Range Rover Evoque neue Generation

Land Rovers Bestseller Range Rover Evoque geht in die zweite Generation. Wir erklären, was sich geändert hat. Von Thomas Majchrzak






Exterieur

Der Range Rover Evoque bleibt sich in der zweiten Generation im Design treu. Kennzeichen sind die bullige Front mit schmalen Leuchten, eine hohe Gürtel-Linie und eine gedrungene Dachlinie. Die neue Generation übernimmt einige Designmerkmale des größeren Velar. Die Scheinwerfer kommen serienmäßig in LED-Technologie und sind nun deutlich schmaler verbaut, das Tagfahrlicht besteht aus einer umfangreichen Lichtsignatur. In der Länge bleibt der Evoque mit 4,37 m gleich, lediglich der Radstand wächst geringfügig auf 2,68 m, was etwas mehr Platz im Innenraum schaffen soll. Die Bodenfreiheit liegt bei 21 cm und ist damit recht hoch für das Segment. Felgen starten bei 17 Zoll, hier zeigen wir die größten 21-Zoll-Felgen. Am Heck sind die Leuchten ebenfalls schmaler geworden. Unter der Haut hat sich mehr verändert: Der Evoque steht nun auf der neuen PTA-Plattform und hat laut Land Rover nichts mehr mit der ursprünglichen alten Plattform gemein. Gebaut wird das Kompakt-SUV weiterhin in Halewood, UK. Ein 2-Türer-Coupé wird es nicht mehr geben, dafür aber wohl wieder eine Neuauflage des Evoque Cabriolets, das dann wieder ein Zweitürer wird.

Interieur

Das Interieur lehnt sich nun ebenfalls etwas an den Velar an, etwa was die Anordnung der Bildschirme angeht: Oben das Infotainment-System in 10 Zoll, unten ein zweiter Screen für Klimaeinheit und Fahrmodi. Die Dreh-Regler übernehmen gleichzeitig mehrere Funktionen, was aber auch mal kompliziert werden kann. Endlich hat Jaguar Land Rover auch erkannt, dass der eigene Weg der InControl Apps zur Smartphone-Kopplung nicht kundenfreundlich ist und bietet nun auch die gängigen Smartphone-Spiegelungen Apple CarPlay und Anroid Auto an. Auf der Instrumenten-Seite startet man analog, optional kommen 12,3″ Digital-Instrumente.

Bei den Sitzbezügen setzt Land Rover auf mehr Nachhaltigkeit und bietet gleich mehrere tierfreundliche Stoffbezüge an: Basis ist schwarzer Stoff, optional gibt es einen Stoff mit Eucalyptus-Anteil in Grau oder Schwarz, ferner ist wie beim Velar der Kvadrat-Sitzbezug erhältlich, der zu 70 % aus recycelten Plastikflaschen besteht und zu 30 % aus Wolle. Dies ebenfalls in Grau und Schwarz. Die Fotos zeigen die optionale Tierhaut-Ausstattung. Im Evoque sitzt man, was die Sitzform angeht, eher niedrig und ist in das Cockpit integriert. Spannend ist auch, dass die Oberflächen im Interieur generell hochwertig sind, etwa auch an den Innenseiten der Türen. Leider wurde ein Problem der Vorgänger-Generation nicht gelöst: Wenn man halbwegs große Füße hat, kann man den linken Fuß nicht links vernünftig abstellen, es fehlt dazu immer noch der Platz.

Ein Panorama-Dach spannt sich auf Wunsch über das gesamte Fahrzeug, wie beim Vorgänger kann man dieses jedoch nicht öffnen, sondern nur mit einem Rollo verdunkeln.

Im Fond ist nun etwas mehr Beinfreiheit, dank des verlängerten Radstands und einer verbesserten Platzausnutzung. So kann man mit vier großen Erwachsenen problemlos sitzen. Der Kofferraum fasst 609 bis 1.430 l, gerade in der Breite kann man praktisch Dinge einladen, wobei die Länge bei gut 80 cm bleibt.

Motoren

2,0 l Turbo-Benziner mit 200, 250 oder 300 PS

2,0 l Turbo-Diesel mit 150, 180 oder 240 PS

Erstmals bei Jaguar Land Rover kommt im Evoque ein Mild-Hybrid-System mit 48V-Bordnetz zum Einsatz. Dieses bekommt man immer, wenn man eine Version mit Automatik wählt. Dies sorgt z.B. für eine verbesserte Segelfunktion und ein Abschalten des Motor schon beim Anrollen an die rote Ampel.

Die starken Motoren sind nur mit Allrad erhältlich, bei den schwächeren kann man wählen. Der neue Allradantrieb entkuppelt nun die hinteren Bauteile, wenn keine Kraft an der Hinterachse benötigt wird. Das soll zusätzlich Kraftstoff sparen.

Später:
1,5 l 3-Zylinder Plugin-Hybrid mit 197 PS Benziner an der Vorderachse und 107 PS Elektromotor an der Hinterachse

Fahrverhalten

Trotz des agilen Aussehens war der Evoque bislang nicht für ein sonderlich agiles Fahrverhalten bekannt. Die neue Plattform soll dies nun verbessern.
Als interessantes Offroad-Feature kann man ein 180-Grad-Kamera-Bild der vorderen Umgebung auf den Infotainment-Screen werfen lassen. Wir sind insbesondere gespannt auf die neuen Motoren mit Mild-Hybrid-System und den Allrad-Antrieb mit Entkopplungsfunktion, denn diese Technologien könnten die erhofften Verbrauchseinsparungen bringen.

Abmessungen

Länge: 4,37 m
Radstand: 2,68 m

Fazit: Der neue Range Rover Evoque sieht außen wie innen aus wie ein kleiner Velar. Im Gegensatz zum Evoque-Vorgänger bedeutet das: Die Zeichnung ist eleganter und stromlinienförmiger. Im Innenraum hat sich am meisten getan durch das Redesign, und endlich gibt’s auch die bekannten Smartphone-Schnittstellen. Im grundsätzlichen Aufbau ist der Evoque gleich geblieben, man sitzt zwar hoch, aber das Cockpit ist eher sportlich orientiert. Wichtig ist der Zugewinn an Beinfreiheit im Fond.

Autogefühl: ****

Text: Autogefühl, Thomas Majchrzak


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