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Seat Leon ST Testbericht mit 2.0 TDI 184 PS und DSG

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Der Seat Leon ST schickt sich an, einer der erfolgreichsten Kompakt-Wagen in Deutschland zu werden. Das Rezept: Ein modernes Design gepaart mit guter Qualität aus dem Volkswagen-Konzern und einem attraktiven Preis. Das hat gerade Flottenkunden auf den Plan gebracht. Der Kombi ist mittlerweile erfolgreicher als die normale Kurzheck-Variante. Nicht ohne Grund. von Thomas Majchrzak

Einordnung und Überblick

Der Seat Leon ist das Zugpferd der Marke, mit gut 3.300 Neuzulassungen pro Monat mit Abstand der Bestseller in Deutschland und auch im restlichen Europa. Die Kombivariante ST hat dabei in Deutschland schon den Löwenanteil am Verkauf. Schließlich lieben die Deutschen und die Briten ihre Kombis, mit denen man am Samstag so schön zum Baumarkt fahren kann. Weil die Wiederverkaufswerte höher sind und die Kombis im täglichen Einsatz praktischer und vielseitiger nutzbar, setzt auch gerade der Firmenkunden-Markt auf diese Variante. Der Seat Leon ST bietet dabei eine günstige, aber meistens sogar schickere Alternative im Kompakt-Segment, so dass sich Seat auch über viele Neukunden freuen kann. Hierzulande geht übrigens ein Drittel der Seat Leon als Diesel raus, beim Kombi liegt der Anteil erfahrungsgemäß höher.

Der Seat Leon ST beginnt in Deutschland bei 16.640 Euro, das ist dann der Basis-Benziner mit 86 PS.
Zum Vergleich: Der Skoda Octavia startet bei 16.890 Euro (mit demselben Motor), der Golf Variant ab 18.950 Euro.



Der Golf Variant ist etwa gleichgroß, aber eben etwas teurer, der Skoda Octavia Kombi ist 15 cm länger, bietet mehr Platz, hab aber eben auch die etwas umfangreicheren Abmessungen beim Einparken. Die Wahl auf den Seat Leon ST wird in der Regel wegen des Designs fallen, ohne Abstriche bei der Qualität machen zu müssen. Im Detail unterscheiden sich Skoda und Seat etwas von Volkswagen, so hört man aus der unabhängigen Werkstatt, dass die Materialauswahl und die Abdichtungen bei VW etwas hochwertiger sind. Irgendwo muss ja noch ein Unterschied verbaut sein. Aber letztlich ist der Unterschied für den Kunden kaum merklich und es kommt mehr drauf an, wer in welchem Auto persönlich das beste Gefühl hat.

Für den Seat Leon ST gibt es auch gute Leasing- oder Finanzierungsangebote, die sich zwar auf die Basisversion beziehen und immer nur eine Laufleistung von 10.000 km voraussetzen (mehr = höhere Raten), aber trotzdem das gute Angebot verdeutlichen. Von Seat direkt gab es zum Beispiel jüngst eine Finanzierung von 159 Euro monatlich ohne Anzahlung, nach 60 Monaten Laufzeit bleibt eine Schlussrate von 7.705 Euro. Und 171 Euro Leasing pro Monat ohne Anzahlung will ein großer Anbieter von Null-Anzahlungs-Leasing haben.

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Seat Leon ST Foto: Thomas Blachetzki, Autogefühl

Seat Leon ST Foto: Thomas Blachetzki, Autogefühl

Seat Leon ST Foto: Thomas Blachetzki, Autogefühl

Exterieur

Beim Design fallen beim aktuellen Leon immer wieder die äußerst gelungenen vorderen Scheinwerfer auf, die dem Fahrzeug eine Jugendlichkeit verleihen. Sie zeigen auf den trapezförmigen Wabengrill. Serienmäßig sind die elektrisch einstellbaren Außenspiegel und die Türgriffe in Wagenfarbe lackiert, so dass das Designbild niemals gestört wird. Auffällig ist die Sicke unterhalb der Außenspiegel sowie eine weitere, die in die Heckleuchten überleitet. Die Fensterlinie fließt oben wie unten nach hinten leicht zusammen, was das Heck leichter erscheinen lässt. Das Heck fällt dabei auch leicht schräg nach hinten ab, so, dass nicht allzu viel Stauraum verloren geht, aber das Auto keine Kastenform erhält. Das ist gerade für den Kombi wichtig. Zusammen mit einer persönlich ansprechenden Farbe ergibt sich dann ein sehr modernes schickes Kombi-Bild.

