Alfa Stelvio Test: Rennstreckentauglich wie eine Giulia Quadrifoglio?

Der Alfa Stelvio, das neue SUV von Alfa Romeo, teilt sich die Plattform mit der Alfa Giulia Limousine. Gebaut wird das neue SUV im Alfa-Werk in Cassino, Italien. Der Alfa Romeo Stelvio wird als “Base”,”Super” und “Quadrifoglio” verfügbar sein, wir verraten, worum es sich dabei handelt. Auf dem #AlfaLoversDay konnte man den Alfa Stelvio sogar im Vergleich zur Alfa Giulia Quadrifoglio auf dem Hockenheimring fahren. Von Thomas Majchrzak

Der Name Stelvio kommt vom Nationalpark Stilfser Joch, der italienisch Parco Nazionale dello Stelvio heißt. Mit 2757 m ist dieser der zweithöchste Pass der Alpen und der höchste Pass in Italien. Bislang steht der Preis für die umfangreiche Ausstattungsvariante Super fest, er liegt bei 47.000 Euro. Die Einstiegsvariante wird dementsprechend etwas günstiger sein.





Exterieur

Vorne zeigt der Alfa Stelvio die klassische Alfa-Schnauze mit dem V-förmigen Kühlergrill. Unmissverständlich sportlich und sehr verwandt mit der neuen Giulia. Unten wird der Kühlergrill von weiteren Lufteinlässen eingerahmt, aus den oberen Spitzen erwachsen die horizontal geführten Frontleuchten. Seitlich zeigt sich der Alfa Stelvio als SUV-Coupé, wobei eine starke Sicke auf Höhe der Türgriffe beginnt. Das Heck schließlich wird durch die breiten Rückleuchten betont, insgesamt ein stilsicherer Auftritt, der sportlich elegant wirkt.

Im trim level Base geht es los mit 17-Zoll-Felgen, die sich die meisten wahrscheinlich etwas größer kaufen werden. Ab dem Level Super sind es dann schon 18 Zoll, wobei man natürlich auch individuelle Optionen wählen kann. Hoch geht es bis 20 Zoll, vorgesehen vorwiegend für die Top-PS-Version Quadrifoglio. Letztere kommt auch mit stärker ausgeprägteren Schwellern und einem massiven Diffusor. Der Ferrari-Motor spuckt schließlich aus vier Endrohren.

In den USA heißen die trims übrigens etwas anders: Stelvio, Stelvio Ti (für Turismo internazionale) und Quadrifoglio. Generell kann man aber sagen, dass Alfa sein SUV weltweit vermarkten will, und die Chancen stehen gut, dass dies die Marke wieder beleben kann.

Interieur

Das Interieur lehnt sich in der Gestaltung ebenfalls der Giulia an, so findet man eine sehr stark verbesserte Materialqualität gegenüber vorherigen Alfa-Modellen vor. Darauf wurde besonders Wert gelegt. Schwungvolle Linen am Armaturenbrett sollen Sinnlichkeit versprühen. Die Instrumente sind wie von früheren Alfa-Modellen bekannt tief eingelassen und nur im Blick des Fahrers. Klimaanlage und elektrische Heckklappe sind für alle Versionen Standard. Im Base Level startet man mit nachhaltigen Stoff-Sitzen, analogen Instrumenten und einem 6,5 Zoll Infotainment-Screen. Optional sind digitale Instrumente und ein 8,8 Zoll Screen, der dann die Breite des Armaturenbretts in der dafür vorgesehenen Lücke ausnutzt. Mit dem Super erhält man einen Stoff-Tierhaut-Mix. Die Interieur-Fotos zeigen die optionale Voll-Tierhaut-Ausstattung, von der wir abraten.

Motoren

Benziner
2.0 Turbo mit 280 PS, AWD (5,7 Sek. 0-100 km/h)
2.0 Turbo mit 200 PS, AWD
QV 2,9 l TwinTurbo Ferrari-Motor mit 510 PS

Diesel
2,2 l D mit 210 PS, AWD
2,2 l D mit 180 PS, RWD

Alle Motoren kommen also mit Allrad-Antrieb bis auf den 180-PS-Diesel.

Zur Wahl stehen ein 6-Gang-Schaltgetriebe oder, verbunden mit den meisten Motoren, ein 8-Gang-Automatikgetriebe.

Fahrverhalten

Auf der Rennstrecke vergleichen wir Alfa Giulia Quadrifoglio mit dem 2.0 Turbo 280 PS im Alfa Stelvio. Natürlich hat die Quadrifoglio-Variante PS-mäßig einiges voraus und eine straffere Fahrwerksabstimmung. Dennoch kann man dem Stelvio anmerken, dass dieselbe Plattform zugrunde liegt. Einmal ist es das Gefühl im Cockpit, das klar auf Sport getrimmt ist und auch ähnliche Stil- und Bauteile hat. Zum einen ist es das gute Handling des Alfa Stelvio, das sich durch die direkte Lenkung und das geringe Aufschaukeln des Fahrwerks ergibt. Auch der Sound der 280 PS Variante ist bereits spürbar, ein guter Kompromiss aus Sportlichkeit und nachbarschaftlicher Akzeptanz.

Abmessungen

Länge: 4687 mm
Breite: 1903 mm
Höhe: 1648 mm
Radstand: 2818 mm
Leergewicht: 1735–1990 kg

Fazit: Mit dem Alfa Stelvio wird der bereits prall gefüllte SUV-Markt um einen Wettbewerber reicher, und zwar im Bereich der größeren Kompakt-SUVs. Designtechnisch ist der Alfa weit vorne, das italienische Design begeistert außen wie innen. Im Interieur finden wir wie schon bei der Giulia eine neue Alfa-Materialqualität, hier ist man auf einem guten Weg. Es sieht so aus, als würde die Marke wieder richtig zurückkommen, nach vielen Jahren Durststrecke. Auf der Rennstrecke erleben wir gerade im Vergleich mit der Alfa Giulia, dass beide Fahrzeuge Ähnlichkeit in puncto Sportlichkeit haben.

Autogefühl: ****

Text: Autogefühl, Thomas Majchrzak
Fotos: Autogefühl, Jonas Bomba; Alfa (Interieur)


3 Responses to Alfa Stelvio Test: Rennstreckentauglich wie eine Giulia Quadrifoglio?

  1. […] AutogefühlAlfa Stelvio Test: Rennstreckentauglich wie eine Giulia Quadrifoglio?Der Alfa Stelvio, das neue SUV von Alfa Romeo, teilt sich die Plattform mit der Alfa Giulia Limousine. Gebaut w… […]

  2. maxx says:

    Und wieder einer… :)

    Habe die Giulia, und die begeistert, als 2.0 Benziner..
    Leider auch hier SUV..und sogar Alfa.
    Gewicht und Optik und schon is es aus…
    Mit den Worten vom alten Bertone: ” Herr lass dieses dicke Schwein an uns vorbei ziehen..”

  3. […] höher dreht. Im Mittel soll der Turbobenziner 7 Liter / 100 km schlucken. Autogefühl konnte er auch auf der Rennstrecke […]

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