Ford Mondeo Allrad Limousine Vergleich Vignale Turnier

Den seit 2014 in Europa erhältlichen neuen Ford Mondeo gibt es nun auch mit Allradantrieb. Wir haben ihn im Fahrbericht unter die Lupe genommen. Zudem vergleichen wir 5-Türer Limousine und Kombi/Turnier und werfen auch einen Blick auf die Top-Ausstattung Vignale. Von Thomas Majchrzak

In den USA war der Ford Fusion (so wird der Mondeo dort genannt) in der neuen Generation bereits seit 2012 erhältlich. Weil das Ford-Werk in Genk geschlossen wurde und die Produktion in Valencia (Spanien) noch nicht komplett umgerüstet, bekamen wir den neuen Ford Mondeo erst 2014.

Der Basispreis für den neuen Ford Mondeo (Trend) mit 1,0 l EcoBoost 125 PS liegt bei 25.650 Euro. Die Preisspanne geht dann hoch zum Vignale für ca. 41.000 Euro.





Exterieur

Die breite Öffnung des Kühlergrills zusammen mit den flachen Scheinwerfern erzeugt ein modernes sportliches Bild. Diese Dynamik wird durch den Powerdome auf der Motorhaube unterstrichen. Im Seitenprofil fließt die Dropping Line auf Höhe der Handgriffe stringent Richtung Fahrzeugheck. So ergibt sich insgesamt ein klares, sinnliches Design, ein Mondeo mit Wow-Effekt. Für das Heck gibt es dann entweder die Limousinen-Variante, die aber nicht klassisch wie ein Stufenheck gestaltet ist, sondern es ermöglicht, die Heckklappe kombiartig ganz zu öffnen – sehr praktisch und gleichzeitig schön. Für Kombi-Fans und für die noch bessere Platzausnutzung gibt es dann auch noch den klassischen Kombi, der in der Heckansicht einen satten Stand hat – und im Seitenprofil ebenfalls sehr attraktiv bleibt, gerade mit der breiten Chromspange um die Fenster herum. Das ganz klassische Stufenheck ist auch noch erhältlich, allerdings hierzulande ausschließlich in der Hybrid-Version.

Bei den Farben gibt es zwei Weißtöne, zwei Grautöne, zwei Blautöne, Schwarz, Braun, Rot, Silber und Dunkelgrün.

Ford Mondeo Titanium AWD

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Ford Mondeo Vignale Turnier

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Interieur

Im Vergleich zum Vorgänger-Modell wurde das Cockpit kräftig entrümpelt, weil einige Funktionen in den Touchscreen gewandert sind. Charakteristische Aufteilung ist im Screen dabei der Home-Bildschirm, der vier Felder zeigt: Audio, Navi, Telefon und Temperatur. Wenn man auf eines der Felder drückt, kommt man dann zur Detailansicht. Das Navi hat allerdings keine besonders gute Reaktionsfähigkeit. Die Darstellung allgemein ist aber deutlich besser als zuvor, positiv hervorzuheben ist insbesondere die gute Auflösung der optionalen Rückfahrkamera.

Die Stoffpolsterung der Sitze gibt es entweder in Schwarz oder Beige, optional gibt es von der Form her auch Sportsitze. Die Sitzform ist angenehm komfortabel und vermittelt auch eine Langstreckentauglichkeit. Das Lenkrad hat die richtige kompakte Größe und Ford hat es geschafft, dass der Mondeo stets ein positives Gefühl vermittelt. Zwar hat der Innenraum keinen großen Premium-Anspruch, aber alles wirkt solide. Beim Vignale soll es dann dagegen Premium sein, so finden wir Leder en masse auf Sitzen und Armaturenbrett. Die Verarbeitung ist zwar optisch attraktiv, aber irgendwie macht es dann doch keinen riesigen Unterschied – und die Verwendung von echter Tierhaut ist schließlich auch von Vorgestern.