Interieur

Das Interieurdesign soll an Präzisionsinstrumente aus der Luftfahrt erinnern. Gut, das ist zugegeben etwas hochgestochen. Denn wirkliche Cockpit-Atmosphäre kommt nicht auf. Aber das Interieur ist wie von Seat gewohnt sehr aufgeräumt, zweckmäßig und modern. Serienmäßig gibt es auf den Sitzen zweifarbigen Stoff, eine willkommene Abwechslung. Denn mit einer optisch attraktiven Variante fällt es noch leichter, auf Aufpreis-Optionen bei den Sitzen zu verzichten. In unserem Testwagen ist die höherwertige Variante mit Alcantara/Kunstleder-Mix verbaut, die unser Meinung nach beste Variante. Das macht optisch viel her und ist zudem sehr bequem. Die Alcantara-Mittelbahnen sorgen dafür, dass man im Sommer nicht allzu sehr schwitzt und dass die Sitze im Winter nicht kalt sind. Zudem geben Sie mehr Halt auf dem Sitz. Die Sitzwangen sowie die Innenseiten der Türen sind dann mit Kunstleder bezogen. Das wird zwar nicht explizit beim Verkauf gesagt, ist aber eine deutlich sinnvollere Lösung, als hier Echtleder zu verwenden. Wieso, haben wir in einem Artikel hier einmal ausführlich erklärt.

Die Sitze vorne bieten ausreichend Verstellmöglichkeiten und auch Raum für große Menschen. Das Panorama-Dach ist nicht nur ein durchgehendes Glasdach, das viel Licht in den Innenraum lässt, es ist sogar sehr weit zu öffnen. Da kommt ein wenig Cabrio-Feeling auf, klasse. Allerdings reduziert es bauartgemäß die Kopffreiheit hinten. Wer häufiger mit Erwachsenen im Fond unterwegs ist, sollte daher auf das Panoramadach verzichten. Mit 1,80 m passt man noch hinein hinten, aber die Haare stoßen schon an das Dach. Wer dagegen mit Erwachsenen unter 1,80 m oder Kindern unterwegs ist, tut den Fondpassagieren mit dem Panorama-Dach einen großen Gefallen, denn hinten kann man es erst so richtig genießen.

Ein weiteres optisches Highlight ist die Ambiente-Beleuchtung in Rot. Ein geschwungener roter Lichtstrich zieht sich an den Innenseiten der Türen entlang. Das ist ab der Ausstattung FR inkludiert. Dazu gibt es auch ein attraktives Lenkrad, das alltäglich für mehr Freude beim Fahren sorgt.

Sieben Airbags sorgen serienmäßig für die Sicherheit, zwei Front-Airbags sowie zwei Seiten-Airbags für Fahrer und Beifahrer, ein Knie-Airbag auf der Fahrerseite und zwei Kopfairbag-Systeme für vorne und hinten. Das Kindersitz-System isofix bietet fest installierte Verankerungen im Fond.

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Zweifarbiges Interieur der Ausstattungsstufe Leon ST Style - Foto: Seat

Seat Leon ST Kofferraum Foto: Thomas Blachetzki, Autogefühl

Seat Leon ST Kofferraum Foto: Thomas Blachetzki, Autogefühl

Ausstattungsniveaus

Reference (zusätzlich und ca. 2.000 Euro Aufpreis gegenüber Basis)
– Außenspiegel elektrisch einstell-, und beheizbar
– 16 Zoll anstatt 15 Zoll Felgen

Style (zusätzlich und ca. 1.500 Euro Aufpreis gegenüber Reference)
– Chromapplikationen im Interieur
– Handbremsgriff und Schaltknauf in Leder
– Ladekantenschutz

FR (zusätzlich und ca. 1.500 Euro Aufpreis gegenüber Style)
– 17 Zoll Felgen
– Sportfahrwerk
– Zwei-Zonen-Klimaautomatik
– Ambientebeleuchtung
– Sportlenkrad

Daneben gibt es noch die Möglichkeit “Ecomotive“, bei dem das Auto mit Tieferlegung, einem optimierten Kühlergrill und speziellen Reifen und Felgen auf weniger Luftwiderstand und weniger Verbrauch ausgelegt ist. Den Allradantrieb nennt man “4 Drive”. Schließlich gibt es als Allrad-Top-Variante noch den Seat Leon X-Perience.

Und noch ein nennenswertes Extra separat: Ein Panoramadach kostet 970 Euro.

Motorenübersicht

Benziner
1.2 TSI mit 86 PS
1.2 TSI mit 110 PS
1.4 TSI mit 125 PS
1.4 TSI mit 150 PS
1.8 TSI mit 180 PS

Gas
1.4 TGI mit 110 PS

Diesel
1.6 TDI mit 90 PS
1.6 TDI mit 105 PS
1.6 TDI mit 110 PS
2.0 TDI mit 150 PS
2.0 TDI mit 184 PS

Dann steht noch die Entscheidung an, ob die Schaltung manuell erfolgt oder per DSG (Automatik mit Doppelkupplungstriebe).

