Abarth 595 Competizione Fahrbericht

Abart 595 Competizione, Foto: Autogefühl

160 PS bei 1.110 kg Leergewicht bei knapp über dreieinhalb Metern Länge. Das hört sich ganz nach Agilität, nach mächtig Spaß an. Also nach einem Abarth 595 Competizione. Von Thomas Majchrzak

Abart 595 Competizione, Foto: Autogefühl

Abart 595 Competizione, Foto: Autogefühl

Früher gab es eigenständige Abarth-Autos, seit 1971 gehört die Marke zu Fiat – und hat sich nach und nach zu der Edel-Sport-Abteilung der Marke gewandelt. So gibt es derzeit den Fiat 500 und den Fiat Punto als Abarth-Versionen. Die Abwandlungen der Fiat 500 Basis werden von Abarth geschlossen und offen angeboten, beim Cabriolet steht dann jeweils noch ein “C” im Namen. Je nach Tuningsstufe heißen sie Abarth 500, Abarth 595 Turismo und schließlich als Top-Variante Abarth 595 Competizione. Für 23.600 Euro gibt es einen der frechsten Flitzer auf der Straße.

Abart 595 Competizione Felgen, Foto: Autogefühl

Abart 595 Competizione Felgen, Foto: Autogefühl

Abart 595 Competizione Außenspiegel, Foto: Autogefühl

Abart 595 Competizione Außenspiegel, Foto: Autogefühl

Von außen fallen direkt die 5-Loch-Felgen auf sowie die Chrom-Außenspiegel und der Skorpion an der Front. Von innen packt man das riesige Sportlenkrad und schaut zentral auf das Racing-Instrument, das aus mehreren übereinander liegenden Kreisen besteht. Überhaupt ist alles im Innenraum rund. Es gibt keine eckigen Formen, selbst die Knöpfe für die Fensterheber, die seltsamerweise innen auf der Mittelkonsole sind, haben abgerundete Ecken. Dann mal los.

Abarth Logo Badge, Foto: Autogefühl

Abarth Logo Badge, Foto: Autogefühl

In 7,4 Sekunden spurtet der kleine Flitzer von 0 auf 100 km/h. Von hinten röhrt es ordentlich, für so ein kleines Auto ein wirklich knackiger Sound, der Freude macht. Für Racing-Liebhaber zudem ein entscheidendes Detail: die Bar-Messanzeige des Turbo-Ladedrucks. Völlig sinnfrei, aber einfach toll. Und Drehzahl möchte er auch wirklich haben. Mal eben noch aufs Gas gedrückt, um die Ampel zu bekommen, während man untertourig fährt – das klappt nicht so gut. Aber ein bisschen die Kupplung mit benutzen und ordentlich aufs Gas treten, das mag er gerne, der Abarth 595 Competizione.

Abart 595 Competizione, Foto: Autogefühl

Abart 595 Competizione, Foto: Autogefühl

Die Agilität schöpft er aus dem kurzen Radstand, und so ist gerade das Stadt-Flitzen eine Freude. Allerdings hat der kurze Radstand auch Nachteile, denn bei höheren Geschwindigkeiten sorgt das natürlich nicht gerade für Stabilität. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt, wie es sich für ein Sportmodell gehört, hätte aber bei einem state-of-the-art Fahrwerk gleichzeitig mehr Toleranz erfordert. Heißt: Es gibt mittlerweile Fahrwerke, die sehr sportlich sind, aber die kleine Huckel auf der Straße doch verzeihen. Der Abarth 595 Competizione ist da zum Teil etwas holprig.

Abart 595 Competizione Cockpit, Foto: Autogefühl

Abart 595 Competizione Cockpit, Foto: Autogefühl

Große Menschen werden nicht glücklich in der flinken Knutschkugel, dafür sind die Sitze zu klein, zu eng und es fehlt die Höhenverstellung – aber eher, damit man die Sitze tiefer machen könnte. Das Interieur wirkt, obwohl es die Top-Version ist, nicht sehr hochwertig – bis auf die kleinen liebevollen Details wie die eingenähten “Competizione” oder “595” Schriftzüge. Das Design ist gewohnt italienisch-top, aber ein bisschen mehr Investition in die Innenraumqualität hätten wir uns gewünscht. Für den Preis von 23.600 Euro (zum Vergleich Basispreis Fiat 500 “normal” 11.700 Euro) sind immerhin schon einige Extras drin.

Hier haben wir die Serienausstattung zusammengefasst:

Serienausstattung Abarth 595 Competizione

Alu-Pedale
Einstiegsleisten aus Carbon
Sportliches Lederlenkrad
Sportauspuff “Record Monza”
17-Zoll-Alufelgen
Blueetooth-Freisprecheinrichtung
USB-Anschluss
Einparkhilfe hinten

Abart 595 Competizione Sportsitze, Foto: Autogefühl

Abart 595 Competizione Sportsitze, Foto: Autogefühl

Die vorderen Sitze lassen sich durch einen Zughebel-Mechanismus nach vorne schieben und klappen, dadurch ist die Rückbank gut erreichbar.

Abart 595 Competizione Rücksitze, Foto: Autogefühl

Abart 595 Competizione Rücksitze, Foto: Autogefühl

Die Zahlen und Fakten noch mal im Überblick:

Technische Daten Abarth 595 Competizione

Motor: T-Jet, Reihen-4-Zylinder mit 1.368 cm³ und 160 PS
0-100 km/h: 7,4 s
Max. Speed: 209 km/h
Verbrauch angegeben (kombiniert): 6,5 l / 100 km

Länge: 3,65 m
Breite: 1,62 m
Höhe: 1,48 m

Leergewicht: 1.110 kg

Basispreis 23.600 Euro

Abart 595 Competizione Kofferraum, Foto: Autogefühl

Abart 595 Competizione Kofferraum, Foto: Autogefühl

Die Kofferraum-Klappe öffnet sehr weit ausladend, dadurch kommt man sehr gut an den Kofferraum. Für die beschränkten äußeren Maße des Abarth 595 Competizione bekommt man innen doch einen gut nutzbaren Raum.

Abart 595 Competizione, Foto: Autogefühl

Abart 595 Competizione, Foto: Autogefühl

Fazit: Der Abarth 595 Competizione ist für allzu groß gewachsene Sportliebhaber nicht das geeignete Gefährt, bietet aber für alle anderen einen schicken Cityflitzer, der gerne mit seinem Sound auf sich aufmerksam macht und ein bisschen italienische Freude in den tristen Alltag bringt.

Autogefühl: ***

Text & Fotos: Autogefühl, Thomas Majchrzak


4 Responses to Abarth 595 Competizione Fahrbericht

  1. […] AutogefühlAbarth 595 Competizione Fahrbericht – kleine Kugel, großer SoundAutogefühl – das Auto Blog! http://www.autogefuehl.de 160 PS bei 1.110 kg Leergewicht bei knapp über dreiein… […]

  2. Stefan says:

    Das Lieblingsfahrzeug meiner Freundin – sie schreibt derzeit ihre Abschlussarbeit und ich überlege mir echt, sie damit zu überraschen und ihre Finanzierung anzuzahlen.

    Nach dem Bericht habt ihr mich überzeugt, Danke Autogefühl!

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