FCA auf der NAIAS in Detroit mit Jeep Gladiator Pickup

Die Fiat-Gruppe stellt auf der NAIAS 2019 in Detroit das Jeep-Modellportfolio vor, wobei der Wrangler als echter Offroader nun durch den Jeep Gladiator ergänzt wird. Der Pickup ist sozusagen eine Verlängerung des Wrangler JL mit offener Ladefläche. Bei den großen Pickups stellt die Konzernmarke RAM ihre neue leistungsstarken RAM 2500 und RAM 3500 Super Duty vor. Und der Spezialausrüster Mopar zeigt eine 1000-PS-Maschine. Von Thomas Majchrzak

Jeep Gladiator

Der letzte Jeep Pickup war der Comanche, der bis 1992 gebaut wurde. Mit der neuen Basis des Jeep Wrangler JL, also dem Wrangler der neuen Generation, wurde nun der Jeep Gladiator entwickelt. Vorne ähnelt der Gladiator dem Wrangler, mit den klassischen sieben senkrechten Streben im Kühlergrill (so genannter Seven-Slot-Grill). Beim Gladiator sind die Kühlergrill-Öffnungen allerdings etwas größer, um mehr Kühlleistung erzielen zu können. Denn ein Pickup ist schließlich auch für mehr Zuladung (730 kg) ausgelegt sowie ggf. noch Hänger. Die Standard-Anhängelast beträgt 3,2 t, optional soll eine 3,47 t Version kommen. Die Scheinwerfer gibt’s in LED-Technik (Serie für Sahara beim Wrangler bzw. Overland beim Gladiator sowie bei beiden der Rubicon). Während der Jeep Wrangler einen Radstand von 2,46 m oder 3,00 m aufweist und eine Länge von 4,33 m als Dreitürer und 4,88 m als Fünftürer, ist der Jeep Gladiator mit 3,48 m Radstand und 5,53 m ein deutliches Stück länger. Das Ersatzrad, das beim Wrangler hinten montiert ist, befindet sich beim Gladiator unter der Ladefläche. Wie beim Wrangler kann man den Gladiator sowohl als Hardtop- als auch als Softtop-Version bestellen. In beiden Fällen lässt sich der Gladiator auch komplett „offen“ fahren inkl. abmontierbarer Türen und der klappbaren Frontscheibe, was ihn zum einzigen Pickup-Cabrio auf dem Markt macht. Für die Ladefläche gibt es eine separate Abdeckung. Fährt man mit der Ladeflächenklappe heruntergelassen (was auch erlaubt ist), kann man zwei Motocross-Maschinen auf die Ladefläche stellen und festzurren, wie unser Foto zeigt:

Offroad sollte man aufgrund der Länge natürlich etwas aufpassen, aber mit einem Böschungswinkel von 43,6 Grad vorn und 26 Grad hinten kann man noch einiges machen.

Das Interieur bietet viele unverwechselbare Details: Das Armaturenbrett ist komplett horizontal angeordnet und im 90-Grad-Winkel sind dann senkrecht die Bedieneinheiten angeordnet. Man sitzt sehr aufrecht und extrem hoch, hat somit eine gute Übersicht. Die Türen sind sehr schmal, das ermöglicht gerade offroad einen guten Blick zur Seite zu potenziellen Hindernissen. Bein- und Kopffreiheit hat man auf vier Plätzen ausreichend für große Erwachsene. Bei den hinteren Sitzen lässt sich die Sitzfläche hochklappen, darunter befinden sich Staufächer. Die Cockpit-Anzeige startet in 3,5 Zoll, optional ist der Screen links 7 Zoll groß. Das zentrale Infotainment-System ist 7 Zoll oder optional 8,4 Zoll groß. Die Systeme haben nun einen schnelleren Prozessor. Apple CarPlay und Android Auto werden serienmäßig in beiden Versionen unterstützt.

Jeep Compass vs Jeep Cherokee vs Jeep Grand Cherokee

Des Weiteren zeigte Jeep die aktuellen SUVs Compass, Cherokee und Grand Cherokee, einen groben Überblick liefert unser Vergleichs-Video.

RAM 2500 und RAM 3500 Super Duty

Während der Jeep Gladiator auch in Europa verfügbar sein wird, sind RAM 2500 und RAM 3500 deutlich größere Pickup-Trucks, die hierzulande nicht verfügbar sind. In der neuen Generation bieten die RAM-Trucks nach Herstellerangaben effizientere Motoren sowie mehr Sicherheitsfeatures, zu den Sicherheitssystemen zählen eine Autonome Notbremse, ein Adaptiver Tempomat. Die Super Duty Varianten sind die leistungsstärksten Varianten, sie kommen mit einem 6,4 l V8-Benziner oder mit einem 6,7 l Turbodiesel mit 1000 Nm Drehmoment.

Mopar Hellephant 1000-PS-Motor

Der Spezialausrüster bei FCA, Mopar, stellt in Detroit den ersten Werks-1000-PS-Motor vor. Er hat 7 Liter Hubraum und ist für Fahrzeuge zum Nachrüsten gedacht, die vor 1976 gebaut wurden. Als Beispiel zeigt Mopar einen 1968 Dodge Charger namens Super Charger, für den der Motor passt.


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