Wir testen den Seat Leon ST mit 2.0 TDI, 184 PS und DSG. Darüber kommt nur noch der Seat Leon X-Perience mit Offroad-Elementen, denn den Seat Leon ST 2 Liter Diesel mit 184 PS bekommt man nur in der hohen FR-Ausstattung. Kostenpunkt: 30.310 Euro. Das liegt zwar doppelt so hoch wie der Basispreis, aber man ist wunschlos glücklich. Und selbst in dieser Ausstattung bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis noch sehr gut.

Seat Leon ST Foto: Thomas Blachetzki, Autogefühl

Seat Leon ST Dachreling Foto: Thomas Blachetzki, Autogefühl

Seat Leon ST Foto: Thomas Blachetzki, Autogefühl

Fahrverhalten

Der Seat Leon SC, also der Dreitürer ohne Kombi-Heck, fährt sich durchaus ein wenig sportlicher. Viele Abstriche muss man aber nicht machen, gerade, wenn man mit dem 184 PS Diesel mit DSG unterwegs ist. Das Doppelkupplungsgetriebe schaltet wie gewohnt wie am Schnürchen gezogen hoch, und dank des Sportlenkrads fühlt man sich in den Kurven auch direkt immer ein wenig sportlicher. Allerdings hätten wir von dem 184-PS-Diesel etwas mehr Laufkultur erwartet. Damit meinen wir, dass die Gasannahme etwas spontaner erfolgen könnte. Denn selbst, wenn man im Sport-Modus ist, ergibt sich durchaus ein Unterschied zu einem vergleichbaren Diesel. Der Motor will erstaunlicherweise ein wenig mehr getreten werden. Denn wenn man das Gaspedal richtig durchdrückt, dann explodiert er förmlich und entfaltet seine ganze Power. Für das alltägliche Fahren wäre es allerdings angenehmer, wenn er auch in ruhigeren Situationen mehr Laufkultur zeigen würde.

Das Sportlenkrad könnte nach unserem Geschmack etwas dünner sein, etwa wie bei Audi, das fühlt sich sportlicher an. Die Straßenlage ist dagegen ohne Fehl und Tadel. Das Fahrwerk ist wie von europäischen Fahrzeugen gewohnt etwas straffer als bei den asiatischen Konkurrenten, aber zeigt sich dabei keineswegs unkomfortabel. Ein Höchstmaß an Komfort ist hier gewährleistet. Dazu harmonieren die Sitze, die sehr guten Seitenhalt bieten und das sportliche Gefühl unterstreichen.

Insgesamt vermittelt der Seat Leon ST für einen Kombi ein sportliches Fahrgefühl, gerade auch, wenn man ihn mit den konzerneigenen Konkurrenten vergleicht. Von Aussehen und Fahrverhalten her geht er wohl gefühlt als “jüngster” Kombi durch.

Seat Leon ST Abmessungen

Länge: 4,53 m
Breite: 1,97 m (inkl. Außenspiegel)
Höhe: 1,45 m
Gepäckraumvolumen: 587 / 1470 l (mit umgeklappter Rückbank)

Seat Leon ST Cupra

Nun wird es den Kombi auch als Cupra-Version geben. Die Top-Sportversionen mit 265 PS oder 280 PS (auf der Rennstrecke) haben wir bereits vorgestellt. Seat legt nun noch nach und will auch Kombi-Fahrern die PS-Spitze ermöglichen, ebenfalls in den zwei möglichen PS-Versionen.

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Fazit: Der Seat Leon ST ist derzeit einer der empfehlenswertesten Kombis auf dem Markt. Die Anmutung ist außen wie innen super, es gibt eine attraktive Auswahl an Ausstattungen und Motoren und der Preis ist fair. Gerade für Firmenkunden ist der Leon nun wegen der Kombi-Variante auch sehr interessant. Im privaten Rahmen spricht er besonders Familien mit Kindern an, denn für die ist auf der Rückbank genügend Platz, ohne dass das Auto zum Einkaufen von den Abmessungen her zu unpraktisch wird. Und gleichzeitig kann man mit einer dynamischen Verpackung unterwegs sein.

Autogefühl: ***

Text: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Fotos: Seat


4 Responses to Seat Leon ST Testbericht mit 2.0 TDI 184 PS und DSG

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  3. […] Leon, das sind fast die Hälfte. Dafür ist die Modellvielfalt darunter auch sehr groß. Cupra, ST (Kombi), Crossover-Version… Auch der Alhambra konnte überraschend zulegen. Stellt er doch einer der […]

  4. […] Lesen Sie eine weitere Einschätzung zum Seat Leon ST bei Autogefühl. […]

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