sehen sein; die Europapremiere schließt sich dann im Oktober in Paris an. Der Deutschland-Verkaufsstart ist für das erste Quartal 2015 geplant. Es wird den Kia Sorento 3 erneut als Fünf- und Siebensitzer sowie mit Allradantrieb geben. Ob auch eine in anderen Märkten angebotene 4X2-Variante dazukommt, ist noch nicht entschieden. Weil deutsche Kunden in der Mehrzahl (bislang) 4×4-Traktion bevorzugten.

Sorento 1 (2002-2009): Authentischer Offoader mit gelungener Optik
Rückblick ins Jahr 2002: Die ab August jenes Jahres in Deutschland eingeführte erste Generation des Sorento gab sich mit ihrer auf einem Leiterrahmen aufgeschraubten Karosserie und hinterer Starrachse als kerniger Geländewagen. Das in Korea entworfene Design erinnerte ein wenig an die Mercedes ML-Klasse und wirkte speziell in den Versionen mit Zweifarben-Lackierung sehr stimmig. Das sahen auch die Kunden so: 2004 eroberte der Sorento vor dem Porsche Cayenne und dem Volvo XC90 einen Marktanteil von vier Prozent in seinem Segment und bescherte Kia zuvor nie gekannte Lieferfristen von bis zu zwölf Monaten.

Beliebteste Motorisierung des Sorento war der von der DaimlerChrysler-Tochter Detroit Diesel gelieferte Common Rail-Turbodiesel 2.5 CRDi mit 103 kW (140 PS). Dank des bulligen Drehmoments von 340 Nm ließen sich Lasten von bis zu 3,5 Tonnen an den Haken nehmen. In der LX-Version verfügte der Sorento serienmäßig über einen zuschaltbaren Allradantrieb mit Geländereduktion. Beim EX-Modell kam ein permanenter Allradantrieb, elektronisch gesteuert (0:100 bis 50:50) mit variabler Drehmomentverteilung vorn/hinten und einer Geländereduktion zum Einsatz. Hierbei schaltete sich der Vorderradantrieb nur bei Bedarf via Lamellenkupplung an der Hinterachse zu. Beim straff abgestimmten Fahrwerks-Set-up und der Lenkung der Europa-Version half Porsche.

Neuer Kia Sorento der dritten Generation - Foto: Kia

Neuer Kia Sorento der dritten Generation – Foto: Kia

Sorento 2 (2010-2014): Crossover mit selbsttragender Karosserie und Einzelradaufhängung rundum
Auf der Seoul Motor Show im April 2009 präsentierte Kia den Sorento der zweiten Generation; die Markteinführung des intern XM genannten Modells in Deutschland startete Ende Januar 2010. Das neue Modell gab sich weicher und geschwungener als der Vorgänger und war erstmals als Fünf- und Siebensitzer (Aufpreis für die dritte Sitzbank 900 Euro) erhältlich. Das Leiterrahmen-Chassis wich einer selbsttragenden Karosserie auf Basis des Plattformspenders Hyundai Santa Fe und einer hinteren Einzelradaufhängung, die das Gewicht des zehn Zentimeter länger gewordenen Modells um im Schnitt 150 Kilogramm senkten.

Kia bietet das 4,70 Meter lange Auslaufmodell in Deutschland inzwischen nur noch mit dem 145 kW (197 PS) starken 2,2-Liter-Turbodiesel, Allradantrieb und der Ausstattungsvariante Platinum Edition an. Für 1.250 Euro extra steht eine Sechsstufen-Automatik im Programm, ergänzt um einen Fahrersitz mit Memory-Funktion sowie einen Spurhalte- und wechselassistenten. Insgesamt wirkt die zweite Sorento-Generation gegenüber der ersten zivilisierter: Ein Untersetzungsgetriebe ist nicht mehr erhältlich und die Anhängelast sank auf nur noch 2,5 Tonnen. Immerhin schluckt der Gepäckraum des über 1,8 Tonnen schweren SUVs zwischen 660 und 1.675 Liter – zur Freude aller Soccer-Mums.

An diesem Trend wird sich auch beim Kia Sorento 3 nicht viel ändern, im Gegenteil: Er dürfte seinen Passagieren ein weiter erhöhtes Komfortniveau und viele neue Features – vor allem im Connectivity- und Infotainment-Bereich – bieten.

Text: Autogefühl, Thomas Imhof
Fotos: Kia


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