Für die hinteren äußeren Sitze gibt es übrigens optionale Gurtairbags, die dann bei Kindern und jungen Erwachsenen ohne Kindersitz die auftretenden Kräfte bei einer Vollbremsung oder einem Crash besser verteilen. Im Fond bleibt auch für Erwachsene reichlich Platz, auch an Kopffreiheit. Die einzige Kombination, die ungünstig ist: Große Erwachsene hinten in der Limousine mit Panoramadach. Wenn man also häufig mit großen Erwachsenen auf den Rücksitzen fährt, sollte man entweder den Kombi wählen oder aber aufs Panoramadach verzichten. Der Turnier dagegen sorgt auch mit Panoramadach für ausreichend Kopffreiheit, das ist der Unterschied.

Im Laderaum bleibt massig Platz, in beiden Fällen. Die Limousine öffnet das Heck schon sehr praktisch, daher fällt der Praktikabilitäts-Unterschied geringer aus als gewöhnlich. Der Kombi bietet dann gerade in der Höhe noch mal mehr Zuladung.

Folgende Ausstattungslinien sind verfügbar:

Trend

▪ Audiosystem CD mit USB-Anschluss und Lenkrad-Fernbedienung
▪ Berganfahrassistent
▪ elektrische Fensterheber vorn und hinten
▪ Feststellbremse elektronisch
▪ Intelligentes Sicherheits-System (IPS Intelligent Protection System)
▪ 2-Zonen-Klimaautomatik
▪ Lendenwirbelstütze vorn
▪ Mittelarmlehne hinten
▪ Multifunktions-Lederlenkrad und Lederschaltknauf
▪ MyKey-Schlüsselsystem
▪ Teppichfußmatten vorn

Business (zusätzlich zu Trend, 2.000 Euro extra gegenüber Trend)
Da das Navigationssystem schon 1.500 Euro extra kostet, lohnt sich dieses Ausstattungsniveau dann in jedem Fall.

▪ Außenspiegel, elektrisch anklappbar, mit Umfeldbeleuchtung
▪ Ford Navigationssystem inkl. Ford SYNC 2 mit Touchscreen (20,3 cm)
▪ Frontscheibe und Scheibenwaschdüsen, beheizbar
▪ Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer
▪ Park-Pilot-System vorn und hinten
▪ Teppichfußmatten vorn und hinten, Velours
▪ Vordersitze, individuell und variabel beheizbar
▪ 4 Leichtmetallräder 6,5 J x 16, 10-Speichen-Design, mit 215/60 R 16 Reifen

Titanium (zusätzlich zu Trend, 5.000 Euro extra gegenüber Trend)

▪ 17 Zoll Alufelgen
▪ Audiosystem CD inkl. Ford SYNC 2 mit Touchscreen (20,3 cm)
▪ Fahrspur-Assistent inkl. Fahrspurhalte- Assistent und Müdigkeitswarner
▪ Fernlicht-Assistent
▪ Ford Power-Startfunktion
▪ Frontscheibe und Scheibenwaschdüsen beheizbar
▪ Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer
▪ Innenspiegel, automatisch abblendend
▪ Sportsitze vorn, individuell und variabel beheizbar
▪ Verkehrsschild-Erkennungssystem

Der automatische Notbremsassistent Pre-Collision Assist ist leider nur optional, man erhält ihn, wenn man den adaptiven Tempomat gewählt hat (Aufpreis differiert je nach Ausstattungslinie).

Darüber hinaus gibt es dann die exklusive Vignale-Ausstattung.

Ford Mondeo Titanium AWD

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Ford Mondeo Vignale Turnier

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Motoren

2,0 l Hybrid mit 187 PS (nur Stufenheck)

Benziner
1,0 l Turbo mit 125 PS
1,5 l Turbo mit 160 PS
2,0 l Turbo mit 203 PS
2,0 l Turbo mit 240 PS

Diesel
1,5 l Turbo mit 120 PS
2,0 l Turbo mit 150 PS
2,0 l Turbo mit 180 PS
2,0 l Bi-Turbo mit 210 PS

6-Gang-Schaltgetriebe bilden die Basis, für die Benziner gibt es optional eine Wandlerautomatik, für die Diesel ein Doppelkupplungsgetriebe.

Allrad ist für die Diesel mit 150 (Schalter) und 180 PS (Automatik, Doppelkupplungsgetriebe Ford PowerShift) erhältlich.

Die Preisspanne: 25.650 Euro bis 38.200 Euro (Bi-Turbo-Diesel in Titanium-Ausstattung) bis hinauf zum Vignale (über 41.000 Euro).

Der Turnier kostet jeweils 1.000 Euro Aufpreis.

Fahrverhalten

Der Ford Mondeo vermittelt mit seinem ausgezeichneten Standard-Fahrwerk und der angenehm direkten Lenkung ein positives Fahrgefühl, an das man sich nicht erst gewöhnen muss. Zudem macht es einfach Freude, ihn zu bewegen, ohne dass er jetzt eine Sportskanone wäre. Ford wird damit dem eher “neutralen” Image gerecht, und das ist positiv gemeint. Das heißt, dass jeder sich in den Ford Mondeo reinsetzten und losfahren kann und jeder sofort zufrieden ist. Jeder kann mit diesem Auto etwas anfangen. Die primäre Ausrichtung geht in Richtung Langstreckenkomfort, was für diese Klasse auch absolut richtig ist.

Wir testen die neue Allrad-Option, die es seltsamerweise nicht mit dem Top-Diesel gibt und auch nicht mit Benziner. Somit bleiben die 150 und 180 PS Diesel. Wir fahren die manuelle Version mit 150 PS. Die Schaltvorgänge laufen reibungsfrei, der Allradantrieb arbeitet so unauffällig, dass man selbst auf nasser Straße kaum etwas davon merkt. Und so soll es auch sein, Schlupf an den Vorderrädern gehört damit der Vergangenheit an. Die Allrad-Versionen sind natürlich insbesondere für den Alpen-Raum sinnvoll, ansonsten kann man auch darauf verzichten. Wer Allrad und Automatik möchte, muss dann den 180 PS Diesel nehmen. Rein von der Performance her reicht der 150 PS Diesel aber schon locker aus.

Abmessungen

Länge: 4,86 m
Breite: 1,85 m
Höhe: 1,48 m
Radstand: 2,85 m
Leergewicht: 1507–1554 kg

Fazit: Der Ford Mondeo bleibt auch in seiner neuen Generation ein richtig guter Tipp in der Mittelklasse. Ein Auto, in dem man sich sofort wohlfühlt. Lenkung und Fahrwerk sind wie von Ford gewohnt mehr als überzeugend. Groß punkten kann der Mondeo zudem im Platzangebot auf allen Plätzen und im Laderaum. Die praktische Limousinen-Heckklappe macht den Unterschied zum Kombi deutlich kleiner, somit hat man schon eine Limousine mit einer guten Praxistauglichkeit. Der Kombi ist vom Design her einer der attraktivsten auf dem Markt. Luft nach oben gibt es noch bei der Detailqualität im Innenraum (Knöpfe & Co.) und beim Infotainment-System, hier merkt man, dass der neue Ford Mondeo etwas zu spät in den Markt kam. Ein Facelift könnte hier dann in ein oder zwei Jahren Abhilfe schaffen. Der neue Allrad-Antrieb funktioniert fast unmerklich perfekt und bietet nun eine von Alpen-Bewohnern heiß ersehnte Ergänzung in der Modellpalette. Die Vignale-Version ist optisch attraktiv, aber weil der Mondeo schon mit niedrigen Ausstattungen viel bietet, lohnt sich der saftige Aufpreis nicht.

Autogefühl: ****

Text & Fotos: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Kamera (Film): Autogefühl, Holger Majchrzak

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5 Responses to Ford Mondeo Allrad Limousine Vergleich Vignale Turnier

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  3. Olivier says:

    Besten Dank für den tollen Testvergleich.
    Ist wie immer informativ und schön anzuschauen (An der Stelle auch Lob für die gute Foto- und Videoarbeit). Insbesondere bei dem bescheidenen Wetter ;)

    Ich denke die Vignale-Ausführung wird eher eine Randerscheinung bleiben und letzten Endes floppen. Ein Paar Chromzierleisten und etwas mehr Leder reichen da nicht zum richtigen Premium.
    Auch wenn man sich mit den Designelementen an Grill und Sitzen schon Mühe gegen hat.

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